Weltweit hat der Logistikdienstleister Neovia Logistics jetzt 185 Smart Glasses im Einsatz und verfügt damit über die weltweit grösste Datenbrillenflotte in der Intralogistik. Bild: Picavi / Neovia Logistics

Logistikdienstleister Neovia setzt auf Pick-by-Vision 

Picavi installiert weltweit grösste Datenbrillenflotte in der Intralogistik

Neovia Logistics setzt zur Kommissionierung in seinem US-amerikanischen Zentrallager in Greenwood, Indiana, ab sofort 85 Smartglasses von Picavi ein. Darüber hinaus hat Neovia 100 zusätzliche Datenbrillen für weitere weltweite Standorte bestellt. Mit dieser Installation verfügt der 3PL-Dienstleister jetzt über die weltweit grösste Datenbrillenflotte in der Intralogistik. Mit dem Picavi Cockpit, einer neuen smarten Anwendung innerhalb des Picavi-Ökosystems, erzielt Neovia weitere Effizienzsteigerungen. Das Unternehmen wickelt mit den Lösungen von Picavi die Logistik aller Motorradkomponenten sowie das Merchandising eines international renommierten Motorradherstellers ab.

Neovia, ein weltweit tätiger und führender Logistikdienstleister, arbeitet bereits seit 2019 mit den Smart Glasses von Picavi. Mit der jüngsten Erweiterung der Datenbrillenflotte setzt das Unternehmen jetzt bei der Kommissionierung komplett auf den Hands-Free-Ansatz der Pick-by-Vision-Brillen. Darüber hinaus hat Neovia eine weltweite Standortlizenz erworben, die es ermöglicht, die Brillen künftig an allen Nevovia-Standorten zu nutzen. Bereits kurz nach der Implementierungsphase konnte der Logistikdienstleister seine Arbeitseffizienz um 15 Prozent steigern. «Mit der Einführung der Pick-by-Vision-Lösung haben wir eine deutliche Produktivitätssteigerung bei unserer Kommissionierung festgestellt», sagt Larry Olson, Director Global Business Technology Solutions. «Die einfache visuelle Führung bringt uns bei der Einarbeitung eine Zeitersparnis von bis zu 60 Prozent und hat dazu beigetragen, die Genauigkeit der versendeten Aufträge deutlich zu verbessern.» 

Picavi Cockpit führt die Anwender durch den Prozess

Für die Administration der gesamten Datenbrillenflotte setzt Neovia auf das Picavi Cockpit. Die neue Business Intelligence-Lösung verfügt über Features für die Generierung von Smart Data sowie die Administration und Wartung der Pick-by-Vision-Brillen. Mit dem darin integrierten Mobile Device Management wird unter anderem die Schulung neuer Mitarbeiter deutlich erleichtert. Durch die Funktion Screen Cast lässt sich die Echtzeitanzeige der Brille auf einen Monitor oder ein Tablet projizieren. So können die Ausbilder, insbesondere für neue Mitarbeiter, die Arbeitsschritte noch besser veranschaulichen. Darüber hinaus nutzt Neovia auch die Smart-Data-Funktion Analytics. Über Sensoren an den Smart Glasses werden Anwendungsparameter und KPIs gesammelt und dann im Picavi Cockpit gewinnbringend optimiert. Mit dem neuen Tool konnte Neovia weitere Optimierungspotenziale erkennen und setzt die intelligenten Datenbrillen jetzt noch effizienter ein.

Pick-by-Vision international immer gefragter

Der Auftrag von Neovia an Picavi unterstreicht die immer stärker wachsende Nachfrage nach der Pick-by-Vision-Lösung im nordamerikanischen Logistiksektor. Das 2013 gegründete deutsche Logistik-Start-up hat dieser Entwicklung bereits im vergangenen Jahr mit der Gründung des US-amerikanischen Tochterunternehmens Picavi U.S. Inc. Rechnung getragen. Damit wurde die kundenspezifische Betreuung vor Ort intensiviert und das Business Development vomeigenen Standort in Chicago, Illinois, aus intensiviert. 

Über Picavi GmbH

Picavi wurde 2013 gegründet und bietet seit 2015 seine Pick-by-Vision-Lösung der Lagerwirtschaft marktreif an. Der Firmensitz des Unternehmens befindet sich in der Technologieregion Aachen. Zahlreiche grosse, international agierende Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen setzen Picavi bereits im Tagesgeschäft ein.

Ein umfangreiches Netzwerk aus Dienstleistungs-, Integrations-, Technologie- und Vertriebskooperationen unterstützt die 30 Mitarbeiter bei ihrer Tätigkeit für die Kunden. Picavi zählt zu den engen Partnern von Glass. Der Datenbrillenhersteller ist mit dem Modell Glass Enterprise Edition 2 seit Frühjahr 2019 auf dem Markt. Für die stetige Verbesserung der Brille setzen beide Unternehmen auf einen konstanten Wissensaustausch, der Synergien aus der Verbindung der jeweiligen Kernkompetenz schafft.

www.picavi.com

Anstieg der Beekeeper-Nutzerzahlen seit Anfang März nach Branchen. Bild: Beekeeper GmbH

Rund 50 Prozent Zuwachs bei der Nutzung von Mitarbeiter-Apps in Gesundheitsbranche und Logistik

Zürich, 25. März 2020 –  Beekeeper unterstützt Unternehmen mit einem Krisenkommunikations-Kit, das innerhalb von 48 Stunden für alle Mitarbeiter einsatzfähig ist. Denn die Mitarbeiter-Apps spielen in der Corona-Krise eine grosse Rolle für die interne Kommunikation. Das zeigt eine weltweite Auswertung der Beekeeper AG zum Nutzungsverhalten ihrer Kunden in den ersten drei Märzwochen dieses Jahres: Die Nutzerzahlen bei Logistikunternehmen sind um 51 Prozent angestiegen. Mit einem Plus von 48 Prozent folgen Einrichtungen der Gesundheitsbranche wie Krankenhäuser, Rettungsdienste, Pflegeheime und der Spitex.
In der industriellen Produktion sowie in Politik und Verwaltung nahm die Nutzung der App um fast 32 Prozent zu. Auch bei Finanzdienstleistungen, in Non-Profit-Organisationen, bei Versorgungsunternehmen und im Bildungsbereich gibt es mit jeweils über 20 Prozent deutliche Zuwächse. Branchenübergreifend gab es seit Anfang März wöchentlich durchschnittlich 18 Prozent mehr Nutzer. Betrachtet man einzelne Länder, so zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Schwere des Coronavirus-Ausbruchs und der Nutzung der Mitarbeiter-App: Die stärksten Anstiege gab es in Italien am 26. Februar, in Frankreich und Spanien am 11. März, in der Schweiz und Deutschland am 16. März und in den Vereinigten Staaten am 18. März. Beekeeper hat auf die gestiegenen Nachfrage in kürzester Zeit reagiert: Ab sofort ist der Roll-out der Mitarbeiter-Plattform in einer speziell für die Krise entwickelten Emergency-Version innerhalb von 48 Stunden möglich. 

Cristian Grossmann, CEO von Beekeeper: „ Unsere Auswertung zeigt, dass Unternehmen auf der ganzen Welt unser Angebot annehmen: Die Nutzung steigt seit Anfang März stark an. Wir sehen, dass interne Kommunikations-Apps seit Ausbruch des Coronavirus immer wichtiger wird. Logistik, Krankenhäuser und Regierung stehen unter besonderem Druck, damit Lieferketten, das Gesundheitssystem und die Verwaltung auch unter diesen aussergewöhnlichen Umständen weiterhin funktionieren. Unsere Lösung spielt offensichtlich eine grosse Rolle dabei, die aktuellen Herausforderungen an Krisenkommunikation zu bewältigen. Darum geben wir jetzt alles, dass Unternehmen mit unserer Mitarbeiter-App so schnell wie möglich einsatzfähig sind.“

In der Krise: Personalbedarf ist hochdynamisch

Nicht nur der Staat, auch jedes einzelne Unternehmen muss sich auf Krisen vorbereiten. Der internen Kommunikation kommt hierbei eine entscheidende Rolle zu. „Eine gut durchdachte Kommunikationsstrategie ist unverzichtbar. Nur so können Unternehmen sich im Ernstfall darauf fokussieren, das Geschäft weiterzuführen“, betont Cristian Grossmann. Eine reibungslose und schnelle interne Kommunikation, die jeden Mitarbeiter sofort an jedem Ort erreicht, ist deshalb unverzichtbar. In einer In einer Krisensituation wie dieser wie dieser ist der Bedarf an Personal und aktuellen Informationen in systemrelevanten Bereichen hochdynamisch. Daher ist es wichtig, dass Unternehmen bereits vor der Krise einen für ihre individuellen Anforderungen passenden Kommunikationskanal festlegen. So übermittelt eine App für die interne Kommunikation und Zusammenarbeit beispielsweise in Krankenhäusern kurzfristige Änderungen der Dienstpläne und andere wichtige Informationen in Echtzeit gezielt an die richtigen Mitarbeiter. Und das unabhängig davon, wo sie sich aktuell aufhalten – auf Krankenstationen, in Supermärkten, auf Baustellen, in der Fabrik oder in Rufbereitschaft zu Hause. 

Kantonsspital Baden: Wichtiger Informationskanal für die Infektiologie

Im Kantonsspital Baden (KSB) hilft Beekeeper den über 2‘000 Mitarbeitern bereits dabei, die Herausforderungen durch das Virus zu bewältigen: „Im KSB hat sich die Beekeeper-App inzwischen zum wichtigsten Informationskanal für unsere Mitarbeitenden entwickelt. In der Bewältigung der Herausforderungen mit dem Coronavirus in einem grossen Krankenhaus wie dem KSB hat die App ihr Stärken erneut und eindrücklich bewiesen. Tagesaktuell informiert die leitende Ärztin Infektiologie über alle wichtigen Aspekte im Umgang mit der Situation – dies schafft Sicherheit für alle direkt betroffenen Berufsgruppen. Dass dies von den Mitarbeitenden sehr geschätzt wird, zeigen die überproportional vielen Likes, welche die Posts zum Coronavirus regelmässig erhalten“, sagt Stefan Wey, Stv. Leiter Marketing und Kommunikation.

Das Wir-Gefühl stärken in Zeiten von Social Distancing

Gerade in Zeiten von Social Distancing und Homeoffice ist es neben dem stetigen Informationsfluss wichtig, den Zusammenhalt im Unternehmen zu stärken und die digitalen Möglichkeiten des Mitarbeiter-Engagements zu nutzen. Für Sandra Traxler-Indermühle, Verwaltungsratspräsidentin und Vorsitzende der Geschäftsleitung bei Indermühle Gruppe, ein wichtiger Aspekt in Krisenzeiten: „Die Indermühle Gruppe ist eng mit ihren Teams verbunden und kommuniziert begeistert mit Beekeeper. Mit dieser App stellen wir nicht nur den Informationsfluss rund um die Uhr sicher, sondern leben auch ganz stark das Wir-Gefühl, das es gerade in Zeiten wie diesen so sehr braucht.“

Checkliste: Kommunikationsstrategie in Krisenzeiten

Unternehmen sollten:

  • in normalen Zeiten bereits einen Krisenstab definieren, der im Ernstfall greift und die Situation in regelmässigen Zeitabständen evaluiert und bei Bedarf Massnahmen ergreift

  • einen Q&A-Katalog mit wichtigen Fragen und Antworten erstellen, um mögliche Unsicherheiten unter den Mitarbeitern zu verhindern

  • eine rechtzeitige Kommunikation sicherstellen, das heisst, die Mitarbeiter immer so frühzeitig wie möglich informieren

  • eine Plattform implementieren, die unternehmensweit für interne Kommunikation genutzt wird und sofort einsatzfähig ist, so dass die Mitarbeiter im Falle einer Krise sofort wissen, wo sie wichtige Informationen erhalten 

Weitere Informationen

Checkliste zur Krisenkommunikation:
https://www.beekeeper.io/de/checkliste-zur-krisenkommunikation

Schnell einsatzbereit: Krisenkommunikations-Kit von Beekeeper
https://www.beekeeper.io/de/beekeeper-krisenkommunikation

Über Beekeeper

Die Beekeeper AG, mit Hauptsitz in Zürich und einer GmbH in Berlin, ist führender Anbieter einer mobilen Mitarbeiter-Plattform zur Digitalisierung der internen und operativen Kommunikation. Mit seiner Lösung macht das Unternehmen den weltweit über zwei Milliarden Non-Desk Mitarbeitern den Arbeitsplatz mobil zugänglich. Die Kommunikation erfolgt via Privat- oder Gruppenchats sowie über Streams. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der mobilen Abwicklung operativer Prozesse, wie beispielsweise Schichtplanung oder Lohnabrechnungsversand.
Seit 2012 unterstützt Beekeeper mit seiner Lösung vorwiegend Firmen aus dem Energiesektor, der Produktion und dem Gesundheitswesen. Die Mitarbeiter-App verbindet jedes einzelne Teammitglied mit dem gesamten Unternehmen – in Echtzeit über mobile Endgeräte, den Desktop oder Bildschirme. Drittsysteme lassen sich über den Beekeeper Marketplace einfach und sicher mit der Lösung integrieren. Inzwischen beschäftigt Beekeeper über 150 Mitarbeiter an sechs Standorten weltweit. Zu den Kunden in der Schweiz gehören Kantonsspital Baden, Spitex, ISS Schweiz, Ricola, Globus, Rivella oder Franz Carl Weber.

www.beekeeper.io

 

Bild: SPAR

Über Kopf montiert für mehr Platz in der Halle

Rund 100 elektrische Flurförderzeuge sorgen im Schweizer Zentrallager der SPAR Gruppe in St. Gallen dafür, dass die rund 8.800 verschiedenen Artikel im Sortiment zuverlässig an Filialen und Partner im ganzen Land versendet werden können. Um die Verfügbarkeit und Effizienz der Flotte zu erhöhen, setzt die Handelskette auf die Batterieladetechnik von Fronius: Eine maßgeschneiderte Ladeinfrastruktur ermöglicht es SPAR, wertvollen Platz in der Halle einzusparen und gleichzeitig die Betriebskosten für die Stapler deutlich zu reduzieren.

SPAR ist der weltweit größte freiwillige Zusammenschluss von Händlern in einem Franchise-System. Die Geschäfte, Groß- und Supermärkte treten zwar unter gleichem Namen und mit einheitlichem Logo auf, sind aber eigenständige Gesellschaften. Unter dem Emblem der Tanne sind die SPAR-Märkte mittlerweile in 49 Ländern auf vier Kontinenten bekannt – auch in der Schweiz. Die Wurzeln der Handelskette reichen hier tief – bis zurück ins Jahr 1761: Damals gründeten die Vorgänger der heutigen SPAR Gruppe in St. Gallen ein „Spezereigeschäft“, das unter anderem Kaffee, Tee, Schokoladen, Gewürze, Importwaren und weitere Artikel des täglichen Bedarfs anbot. 1944 wurde der florierende Kolonialwarenhandel um Früchte und Gemüse ergänzt, 1967 kamen auch Frischprodukte hinzu. 1989 schließlich erfolgte mit Unterzeichnung des Franchise-Vertrags die Gründung der Schweizer SPAR Gruppe, die heute als Holding mit drei operativen Unternehmen auftritt: Der SPAR Handels AG, der TopCC AG und der SPAR Management AG. Das Filialnetz umfasst inzwischen 185 Nachbarschafts- und Convenience-Märkte sowie elf TopCC Abholmärkte für Gastronomen, Geschäftskunden, Vereine und öffentliche Einrichtungen.
Beliefert werden diese aus dem Zentrallager der SPAR Gruppe, das sich auch heute noch in St. Gallen befindet. Mit dem Kolonialwarengeschäft von damals hat das hochmoderne Logistikzentrum natürlich nicht mehr viel zu tun: Auf einer Fläche von 33.000 Quadratmetern lagern hier rund 8.800 verschiedene Artikel mit einem Gesamtwert von etwa 26 Millionen Schweizer Franken. Mehr als 600.000 Rollcontainer verlassen jährlich die Hallen und werden per LKW zu den Filialen und Partnern im ganzen Land transportiert. Innerbetrieblich sorgt eine Flotte von 100 elektrischen Flurförderzeugen für einen schnellen und effizienten Warenfluss. Da bei SPAR im Schichtbetrieb gearbeitet wird, müssen Stapler und Batterien für lange Einsatzzeiten ausgelegt sein. Wechselbatterien nutzt das Unternehmen nicht.
Bis vor kurzem verwendete SPAR zum Laden der Antriebsbatterien hauptsächlich Geräte mit 50-Hertz-Technologie. Die massiven Apparate beanspruchten eine Menge Platz, weswegen sie in einem separaten Raum im Untergeschoss untergebracht waren. „Diese Lösung war allerdings ziemlich umständlich“, erinnert sich Daniel Stohr, Bereichsleiter Warehouse. „Jeder Stapler musste einzeln per Lastenaufzug in den Laderaum gebracht und dort angeschlossen werden – bei so einer großen Flotte kommt da ein ganz schöner Zeitaufwand zusammen. Auch die Betriebs- und Wartungskosten für den Aufzug waren durch die ständige Auslastung erheblich.“ 
Die Verantwortlichen bei SPAR beschlossen deshalb, die Ladeinfrastruktur zu modernisieren. Auf einer Logistik-Fachmesse war das Unternehmen auf die österreichische Firma Fronius aufmerksam geworden: Fronius entwickelt für seine Kunden maßgeschneiderte Komplettsysteme rund um das Laden von Antriebsbatterien – immer mit dem Ziel, Energie und Kosten einzusparen und die Prozesse in der Intralogistik zu optimieren. „Gemeinsam haben wir zuerst einmal die Ist-Situation bei SPAR genau unter die Lupe genommen und daraufhin Lösungsvorschläge erarbeitet, um die Abläufe in der täglichen Arbeit zu verbessern“, erklärt Reto Baumgartner, Vertrieb Batterieladesysteme bei Fronius Schweiz. „Diese haben wir mit dem Kunden abgestimmt und schließlich zusammen umgesetzt.“

Platzsparend und normgerecht montiert

Die wichtigste Änderung bestand darin, die Batterieladetechnik aus dem Unter- ins Erdgeschoss zu verlegen, in den Arbeitsbereich der Staplerflotte. Dafür sind die Selectiva-Ladegeräte von Fronius prädestiniert: Sie sind wesentlich kleiner und leichter als die bisher verwendeten 50-Hertz-Geräte und lassen sich dadurch flexibel und platzsparend montieren. Fronius richtete bei SPAR mehrere dezentrale Ladebereiche ein, die für die Staplerfahrer einfach zu erreichen sind. Die Ladegeräte sind beispielsweise an der Wand angebracht – oder in einem Fall sogar über Kopf in die Stahlbaukonstruktion eines Hochregallagers integriert. Ein Federzug sorgt dafür, dass die Ladekabel nicht auf dem Boden liegen, wenn keine Batterie angeschlossen ist. „Bei allen Varianten haben wir selbstverständlich darauf geachtet, dass sämtliche Sicherheitsvorschriften und Normen eingehalten werden“, berichtet Baumgartner.
Zugute kommt den Mitarbeitern bei SPAR auch die externe Start-Stopp-Funktion der Ladegeräte. Denn damit müssen sie zum Laden der Batterien lediglich das Kabel anschließen – Einstellungen direkt am Gerät sind nicht erforderlich. Die Selectiva-Geräte erkennen automatisch Spannung, Kapazität und Zustand der angehängten Batterie und passen die Ladekennlinie entsprechend an. Ein Pilotkontakt im Stecker verhindert zudem, dass es bei einem vorzeitigen Trennen des Ladekabels zu einer Funkenbildung kommt – „schließlich kann beim Laden von Bleibatterien hochexplosives Knallgas freigesetzt werden“, schildert Baumgartner. Die Fronius-Technologie sorgt jedoch für maximale Sicherheit in den Lagerhallen – und gleichzeitig für eine einfache und fehlerfreie Bedienung.

Schonende Ladung erhält Kapazität der Batterien

Mit ihrem Ri-Ladeprozess versorgen die Selectiva-Geräte die Antriebsbatterien zudem besonders schonend und effizient mit Energie. Sie erfassen den Innenwiderstand (Ri) der Akkus, der von verschiedenen Faktoren wie deren Alter, Temperatur und Ladezustand abhängt – damit erhält jede Batterie genau die Ladung, die sie gerade benötigt. Das reduziert die schädliche Erwärmung auf ein Minimum, erhält die Kapazität der Batterien und verlängert ihre Lebensdauer. Gleichzeitig sind die Ladezeiten jetzt deutlich kürzer als vorher. „Die Verfügbarkeit unserer Flotte hat sich dadurch merklich erhöht“, erzählt Thomas Broder, Abteilungsleiter Technik Logistik bei SPAR. „Die Stapler müssen seltener die Ladestationen anfahren und sind auch schneller wieder einsatzbereit.
“Ein weiterer positiver Effekt sind die niedrigeren Betriebskosten. Zum einen ist der Energieverbrauch für das Laden der Flurförderzeuge mit den neuen Selectiva-Geräten bis zu 30 Prozent geringer. Zum anderen konnten Fronius und SPAR die Lebensdauer der Antriebsbatterien um rund ein Drittel verlängern – damit müssen die teuren Akkus seltener erneuert werden. Auch der Wasserverbrauch ist durch den schonenden Ladeprozess gesunken, was wiederum den Wartungsaufwand reduziert. „Die neue Ladeinfrastruktur ermöglicht uns deutliche Einsparungen“, zeigt sich Warehouse-Leiter Daniel Stohr zufrieden. „Darüber hinaus haben wir wertvollen Platz gewonnen.“

Kompetente Beratung von Anfang an

Insgesamt 35 Selectiva-Ladegeräte sind im Zentrallager von SPAR mittlerweile im Einsatz. Mit dem Ergebnis sind die Verantwortlichen rundum zufrieden – genau wie mit der Zusammenarbeit mit Fronius. „Wir wurden von Anfang an kompetent, konstruktiv und erfolgsorientiert beraten“, lobt Stohr. „Besonders positiv war für uns, dass wir von der Planung über die Umsetzung bis zum Betrieb einen festen Ansprechpartner hatten – das hat die Umstellung für uns sehr erleichtert.“ Auch dass Fronius individuell auf die Gegebenheiten bei SPAR eingegangen ist und eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt hat, ist für den Warehouse-Leiter eine Erwähnung wert. „Ich bin überzeugt, dass mit dieser guten Erfahrung Fronius auch bei künftigen Projekten unsere erste Wahl sein wird.“

www.spar.ch

Bild: Post

Experten stellen der Post und Matternet ein gutes Zeugnis aus – Drohnen heben wieder ab

Ab dem 27. Januar transportieren die Drohnen der Schweizerischen Post wieder Laborproben. Als erster Standort nimmt der Tessiner Spitalverbund den Betrieb wieder auf. Dies, nachdem die Post ihre Drohnen seit Mai 2019 am Boden hielt und die Sicherheitsprozesse des Drohnenbetriebs von unabhängigen Aviatik-Experten durchleuchten liess. Nach Abschluss ihrer Untersuchungen bescheinigen die Experten der Post und dem Drohnenentwickler Matternet ein hohes Sicherheitsniveau. Die Experten geben vier Empfehlungen ab. Die Post und Matternet haben bereits begonnen, sie umzusetzen.

Die Post und der Drohnenentwickler Matternet transportieren ab dem 27. Januar 2020 wieder regelmässig Laborproben mit einer Drohne. Der Tessiner Spitalverbund EOC in Lugano nimmt als erster Standort in der Schweiz den Flugbetrieb wieder auf. Mit der Drohne sind wichtige Laborproben in Lugano bis zu 45 Minuten schneller am Ziel als mit dem Autokurier.

Die Post und Matternet hatten nach zwei Vorfällen im Jahr 2019 beschlossen, die Drohnen in der ganzen Schweiz am Boden zu halten. Die Post rief einen unabhängigen Expertenrat von erfahrenen Aviatikspezialisten ins Leben. Dieser hat den Betrieb und die Sicherheitsprozesse in den vergangenen rund 5 Monaten kritisch überprüft. Die Experten erhielten umfassend Einblick in die Prozesse und Dokumente von Matternet.

Experten attestieren hohes Sicherheitsniveau

Im Dezember 2019 hat der Expertenrat seine Untersuchungen abgeschlossen. Er stellt der Post und Matternet grundsätzlich ein gutes Zeugnis aus: «Wir attestieren der Post und Matternet einen hohen Sicherheitsstandard und ein starkes Sicherheitsbewusstsein. Die untersuchten Prozesse waren bereits vor den Zwischenfällen auf einem hohen Niveau. Es liegen keine Bedenken vor, die gegen die Wiederaufnahme des Flugbetriebs sprechen», sagt Prof. Michel Guillaume, Leiter des Zentrums für Aviatik der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Mitglied des Expertenrats. 

Experten geben Verbesserungsvorschläge ab

Um die Sicherheit weiter zu stärken, geben die Experten vier Empfehlungen ab: 

- Matternet soll die Vorgaben des BAZL und der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (SUST) umsetzen, die nach dem Vorfall vom 9. Mai 2019 ausgesprochen wurden. Diese Anpassungen sind bereits erfolgt. Zusätzlich hat Matternet in den letzten Monaten weitere Verbesserungen an der Drohne vorgenommen. Zum Beispiel wurde das Flugsystem angepasst. Die Drohne bleibt bei Wind nun noch stabiler. Die umgesetzten Massnahmen reichen über die Sicherheitsempfehlungen des BAZL und der SUST hinaus.


- Die Post und Matternet sollen bis Ende März 2020 eine unabhängige Aufsichtsfunktion über die sicherheitsrelevanten Prozesse etablieren. 

- Die Post soll noch mehr Einfluss auf den Drohnenbetrieb nehmen. Beispielsweise soll sie gegenüber Matternet ein Informations- und Auditrecht etablieren.

- Matternet soll die eigenen bestehenden Sicherheitsprozesse weiter stärken, etwa durch die Rekrutierung eines Head of Safety, wie es in der kommerziellen Luftfahrt üblich ist. 

Die Post und Matternet haben bereits Schritte eingeleitet, um diese Empfehlungen umzusetzen. So wird beispielsweise der Expertenrat die Post im Thema Drohnen weiterhin unabhängig beraten. 

Fallschirmlandung als zentrale Sicherheitsmassnahme

Auch wenn die Sicherheitsvorkehrungen hoch sind, in der Fliegerei gibt es kein Nullrisiko. Um das Restrisiko so gering wie möglich zu halten, leitet die Drohne kontrollierte Fallschirmlandungen ein, wenn sie von definierten Normalwerten abweicht. «Diese Kriterien sind klar definiert. Zum Beispiel ist der Flugkorridor, in dem sich die Drohne bewegen darf, Teil eines Sicherheitskonzepts, das zusammen mit dem BAZL ausgearbeitet wurde. Fallschirmlandungen sind deshalb ein zentraler Sicherheitsmechanismus, gehören zum Betrieb und werden auch künftig vorkommen», sagt Prof. Michel Guillaume. 

Die Post begeht in der unbemannten Transportfliegerei neue Wege: Matternet und die Post etablieren gemeinsam mit den zuständigen Behörden und Kunden Standards und tragen so zur Weiterentwicklung der Technologie in der Schweiz bei. Die angepasste Drohne hat seit Mai 2019 über 2’000 Testflüge in der Schweiz absolviert. Dabei legte sie über 17 000 Kilometer zurück. Dies entspricht mehr als 13 000 Flügen zwischen den beiden Spitälern in Lugano. 

www.post.ch

EML - Erste schweizerische Fachzeitschrift für das Material-Management

Bild: Ford

CES 2020 in Las Vegas: Ford zeigt humanoiden Roboter Digit zur Erforschung zukünftiger Liefer- und Lagerlogistik

Das amerikanische Unternehmen Agility Robotics bringt Digit auf den Markt, einen kollaborativen Roboter mit Armen und Beinen. Ford wird als erster Kunde gleich zwei dieser Roboter erwerben. Die bereits bestehende Partnerschaft zwischen Agility Robotics und Ford soll Möglichkeiten erkunden, wie Nutzfahrzeugkunden, einschließlich autonomer Fahrzeugunternehmen, die Lagerhaltung und Warenlieferung effizienter und erschwinglicher gestalten können. 

Wichtige Anwendungen für die weitere Forschung sind die Lagerlogistik und die Lieferung auf den letzten 15 Metern bis zur Haustür. Die Tests werden sich auch darauf konzentrieren, wie Ford-Nutzfahrzeuge und Digit dank fortschrittlicher Konnektivitäts-Technologie miteinander und mit ihrer Umgebung interagieren. Zum Beispiel lässt sich cloudbasiertes Kartenmaterial, das von Ford-Fahrzeugen mit Digit geteilt wird, fortlaufend aktualisieren, sodass nicht derselbe Informationstyp immer wieder neu erstellt werden muss. Als lernfähiger Roboter eignet sich Digit ideal für Paketzustellungsdienste und kann über die vernetzten Kommunikationskanäle im Bedarfsfall bei unerwarteten Ereignissen sogar um Hilfe bitten. 

"Da der Online-Handel weiterhin wächst, glauben wir, dass Roboter unseren gewerblichen Kunden helfen können, indem sie die Lieferungen effizienter und für uns alle erschwinglicher machen", sagte Ken Washington, Vice President, Ford Research and Advanced Engineering and Chief Technology Officer. "Wir haben im Zuge der Arbeit mit Agility Robotics viel gelernt, jetzt können wir unsere Forschungsarbeit mit kommerziell einsetzbaren Robotern beschleunigen." 

Seit der erste Prototyp des Digit im Mai letzten Jahres gezeigt wurde, hat Agility Robotics ihn ausgiebig getestet, das Design verfeinert und Funktionen hinzugefügt, um für die Produktion und den Verkauf an Kunden bereit zu sein. Zu den Upgrades und Verbesserungen gehören fortschrittlichere Füße, die es dem Roboter ermöglichen, auf einem Fuß zu balancieren und Hindernisse zu meistern, sowie neue Sensoren und eine leistungsstärkere Computerhardware. 

"Wir freuen uns über die technischen Fähigkeiten und die verbesserte Beinmobilität von Digit", sagte Dr. Jonathan Hurst, CTO von Agility Robotics. "Videos zeigen hervorragende Ergebnisse unter Laborbedingungen. Nun ist dieser Roboter bereit, um in die echte Welt hinauszugehen und praktische Anwendungsfälle zu erforschen." 

Von August 2017 bis Juli 2019 verkaufte Agility Robotics seinen bahnbrechenden Roboter Cassie als zweibeinige Forschungsplattform, in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 wurde die Produktion auf den moderneren Digit umgestellt. 

"Digit ist ein wichtiger Meilenstein für unser Unternehmen", sagte Dr. Damion Shelton, CEO von Agility Robotics. "Zum ersten Mal wird ein solcher Roboter für Kundenanwendungen in einer Vielzahl von Branchen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich verfügbar sein. Wir freuen uns darauf, in den kommenden Monaten unsere Arbeit sowohl bei logistischen als auch bei nicht logistischen Aufgaben zu präsentieren." 

Der humanoide Roboter wurde für den aufrechten Gang entwickelt, so dass er die gleiche Umgebung wie ein Mensch durchqueren kann. Das einzigartige Design ermöglicht es Digit außerdem, sich zusammenzufalten, um einfach im hinteren Teil eines Fahrzeugs gelagert zu werden, bis der Roboter tatsächlich zum Einsatz kommt. Sobald ein Fahrzeug am Ziel angekommen ist, kann Digit ein Paket aus dem Fahrzeug holen und die letzten Schritte im Auslieferungsprozess selbsttätig durchführen. Wenn er auf ein unerwartetes Hindernis stößt, kann der Roboter ein Bild zurück an das Fahrzeug senden, um zusätzliche Rechenleistung zu nutzen. Das Fahrzeug könnte diese Informationen sogar in die Cloud senden und Hilfe von anderen Systemen anfordern, damit Digit neu navigieren kann. Das geringe Gewicht von Digit trägt auch dazu bei, dass seine Akkus eine lange Laufzeit haben, was für kontinuierlich arbeitende Lieferunternehmen unerlässlich ist. 

Zwei Prototypen des Roboters Digit werden vom 7. bis 10. Januar in Las Vegas auf dem Ford-Stand der Consumer Electronics Show (CES) 2020 zu sehen sein. 

Mehr Informationen zur Partnerschaft von Ford und Agility Robotics finden Sie unter https://www.agilityrobotics.com/ford-partnership

Bild: Designwerk 

Elektrische Müllfahrzeuge für Basel kommen von Futuricum

Elektrische Recyclingfahrzeuge sind nicht nur leise und abgasfrei, sondern auch ökonomisch. Über die gesamte Lebensdauer gerechnet sind sie gleich teuer wie ihre dieselbetriebenen Pendants. Zu diesem Resultat kommt das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt nach einer öffentlichen Ausschreibung. Der Auftrag für die Lieferung von zwölf Fahrzeugen geht an die Schweizer Nutzfahrzeugmarke Futuricum.

Dem Stadtkanton Basel kommt in der Elektromobilität eine schweizweit einzigartige Vorreiterrolle zu. Gemäss dem kantonalen Gesamtkonzept Elektromobilität, wird auch das Tiefbauamt innerhalb der nächsten fünf Jahren 90 Prozent seiner Fahrzeuge – vom Kleinfahrzeug- bis zum Lastkraftwagen – elektrisch betreiben. Nun erreichen 20 grosse Müllfahrzeuge des Tiefbauamts allmählich das Ende ihrer Lebensdauer. Für den Ersatz der ersten zwölf Fahrzeuge und die Beschaffung von Ladestationen hat der Grosse Rat im letzten Jahr rund 19 Millionen Franken gesprochen.

Rheinstädter überrascht von Einsparungen

Für die Beschaffung hat das zuständige Departement im April 2019 eine internationale Ausschreibung über vollelektrische 3-Achser Müllfahrzeuge gestartet. An der Ausschreibung hat sich auch die Winterthurer Unternehmung Designwerk Products AG mit ihrer Nutzfahrzeugmarke Futuricum beteiligt. Mit der Vertragsunterzeichnung vom 22. Januar 2020 erhielt diese nun den Zuschlag für die Lieferung der ausgeschriebenen Fahrzeuge. Die Kosten für die Beschaffung und den Betrieb sorgten dabei in Basel für eine Überraschung: Entgegen den Erwartungen ist der Kauf für den Stadtkanton rund 30 Prozent, beziehungsweise 3.5 Millionen günstiger als erwartet.

Über den gesamten Lebenszyklus von Anschaffung, Unterhalt und Betrieb betrachtet sind die elektrischen Fahrzeuge nahezu gleich teuer wie Dieselfahrzeuge. Die initialen Investitionen sind zwar höher, bei den Betriebskosten können hingegen rund 80% eingespart werden. Im Gegensatz zu Dieselfahrzeugen verursachen die E-LKW keine lokalen Schadstoffemissionen und leisten einen Beitrag zur Lärmreduktion in der Innenstadt.

Erste Lieferungen noch im Jahr 2020

Die ersten zwei Fahrzeuge sollen bis Ende 2020 in Basel eintreffen. Zehn weitere werden gestaffelt bis Mitte 2021 geliefert. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um das Modell Collect 26E. Designwerk baut dieses auf Basis eines Fahrzeugs der Baureihe FM der Partnerunternehmung Volvo Trucks. Die Aufbauten stammen von der Contena-Ochsner AG, wobei auch diese elektrisch betrieben werden. Die elektrischen Kehrichtfahrzeuge werden an sechs Standorten der Stadtreinigung sowie in der Werkstatt des Tiefbauamts über Nacht aufgeladen. In Basel tanken die Fahrzeuge zu hundert Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen.

www.designwerk.com

Bild: SENSOR+TEST

Eine ganz besondere Symbiose: SMSI Conference und SENSOR+TEST 2020

Die Erfolgsgeschichte der wissenschaftlichen Konferenzen im Bereich der Sensorik und Messtechnik zur SENSOR+TEST reicht mehr als 30 Jahre zurück. Vom 22.-25. Juni 2020 wird nun mit der SMSI 2020 – Sensor and Measurement Science International Conference die nächste Stufe erklommen. Nationale und internationale Wissenschaftler, Entwickler und Experten schätzen dabei besonders die Symbiose mit der parallel stattfindenden Messe, auf der sie ihren Innovationsdialog ideal fortsetzen können.

Seit vielen Jahren wird das weltweit führende Forum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik SENSOR+TEST (www.sensor-test.de) von unterschiedlichen, hochkarätigen Kongressen begleitet. Zu nennen sind hier u.a. die AMA Kongresse SENSOR und IRS2, die Fachtagung Sensoren und Messsysteme sowie die ettc European Test and Telemetry Conference. Die zahlreichen Teilnehmer schätzen, neben den spannenden Vorträgen aus Forschung und Entwicklung, vor allem auch die Nähe zur parallel stattfindenden Leitmesse. Dort können sie sich die wichtigsten Neuheiten und Entwicklungen live vor Ort anschauen, mit Experten in den Innovationsdialog treten und neue Partnerschaften gründen.

Das Jahr 2020 ist für die SENSOR+TEST (23. bis 25. Juni) ein ganz besonderes, wird sie doch von einem neuen hochwertigen Kongress begleitet: SMSI - Sensor and Measurement Science International Conference.

Diese feiert 2020 ihre Premiere und wird bereits am Vortag der Messe (22. Juni) mit Tutorials, der Eröffnung mit Verleihung des AMA Innovationspreises und einem ersten Networking für die Teilnehmer beginnen, bevor es dann vom 23.-25. Juni 2020 in die drei Themenblöcke „Sensors and Instrumentation“, „Measurement Science“ und „System of Units and Metrological Infrastructure“ geht.

Das neue Format hat es in sich, denn es vernetzt nationale und internationale Vertreter aus Forschung, Wissenschaft, Industrie und staatlichen Institutionen. Die SMSI Conference bietet eine Plattform für den Austausch der neuesten Forschungsergebnisse. Anbieter wie Anwender werden fundierte Einblicke erhalten, die sie dann, nur ein paar Schritte entfernt, auf der SENSOR+TEST in den Messehallen 1, 2 und 3C mit den Experten der Aussteller diskutieren können.

„Mit der SMSI Conference wird die SENSOR+TEST ihren Erfolg bei Kongressen nicht nur fortsetzen, sondern zusammen mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft sowie aus den nationalen und internationalen Messinstituten zu einer der weltweit und wissenschaftlich führenden Veranstaltungen entwickeln“, ist Prof. Dr. Gerald Gerlach, Vorsitzender des Kongressausschusses, überzeugt.

Noch bis zum 31. Januar 2020 können interessierte Autoren und Wissenschaftler ihre Beiträge unter www.smsi-conference.com/call-for-papers einreichen.

www.sensor-test.de

Einladung zum Netzwerkanlass am 21.11.

«Seidenstrasse – One Belt, One Road: Herausforderungen und Chancen für Schweizer Unternehmen»: Unter diesem Titel lädt Sulser Transport am Donnerstag, 21. November 2019 zu einem Netzwerkanlass. Los geht es um 18.00 Uhr in der Event-Gastronomie «Spedition» (Merker-Areal), Bruggerstrasse 37, 5400 Baden. Alle Leser sind herzlich eingeladen. Anmeldung unter undefinedmarketing(at)sulsergroup.ch oder Tel. 044 847 46 45 – die Platzzahl ist beschränkt! Anmeldeschluss ist der 15. November 2019.

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Betriebseinrichtungen und Lager: Aufbewahrungsmöglichkeiten für Werkzeug

Eine durchdachte Lagerung des Werkzeugs in Betriebseinrichtungen dient nicht nur der Übersicht, sondern auch der Rechtssicherheit. Materialien und Werkzeuge sollen griffbereit sein und stets funktionieren. Besonders bei empfindlichen Geräten ist daher eine sachgerechte Aufbewahrung wichtig. Daher stellt sich die Frage nach der optimalen Einrichtung des Lagers für sämtliche Anforderungen.

Lagerung in Betriebseinrichtungen: Bestimmungen und Prüfpflichten

Wichtige Bestimmungen zur Lagerung in Betriebseinrichtungen finden sich zum einen in der SN EN 15635 und zum anderen in den BGR 234 (Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, BG-Regeln, ehemals ZH1/428). Hinsichtlich der Lagerung von Werkzeug und Materialien sind Arbeitgeber in der Schweiz zu regelmässigen Inspektionen verpflichtet. Mindestens alle 12 Monate muss eine dazu qualifizierte Person Lager- und Regalanlagen überprüfen.

Hierbei legt die Norm SN EN 15635 die Grenzwerte für die Gefährdungsbeurteilung fest und definiert Art und Umfang der Kontrollen. Nach dieser Norm sowie den BGR 234 sind Regalanlagen im Sinne der Sicherheit der Mitarbeiter sowie der Kunden regelmässig zu prüfen. Ebenso zielt die Überprüfung auf die Reduktion des Risikos von Sachschäden an den Materialien und Einrichtungen.

Die Bestimmungen sind vor dem Hintergrund erlassen worden, dass bereits scheinbar leichte Beschädigungen der Regalrahmen die Tragfähigkeit massiv reduzieren können. Damit steigt die Unfallgefahr erheblich an. Probleme wie Verdrehungen oder Stauchungen an Regalsystemen können ohne Inspektion unentdeckt bleiben und zum erheblichen Problem für die Arbeitssicherheit werden. Um mögliche Unfälle zu vermeiden, dienen die regelmässigen Inspektionen der Gewährleistung der Sicherheit. Im Wortlaut sind gemäss SN EN 15635 Überprüfungen in Abständen von nicht mehr als 12 Monaten von fachkundigen Personen durchzuführen. Diese führen Sichtkontrollen auf Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien nach der Norm vor. Ebenso überprüfen sie die Lagereinrichtungen auf erkennbare Schäden, Fehler oder Deformationen. Bei Regalanlagen erfolgt ein Abgleich der Belastungsschilder. Am Ende der Kontrolle steht ein schriftlicher Bericht inklusive Vorschlägen (Inspektionsprotokoll) sowie im Idealfall die Inspektionsplakette.

Empfindliche Werkzeuge und ihre Aufbewahrung

Empfindliche Messgeräte und andere Werkzeuge bedürfen besonderer Sorgfalt in der Lagerung und Aufbewahrung. Dies gilt insbesondere für Präzisionsinstrumente. Eine nachlässige Lagerung kann zu falschen Messergebnissen oder sonstigen Schäden an den Instrumenten führen. Besondere Aufmerksamkeit ist bei aufwändigen elektronischen Geräten und Bauteilen geboten. Auch alle Arten von Messwerkzeuge müssen im Sinne korrekter Ergebnisse sorgfältig aufbewahrt werden. So gilt es etwa bei Wasserwaagen darauf zu achten, dass sie frei von Schmutz sind. Nur unter dieser Voraussetzung ist eine exakte Messung überhaupt möglich.

Weiterhin gilt für Metalle im Allgemeinen besondere Vorsicht. Werkzeuge oder Bauteile aus Metall sind vor Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen, damit sie nicht korrodieren. Die Bildung von Rost oder Grünspan ist meist ein Ergebnis unsachgemässer Lagerung. Insbesondere eine zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Oxidation. Diese schränkt nicht nur die Funktion ein, sondern kann durch das porös werdende Material eine Gefahr für die Sicherheit darstellen.

Lässt sich die Luftfeuchtigkeit nicht senken, ist eine andere Aufbewahrungsart der Metall-Bauteile in Betracht zu ziehen. Eine Alternative ist etwa ein verschliessbarer Metallschrank. Weiterhin ist gerade bei metallenen Teilen darauf zu achten, dass überstehende Ecken und Kanten keine Gefahrenquelle darstellen.

Betriebseinrichtungen und die Aufbewahrung des Werkzeugs

Allgemein stehen bei der Einrichtung von Werkzeuglagern und Betriebseinrichtungen die Funktionalität sowie die Sicherheit im Fokus. Besonders in grösseren Werkstätten und Montageeinrichtungen sollte das wesentliche Arbeitsmaterial stets griffbereit sein. Werkzeuge, Bauteile und Zubehörsind an den Stellen aufzubewahren, wo sie tatsächlich benötigt werden. Bestimmte Werkzeuge sind in bestimmten Arbeitsschritten erforderlich. Daher empfiehlt es sich, sie in entsprechenden Aufbewahrungsmöglichkeiten und in der richtigen Reihenfolge zu lagern.

Bei der Ausstattung der Betriebsstätte mit Lager- und Aufbewahrungsmöglichkeiten, sollten zunächst konkrete Bedürfnisse analysiert werden. Zur Grundausstattung gehören Werkzeugschränke, Regalsysteme oder Lochwände. Spezielle Gegenstände für die Lagereinrichtung wie Behälter oder Transportkisten werden vom B2B-Versandhandel gaerner angeboten. Über die Wahl der Ausstattung hinaus ist es wichtig, den Inhalt der Schränke und Regale regelmässig zu überprüfen. Werkzeug und Material müssen den jeweils aktuellen Anforderungen genügen.

Organisation eines Werkzeuglagers

Auf vielerlei Art lassen sich Lager und darin befindliche Werkzeuge platzsparend organisieren und aufbewahren. Eine funktionale Grundlage sind durchdachte Werkzeugschränke. Am richtigen Ort platziert, haben Beschäftigte das erforderliche Werkzeug stets zur Hand. Weiterhin haben abschliessbare Werkzeugschränke den Vorteil, dass auch empfindliche und teure Werkzeuge einen sicheren Platz darin finden.

Eine praktische Ergänzung sind Lochwand-Systeme. Entnommene Werkzeuge lassen sich für den konkreten Einsatz über die Lochwände am Einsatzort bereitstellen. Lochwände ermöglichen eine freie Wahl der Aufbewahrung, sodass sich Werkzeuge jeweils bezogen auf den aktuellen Arbeitsschritt dort zwischenlagern lassen. Sie können entweder fest installiert oder frei beweglich sein. Eignet sich der Ort nicht zur Anbringung, gibt es Alternativen in Form von Schubkästen oder anderen Ablagen, die ebenso eine strukturierte Ablage der Werkzeuge ermöglichen.

Dort, wo es besonders auf Mobilität ankommt, erweisen sich Werkstattwagen als vorteilhaft. Gerade in grossen Montagehallen müssen Beschäftigte häufig an mehreren Orten bestimmte Arbeitsschritte verrichten. Werkstattwagen lassen sich zwischen den Einsatzorten frei hin- und herbewegen. Auch in kleineren Betriebseinrichtungen können Werkstattwagen aufgrund ihrer kompakten Grösse vorteilhaft sein. Dort können sie bei ausreichender Bestückung grössere Regal- oder Schranksysteme ersetzen.

Noch platzsparender sind Werkzeugkoffer und -trolleys. Diese eignen sich auch für den Ausseneinsatz sowie auf Reisen. Bei der Auswahl gilt es, auf ausreichend Platz für das benötigte Werkzeug zu achten. Es sollten spezielle Fächer für die benötigten Geräte und Materialien vorhanden sein. Es empfiehlt sich, Werkzeugkoffer bereits vorab so zu bestücken, wie es der jeweilige Arbeitseinsatz erfordert. Mitarbeiter führen im Idealfall nur genau das Werkzeug mit sich, das auch benötigt wird und verzichten auf das überflüssige Gewicht. Im Sinne der Übersicht können für verschiedene Einsatzorte oder Arbeitsschritte mehrere Werkzeugtaschen oder -koffer ausgestattet werden.

Regal- und Schranksysteme für alle Einsatzbereiche

Bei der Lagereinrichtung erweisen sich Schränke und Regalsysteme als vorteilhaft zur Aufbewahrung verschiedener Materialien und Werkzeuge. Hierbei sind die Anforderungen der aufbewahrten Dinge zu berücksichtigen, insbesondere die Lastgrenzen. Regale erfordern im Sinne der Sicherheit und zur Einhaltung rechtlicher Bestimmungen eine hinreichende Stabilität. Dem hohen Gewicht vieler Werkzeuge müssen die Regale standhalten. In Abhängigkeit der Erfordernisse können Schwerlastregale erforderlich sein, die dank spezieller Traversen und Stützrahmen ein hohes Maß an Steifigkeit und Sicherheit bieten.

Regal- und Schranksysteme lassen sich individuell kombinieren. Auch Erweiterungen sind bei den meisten Systemen problemlos möglich. Wachsen die Anforderungen und mit ihnen die Betriebsausstattung, so wächst das Regalsystem mit.

 

 

 

«Cobots – Problemlöser für KMUs?»

 

Cobots oder Kollaborative Roboter beschäftigen die Forschung und die Fachleute in den verschiedensten Branchen der Industrie. An der automation & electronics vom 5. bis 6. Juni in Zürich nimmt das Thema eine zentrale Rolle in der Diskussion unter den Fachleuten auf dem Gebiet der Automatisierung ein. Die FHNW in Brugg-Windisch ist einer von über 100 Ausstellern und präsentiert an der Messe unter anderem ein eigenes Cobot-Projekt. Im Trendinterview erklärt Prof. Dr. Thomas Besselmann, was die Besucher erwartet und wie sich kollaborative Roboter im Alltag bewähren.

Mit der Entwicklung von Cobots sind derzeit grosse Erwartungen verknüpft. Welche Rolle nimmt sie in der wissenschaftlichen Arbeit an Ihrem Institut ein?

Thomas Besselmann: Unser Institut beschäftigt sich mit unterschiedlichen Aspekten der Automatisierung. Wir nutzen unsere Expertise, um für KMU passende Lösungen für ihre Probleme bei der Automatisierung zu entwickeln. Die Robotik verstehen wir dabei als Werkzeug, um Prozesse zu automatisieren. In der Robotik steht umsatzmässig nach wie vor die Sparte der klassischen Industrieroboter im Vordergrund. Uns interessiert die Frage, in welchen Situationen Cobots einen Vorteil gegenüber den Industrierobotern haben. Um diese Frage zu untersuchen, haben wir etwa vor 15 Monaten einen Cobot Typ «Panda» von Franka Emika angeschafft, der unter anderem in einer Bachelor-Arbeit verwendet wurde. Dieses Jahr zeigen wir einen Messestand mit diesem Cobot an der automation & electronics.

Wie arbeitet es sich mit einem Cobot?

Das Modell, für das wir uns entschieden haben, lässt sich sehr einfach steuern. Die Bewegungen werden per App über den Webbrowser programmiert. Es ist keine Zeile Code notwendig, um diesen Roboter bedienen zu können. Er kann also nicht nur von Programmierern benutzt werden, sondern auch von Produktionsmitarbeitern. Das halte ich für noch wichtiger als die Sicherheitsstandards, auf die im Zusammenhang mit Cobots verwiesen wird. Häufig beobachten wir bei Industriepartnern, dass sie einen kollaborativen Roboter kaufen, ihn jedoch getrennt von den Mitarbeitern einsetzen. Der Grund, warum sie trotzdem keinen Industrieroboter nutzen, ist häufig, dass der Cobot einfacher zu programmieren ist.

Für welche Anwendungen ist der Cobot prädestiniert?

Kollaborative Roboter eignen sich für einfache Aufgaben, die häufiger umprogrammiert werden müssen. Das bedeutet im Wesentlichen, dass sie nicht mehrere tausend Mal die gleiche Bewegung ausführen, sondern vielleicht nur hundert Mal. Für kleinere Losgrössen, mit denen es KMU zu tun haben, sind Cobots auf jeden Fall interessant. Sie können auch mal über Nacht laufen und am nächsten Tag eine komplett neue Aufgabe erledigen. Die häufige Umprogrammierung ist mit dem klassischen Industrieroboter nicht amortisierbar. Pick&Place-Anwendungen und die Handhabung von Werkstücken sind im Grunde die hauptsächlichen Anwendungsgebiete. Häufiges wird hier eine tiefere Genauigkeit toleriert. Hingegen ist es zum Beispiel bei Schweissarbeiten sehr wichtig, dass die Bahn genau abgefahren wird. Dort wie auch bei der Geschwindigkeit sind dann wieder die Industrieroboter im Vorteil.

Welche Komponenten stellen sicher, dass sich Mitarbeiter und Cobot nicht in die Quere kommen?

Der Cobot Typ «Panda» von Franka Emika verfügt an jedem Gelenk über Drehmoment-Sensoren. Diese Sensoren messen die Belastung der Gelenke. Wenn der Cobot beispielsweise eine Person berührt, baut sich in den Gelenken Druck auf, was wiederum von den Drehmoment-Sensoren aufgezeichnet wird, und der Roboter hält an. So kann sichergestellt werden, dass die Kollaboration immer sicher vonstattengeht. Ausser dem Drehmoment-Sensor gibt es noch weitere Sicherheitskonzepte wie z.B. Kamerasysteme, die optisch überprüfen ob sich etwas im Arbeitsbereich befindet.

Digitalisierung, Vernetzung und IoT sind die grossen Trendthemen. Wie trägt ihr Projekt mit dem Cobot dazu bei, diese Entwicklungen in KMU zu unterstützen?

Unser Projekt ist in der Automatisierung hilfreich, die ein Teilaspekt der Digitalisierung ist. Ein grosser Vorteil der Cobots ist, dass sie dazu beitragen, die Produktion mit kleineren Losgrössen flexibler zu gestalten. Hersteller in allen Sparten müssen darauf reagieren, dass ihre Kunden immer adaptivere Lösungen wünschen, was dazu führt, dass die Losgrössen kleiner werden. Darüber hinaus sehen wir bei der Zusammenarbeit mit unseren Industriepartnern zwei weitere gewünschte Anforderungen. Die eine ist die Automatisierung von einfachen sich wiederholenden Prozessen. Die zweite ist das Vereinfachen von Aufgaben. Die Industrie will wie erwähnt häufig Roboter, die einfacher zu programmieren sind.

Wie beurteilen Sie die Umsetzung der Trendthemen in der Automatisierung in der Schweiz?

Ich bin beeindruckt, wie weit die Schweizer Firmen auf diesem Gebiet sind und wie innovationsfreudig und auch durchsetzungsstark sie auf dem Markt agieren. Die Unternehmen gehen auch mal mutige Wege.

Cobots wecken andererseits auch Vorbehalte. Zum Beispiel, wie viele Arbeitsplätze durch die Entwicklung überflüssig werden – braucht es in zehn Jahren noch Menschen, die arbeiten?

Das ist eine sehr interessante Frage. Der Ökonom John Maynard Keynes sagte 1930 voraus, dass im Zuge der technischen Entwicklung der Reichtum der Menschen grösser wird und dass die Leute aufgrund des geschaffenen Wohlstands Jahr für Jahr weniger arbeiten müssen. Bis Ende der siebziger Jahre stimmte diese Vorhersage, aber seitdem hat sich das Blatt gewendet und die Arbeitszeiten begannen wieder zu steigen. Jetzt kann man sich natürlich fragen, wo wir falsch abgebogen sind, denn dieser Trend hält an. Und es ist wirklich eine wichtige Frage, wo die Gesellschaft da eigentlich hintreibt. Ich persönlich würde es begrüssen, wenn die Menschen es sich leisten könnten, weniger zu arbeiten. Ich glaube, das ist ein Ziel, das wir verfolgen sollten.

Kürzlich «moderierte» eine Roboterdame eine Bühnenshow in Asien…

Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, was durch die Arbeit eines spezialisierten Forscherteams erreicht werden kann. Jedoch sollte man diese Ergebnisse eher als Leuchtturmprojekte sehen. Die in der industriellen Praxis eingesetzten Roboter unterscheiden sich sehr stark von den in den Medien gerne gezeigten sozialen Roboter. Und auch die sozialen Roboter, die man gegenwärtig kaufen kann, reichen lange nicht an die Fähigkeiten heran, die von den Forschergruppen mit viel Aufwand erreicht werden.

Wie beurteilen Sie den Arbeitsmarkt für Programmierer und Spezialisten?

Unsere Absolventen haben hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt, die Berufsaussichten für Systemtechniker und Automationsspezialisten sind nach wie vor sehr gut. Das ist nicht grossartig anders als vor 20 Jahren, denke ich.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie an die automation & electronics?

Wir freuen uns sehr auf die Teilnahme. Natürlich wollen wir mit unserem Auftritt grundsätzlich Begeisterung wecken für die Technik. Wir werden gerade junge Leute ansprechen und denken, dass das am besten durch die Interaktion mit einem kollaborativen Roboter geht. Dieser wird eine Pick&Place-Anwendung vorführen, die beispielsweise darin bestehen könnte, dass er dem Besucher eine Visitenkarte überreicht. Daneben können wir uns an der Messe auch mit unseren Kollegen aus der Praxis austauschen. Wir sehen die automation & electronics als grossartige Möglichkeit, Kontakte zu sammeln und bestehende zu stärken. Die verschiedenen Branchen an der Messe erhalten einen guten Eindruck, wer wir sind.

Registrieren Sie sich noch heute mit dem Gutschein-Code «3081» für die automation & electronics 2019 und sichern Sie sich Ihr kostenloses Eintrittsticket zum Eintritt in die Welt der Automation, Digitalisierung und des Internet of Things.

www.automation-electronics.ch

Der neue Verpackungskatalog ist da!

Schweizer Verpackungskatalog 2019 als Printversion zum Vorzugspreis bestellen

Der neue Verpackungskatalog 2019 ist ab sofort erhältlich. Auch in der 73. Ausgabe widmet sich das bewährte Schweizer Branchen-Jahrbuch dem Verpacken in all seinen Facetten. Der aktuelle Katalog kann als hochwertige Printversion zum Vorzugspeis von CHF 39 inklusive Versandkosten bestellt werden.

Seit drei Generationen begleitet der Schweizer Verpackungskatalog Fach- und Führungskräfte bei der Auswahl ihrer Partner für Lösungen rund um die Verpackung. Der übersichtliche Aufbau der Verzeichnisse führt zielgenau zu den Anbietern, die redaktionellen Beiträge beschreiben die aktuellen Trends und zeigen Produkte, Systemlösungen und Beispiele aus der Praxis. Damit ist der Katalog Wegweiser, Ratgeber und Fachmagazin in einem: ein Kompendium mit Langzeitwirkung und hohem Nutzwert.

Die nächste Ausgabe des Schweizer Verpackungskatalogs erscheint Anfang 2020.

Bestellung und Kontakt:

Laupper AG
Postfach 631
4410 Liestal
Tel. 061 338 16 16

undefinedverpackungskatalog(at)laupper.ch

 

 

»Digital Logistics Award« − Wettbewerb für Logistik-Start-ups und -Start-ins geht in die zweite Runde

Nach einem erfolgreichen Start konkurrieren auch in diesem Jahr wieder mehrere innovative Teams um den »Digital Logistics Award«. Der 2017 vom »Digital.Hub Logistics« neu ins Leben gerufene Logistik-Award wird dieses Jahr zum zweiten Mal im Rahmen des »Zukunftskongress Logistik – 36. Dortmunder Gespräche« verliehen.

Der vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und vom EffizienzCluster LogistikRuhr veranstaltete Zukunftskongress Logistik hat nach über 35 Jahren längst seine eigenen Traditionen. Mit der Verleihung des Digital Logitsics Award etabliert sich am 11. und 12. September 2018 nun eine weitere. Am ersten Kongresstag stellen insgesamt acht Start-ups und Start-ins ihre möglichst innovativen digitalen Logistiklösungen für Produktion, Handel, Farm & Food, den Finanzsektor und weitere Branchen vor. Die Sieger küren die Teilnehmer des Kongresses mit einer Abstimmung direkt vor Ort. Mit der Auszeichnung möchte der »Digital.Hub Logistics« kreative Business-Lösungen für die digitale Arbeitswelt in der Logistik würdigen und fördern.

Der Digital Logistics Award ist eine der höchst dotierten Auszeichnungen in der logistischen Start-up-Szene. Um die eigene Geschäftsidee weiter voranzutreiben und am Markt zu platzieren, erhält der erste Platz 30 000, der zweite 15 000 und der dritte 5000 Euro. Doch auch die fünf übrigen Finalisten gehen nicht leer aus: Alle acht Teams erhalten schon vorab zwei Freikarten für die Teilnahme am Zukunftskongress Logistik und eine kostenlose Ausstellungsfläche vor Ort. Darüber hinaus erhalten sie die Chance, vor mehr als 500 Entscheidern der Logistikbranche zu pitchen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Der Award wird ausgelobt von der Duisburger Hafen AG, dem Fraunhofer IML und der EffizienzCluster Management GmbH.

Teilnehmen können Start-ups, deren Gründungsjahr nicht vor 2015 liegt, sowie Start-ins (Innovationsteams innerhalb eines Unternehmens), die in ihrem Unternehmen über Entscheidungsfreiheit und ein eigenes Budget verfügen. Der Kreativität bei der Bewerbung – bestehend aus einem Kurzvideo und einem sogenannten Pitchdeck –  sind keine Grenzen gesetzt. Ob das Video mit dem Handy aufgenommen oder von Profis zum Blockbuster verarbeitet wurde, ist nicht wichtig. Nur kurz sollte es sein. Entscheidend für die Jury sind die Darstellung der Idee und das Alleinstellungsmerkmal des neuen Produkts bzw. der Dienstleistung. Dabei soll vor allem der Kundennutzen im Vordergrund stehen: Welches Problem wird gelöst? Was macht die Idee für die Logistik so besonders?

Eine Expertenjury aus Wissenschaft und Wirtschaft prüft alle Bewerbungen und wählt im Anschluss acht Teams aus, die ihr Projekt im Rahmen des Kongresses in einem fünfminütigen Pitch vorstellen dürfen. Das Fachpublikum wählt dann die drei Gewinnerteams, die auf der anschließenden Abendveranstaltung in einem feierlichen Rahmen ausgezeichnet werden.

Interessierte Start-ups und Start-ins können ihre Bewerbung bis zum 31. Juli 2018 unter Angabe des Unternehmens, einer kurzen Teamvorstellung und eines Ansprechpartners per E-Mail an info(at)digitalhublogistics.de richten.

Der »Digital.Hub Logistics« in Dortmund, getragen von den Fraunhofer-Instituten für Materialfluss und Logistik IML sowie für Software- und Systemtechnik ISST, der EffizienzCluster Management GmbH und der Duisburger Hafen AG, soll die Digitalisierung der Logistikbranche in Deutschland vorantreiben. Er geht zurück auf eine Initiative des Digitalverbands Bitkom und ist Teil der Digital-Hub-Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit deutschlandweit zwölf Hubs.

Weitere Informationen zum »Digital Logistics Award« unter: www.digitalhublogistics.de

 

 

 

MS Wissenschaft 2018: Augmented Reality in der Logistik

Packen mit der Datenbrille

Die Digitalisierung der Industrie wird oftmals in einem Atemzug mit dem Wegfall von Arbeitsplätzen genannt. Viele Menschen fürchten, ihre Arbeit durch intelligente Technologien wie Augmented Reality zu verlieren. Dass digitale Assistenzsysteme Mitarbeiter durchaus entlasten können, demonstrieren Fraunhofer-Forscher am Beispiel einer Lösung für die Logistik. 

Immer mehr Menschen bestellen Waren im Internet – der Online-Handel boomt. Beim Versand achten die Lagerarbeiter darauf, dass möglichst viele Pakete auf eine Palette passen. Auf diese Weise sind weniger Lkw für den Transport erforderlich – die Umwelt wird geschont. Datenbrillen unterstützen die Mitarbeiter mit virtuellen Zusatzinformationen beim Packen. Die Technologie dahinter nennt sich »Augmented Reality«. Einen solchen digitalen Assistenten, der Mitarbeiter individuell beim Verpacken unterstützt, haben Forscher am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML konzipiert.

Über kontextsensitive Einblendungen erhält der Lagerarbeiter genau die Informationen, die er benötigt. Er erfährt, wie die Kartons angeordnet werden müssen und wie die Paletten optimalerweise zusammengestellt werden sollen. Bei dem Augmented-Reality-System handelt es sich um eine Kombination aus Hard- und Software: Die Datenbrille – eine Microsoft Hololens – besteht aus zwei Displays, die das reale Bild um virtuelle Informationen ergänzen. Die Software wurde am IML entwickelt. Sie berechnet das Packschema sowie die Palettierung, eine Prüfroutine kontrolliert das Ergebnis. Der Mitarbeiter wird somit beim optimalen Packen unterstützt. »Das ist nicht trivial, beispielsweise muss darauf geachtet werden, dass der Abstand zwischen den einzelnen Paketen gering gehalten wird«, sagt Benedikt Mättig, Wissenschaftler am Fraunhofer IML. »Mensch und Maschine sollen sich ergänzen, darauf haben wir den Fokus gelegt. Beispielsweise kann der Lagerarbeiter sein Erfahrungswissen einbringen, er muss sich nicht sklavisch an die vorgeschlagenen Packschemata halten.« Derzeit wird das System industrietauglich gemacht, Mättig und seine Kollegen wollen künftig auch andere Datenbrillen einbinden.

Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik

Das digitale Assistenzsystem ist eine von vielen technologischen Innovationen mit dem Schwerpunkt Mensch-Technik-Interaktion – insbesondere für den Bereich der Handels- und Produktionslogistik – denen sich die Forscher des Fraunhofer IML im »Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik« widmen. Ziel ist es, eine sozial vernetzte Industrie zu realisieren, die Social Networked Industry, die den Gegenentwurf zur »menschenleeren Fabrik« darstellt.

Auf der MS Wissenschaft versetzt das Exponat des Fraunhofer IML den Besucher in die Rolle eines Verpackers. Er erhält eine Datenbrille, mit der er Kartons auf einer Palette platziert. Ziel hierbei ist, die Kartons bestmöglich zu verteilen und dabei wenig Volumen zu verbrauchen. Der Besucher bekommt über die Datenbrille in Form dreidimensionaler Hologramme angezeigt, welchen Karton er als nächstes greifen und wo der Karton auf der Palette platziert werden soll. Das Exponat soll zur Diskussion anregen, wie digitale Technologien in der Industrie 4.0 eingesetzt werden können, welche Spielräume die Mitarbeiter in ihrer Arbeit haben und wie industrielle Arbeit am Beispiel der Lagerwirtschaft bereichert werden kann.

undefinedwww.fraunhofer.de

Effiziente Rekrutierung mit MSP und RPO

Wer seine Prozesse im Talentmanagement und in der Personalbeschaffung optimiert, erhält in Zeiten des Fachkräftemangels entscheidende Vorteile. Wo Know-how und Ressourcen fehlen, schafft die Zusammenarbeit mit einem externen Personaldienstleister Abhilfe. Mit der Auslagerung des Rekrutierungsprozesses und mit Managed Service Providing lassen sich in der Personal- und Servicedienstleistung Abläufe vereinfachen, Kosten reduzieren und die Compliance erhöhen.

Ulrich Krämer, Expert Managed Service Providing, Hays (Schweiz) AG

Während der Materialeinkauf seit Jahrzehnten weitestgehend standardisiert und optimiert ist, stehen Unternehmen beim Einsatz und der Steuerung von externen Arbeitskräften und Dienstleistungen weiterhin vor grossen Herausforderungen. Einkäufer und Personalabteilungen sind mit nicht harmonisierten Prozessen und wachsenden Compliance-Anforderungen konfrontiert. Der Ablauf von der Bedarfserfassung bis zur Besetzung oder Vergabe ist aufwändig und langwierig. Der Kostendruck steigt, ebenso wie die Ansprüche an die Qualität. Wettbewerb zu erzeugen ist schwierig, und die Anbieter lassen sich kaum vergleichen. Häufig werden nicht einmal die richtigen Dienstleister kontaktiert. Unternehmen suchen deshalb nach Wegen, die Komplexität zu verringern und durch erhöhte Effizienz und Transparenz die Qualität der Vergaben zu verbessern und gleichzeitig Kosten einzusparen – und damit der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein

Externe Rekrutierer verfügen über stringente und standardisierte Prozesse

Der komplexe Sachverhalt und das grosse Einsparungspotenzial haben einen Markt für Prozessoptimierungen beim Bezug von externen Arbeitskräften und Dienstleistungen geschaffen. So kann eine Auslagerung der Rekrutierung an einen spezialisierten Personaldienstleister (auch Recruitment Process Outsourcing oder kurz RPO genannt) den gesamten Prozess von der Bedarfsplanung über die Kandidatenansprache, die verschiedenen Auswahlschritte bis zur Anstellung umfassen – es können natürlich aber auch nur einzelne Module aus dieser Kette ausgelagert werden.

RPO erlaubt es auch mittleren Unternehmen, vom langjährigen Know-how eines professionellen Rekrutierers zu profitieren. So sind etwa im Vorfeld einer Anstellung viele Fragen zu klären. Besitzt der Kandidat das gewünschte Profil mit den richtigen Qualifikationen? Weist er entsprechende Erfahrung auf? Passen Ort und Zeitpunkt der Anstellung? Stimmt das Gehalt? Und bei der Anstellung ausländischer Spezialisten besonders wichtig: Lassen auch dessen private Umstände einen Umzug in die Schweiz zu? Externe Personaldienstleister wissen genau, worauf es ankommt, und können den geeignetsten Kandidaten mithilfe der korrekten Fragestellung und dem nötigen Gespür identifizieren. Schliesslich erleichtert die Beauftragung eines Rekrutierungsprofis auch den Umgang mit rechtlichen Anforderungen.

Managed Service Providing bietet höhere Liefersicherheit

Eine weitere Option, wie von der Erfahrung eines professionellen Anbieters profitiert werden kann, ist das Managed Service Providing (MSP). Dabei übergibt das Kundenunternehmen einem MSP-Anbieter die Aufgabe, den Bedarf der Organisation im Bereich Personalverleih, Freelancing und Services effizient, standardisiert und transparent aufzunehmen und an die entsprechenden Dienstleister zu vermitteln. Der Managed-Service-Provider agiert dabei als zentraler Ansprechpartner des Auftraggebers entlang der Rekrutierungs-, Vergabe- und Abwicklungsprozesse.

Das Kundenunternehmen erhält ein modulares Serviceportfolio, das individuell auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen wird – von der Erfassung der Bedarfsanforderungen und dem Freigabeprozess über Ausschreibung, Angebot, Auswahl und Beauftragung, über Onboarding, Zeiterfassung und Spesenabrechnung bis hin zu Rechnungsstellung und Offboarding sowie Reporting und Analyse. Der MSP-Anbieter kann dabei eine neutrale, lieferantenunabhängige Stellung einnehmen oder auch selbst Kandidaten bzw. Dienstleister einbringen. Zusätzlich erbringen MSP-Anbieter Payroll-Dienstleistungen, nehmen also externe Ressourcen unter Vertrag, auch solche aus dem bestehenden Netzwerk des Unternehmens.

Externe Arbeitskräfte und Dienstleister strukturiert beschaffen

Ein webbasiertes Vendor-Management-System (VMS) unterstützt die Prozesse, die der Auftraggeber und der MSP-Anbieter gemeinsam implementieren. Jeder aktive Dienstleister benutzt das VMS, um seine Offerten zu platzieren und Projekte abzuwickeln. Der MSP-Anbieter steuert, koordiniert und unterstützt den Anfrage-, Auswahl-, Bestell- und Abrechnungsprozess neutral im Interesse der Kundenorganisation.

Der Aufwand des Bedarfsträgers sinkt dadurch. Er nutzt das VMS, um seinen Bedarf mithilfe von Templates strukturiert zu erfassen. Im VMS hinterlegte Freigabestufen prüfen, ob das entsprechende Budget vorhanden ist. Im Anschluss kontrolliert der MSP die Bedarfsmeldung und verteilt sie neutral (zu gleicher Zeit und in gleicher Qualität) an ausgewählte Dienstleister. Nach wenigen Stunden oder Tagen übermitteln die Dienstleister die Profile bzw. Angebote über das System an den MSP, der ein erstes Ranking nach Qualität und Preis vornimmt und dem Bedarfsträger die entsprechenden Profile bzw. Angebote zustellt. Dieser trifft seine Auswahl und löst über das VMS eine vorläufige Bestellung aus, die anschliessend die erforderlichen Freigabestufen durchläuft, bevor sie schliesslich an die Dienstleister final übermittelt wird. Der weitere Abwicklungsprozess ist jederzeit transparent und effizient durch den MSP gesteuert und im VMS abgebildet. Somit werden zum Beispiel Erinnerungen für Projektbeendigungen versendet, Timesheets elektronisch freigegeben und Rechnungen simuliert bzw. über das VMS gestellt.

Das auftraggebende Unternehmen profitiert davon in vielfacher Hinsicht. Die Harmonisierung des Beschaffungsprozesses reduziert die Komplexität und steigert Effizienz, Effektivität und Compliance. Die Liefersicherheit wird erhöht und die Qualität der Vergaben verbessert. Die Integration der zeit- und abrechnungsrelevanten Daten in das VMS führt zu Kostenzuordnung und -transparenz. Gleichzeitig sinken die Gesamtkosten für externe Arbeitskräfte und Dienstleistungen um etwa 10 Prozent.

Verbindung von Festanstellung und Temporärarbeit liegt im Trend

MSP findet heute oft bei Grossunternehmen Anwendung, um temporäre Fachkräfte zu rekrutieren; das Konzept wird aber auch für den Mittelstand zusehends interessant. Für sie gibt es inzwischen Angebote mit geringem Implementierungsaufwand und zu moderaten Preisen. Wichtig ist, dass der Rekrutierungspartner ein kundenspezifisches Konzept entwickelt und umsetzt. Dieses kann sowohl RPO als auch MSP umfassen oder eine Kombination aus beidem.

In der Tat weist der Markttrend derzeit eindeutig auf eine Verbindung aus beiden Konzepten hin: Festanstellungen und Temporärarbeit werden immer seltener getrennt behandelt. Besonders Unternehmen, die zusätzlich zum regulären Rekrutierungsbedarf regelmässig Auftragsspitzen abdecken müssen (zum Beispiel Beratungsfirmen, das produzierende Gewerbe oder Systemhäuser) oder spezielles Know-how benötigen, wenden sich präferiert an Anbieter, die sowohl Festanstellungen vermitteln als auch im Personalverleih tätig sind.

Noch werden Festanstellungen oft aus den HR-Abteilungen gesteuert, während die Rekrutierung zeitlich begrenzter Arbeitskräfte über den Einkauf erfolgt. Doch immer mehr Firmen planen mittelfristig die Einrichtung einer zentralen Einheit für die Beschaffung. Sie erhalten so eine bessere Übersicht über die Kosten der Personalbeschaffung.