Verschiebung des Messetrios AQUA Suisse, maintenance Schweiz und PUMPS & VALVES Zürich vom 25. – 26. August 2021

Neuer Termin für das Messetrio und ein neuer, starker Kooperationspartner für die AQUA Suisse und PUMPS & VALVES 2021

Trotz erfreulichen Entwicklungen betreffend der Corona Pandemie und immer neuen Öffnungsschritten seitens des Bundes, erreichen Easyfairs Switzerland, Veranstalter der Messen, täglich skeptische Rückmeldungen aus dem Markt, ob die Veranstaltungen unter den aktuellen Rahmenbedingungen im August 2021 erfolgreich durchgeführt werden können.

Es ist das grösste Bestreben von Easyfairs, eine für alle Aussteller, Partner und Besucher aussichtsreiche und sichere Messe zu veranstalten, damit die Messeziele unter möglichst optimalen Bedingungen erreicht werden. Besucherumfragen haben ergeben, dass der vorgesehene Messetermin im August 2021 noch sehr kritisch gesehen wird und die Fachbesucher aufgrund von internen Auflagen und der nach wie vor stark einschränkenden Massnahmen des Bundes sehr zurückhaltend sind.  Diese Signale nimmt Easyfairs sehr ernst, sind doch die Fachbesucher in ihrer Quantität und Qualität für alle der entscheidende Faktor für eine erfolgreiche Messe. Aus diesem Grund hat Easyfairs entscheiden, das Messetrio auf den 17. – 18. November 2021 in Zürich zu verschieben.

«Als Veranstalter sind wir absolut überzeugt, dass eine Durchführung im November 2021 unter verschiedenen Aspekten aber speziell im Hinblick auf eine rege und sorglose Teilnahme unserer Fachbesucher, sinnvoll und im Sinne des Marktes ist. Es gibt aktuell noch zu viele Unsicherheiten und wir sind bestrebt für unsere Communities die beste und sinnvollste Lösung zu finden.» sagt Stefan Voegele, Head of Cluster Switzerland.

Easyfairs möchte die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Durchführung schaffen und ist zuversichtlich, dass durch die Perspektiven im November, ein anziehenderes Besuchererlebnis geschaffen werden kann.

Für den November-Termin ist es dem Veranstalter zudem gelungen mit der «Fachtagung Wasser 2021, 23. Lippuner Seminar» der Uli Lippuner AG einen starken Kooperationspartner im Sinne des Marktes zu gewinnen. Die «Fachtagung Wasser 2021» mit dem Thema Infrastruktur Bauwerke wird parallel zur AQUA Suisse und PUMPS & VALVES 2021 in Zürich stattfinden und somit die Synergien sowohl bei den Besucherzielgruppen, wie auch inhaltlich optimal nutzen.

Mittels ergänzender kommunikativer und inhaltlicher Massnahmen wie Online-Days, Webinare und Blogs wird Easyfairs die Zeit nutzen, um für die Community zusätzliche Mehrwerte zu schaffen und so die Vorfreude auf den Live-Event in Zürich nochmals zu steigern.

www.pumps-valves.ch
www.aqua-suisse-zuerich.ch
www.maintenance-schweiz.ch

Essensvielfalt To-go in der auberginefarbenen BOX von reCIRCLE. Die BOX kann Hunderte Male genutzt oder bei den Partnerbetrieben ausgetauscht oder zurückgegeben werden – und zwar lebenslang.

Die auberginefarbene Lunchbox erobert Europa

Rund 1500 Gastronomieunternehmen bieten bereits Takeaway-Mahlzeiten in der wiederverwendbaren, kreislauffähigen Mehrwegverpackung vom Berner Start-up reCIRCLE an. In Deutschland wurde im Oktober 2020 die erste Partnerschaft ausserhalb der Schweiz geschlossen. Ab Juni 2021 kommen neu die Niederlande, Dänemark, Estland und Italien dazu, welche das Mehrwegsystem von reCIRCLE übernehmen. Ziel des jungen Unternehmens ist es, ein flächendeckendes Mehrwegsystem in ganz Europa aufzubauen.

EU-Plastikverbot ab Juli 2021

Zahlreiche Einwegplastikprodukte werden ab dem 3. Juli 2021 in der EU verboten. Dazu gehören etwa Trinkhalme, Rührstäbchen, Luftballonstäbe oder Einweggeschirr aus konventionellem Plastik und aus «Bioplastik». Auch To-go-Becher und Einwegbehälter aus Styropor dürfen in der EU nicht mehr produziert und in den Handel gebracht werden. Und hier trifft die Geschäftsidee von reCIRCLE den Nerv der Zeit: «Die Ausserhausverpflegung nimmt stetig zu und bedingt durch Corona, haben auch viele Restaurationsbetriebe auf Lieferservice oder Takeaway umgestellt. Mit Liebe zubereitetes Essen wird in einen Behälter unbekannten Ursprungs verpackt und die Essensreste mit der Verpackung entsorgt. Wir glauben, dass die Zeit reif ist – und hier setzt die EU ein klares Zeichen – für einen neuen Verpackungsstandard – die Mehrwegverpackung», hält Jeannette Morath, Gründerin und CEO von reCIRCLE, fest.

Vision: ein flächendeckendes Mehrwegnetz in Europa

Seit dem Markteintritt in Deutschland im Oktober 2020 ist das Netzwerk ausserhalb der Schweiz auf 400 Partnerbetriebe gewachsen, welche ihren Kund:innen Essen in der Mehrwegbox anbieten. Ab Juni 2021 vertreiben lokale Partnerunternehmen neu in den Niederlanden, in Dänemark, in Estland und in Italien die Mehrwegverpackungen des prämierten Mehrwegsystems von reCIRCLE «und helfen mit, ein Umdenken von Einweg- zu wiederverwendbaren Verpackungen voranzutreiben», freut sich die Mehrwegpionierin.

Mehrweg mit System

«Durch Wiederverwenden von Essensverpackung können tonnenweise Ressourcen geschont und Abfall vermieden werden – ein Thema, das nicht nur die Schweiz betrifft. Unsere qualitativ hochwertige Lunchbox mit Deckel funktioniert im Netzwerk mit Depotsystem und ohne aufwendiges Scannen. Die relativ hohe Depotgebühr von 10 Franken / 10 Euro garantiert, dass die BOX genutzt wird und nicht gesammelt im Schrank verstaubt», so Jeannette Morath und weiter: «Die BOX kann Hunderte Male genutzt oder bei den Partnerbetrieben ausgetauscht oder zurückgegeben werden – und dies lebenslang!»

Das Geschäftsmodell – Kosten- und Ressourcenschonung

Das Konzept von reCIRCLE ist simpel und durchdacht: Die Kund:innen nehmen für ihr Takeaway eines der wiederverwendbaren reCIRCLE-Produkte. Nach der Verpflegung aus der BOX geben sie diese einfach bei den teilnehmenden Partnern von reCIRCLE ab oder behalten die Produkte zur erneuten Verwendung. Eine BOX kostet 10 Franken, der soeben neu lancierte Becher «ISY» 5 Franken. Die designgeschützten, hygienischen und kreislauffähigen BOXen gibt es in fünf unterschiedlichen Grössen, den Mehrwegbecher ISY in drei Grössen (90 ml, 300 ml und 500 ml). Alle Produkte sind stapelbar, gut belüftet, mit passendem, gut schliessendem Deckel. Produziert werden die Produkte in der Schweiz – seit 2020 klimaneutral. 

Über reCIRCLE

Im August 2016 startete das neu gegründete Start-up reCIRCLE mit insgesamt 24 Partnerbetrieben im Netzwerk. Fünf Jahre nach Markteintritt machen bereits 1500 Unternehmen, davon rund zwei Drittel Restaurants mit Take-away-Angebot und rund ein Drittel Mensen und Mitarbeiterrestaurants, im Netzwerk mit. So gehören auch bereits zahlreiche Gastronomie-Grossunternehmen wie die Coop Gastronomie, SV Group, Compass Group (Schweiz), die ZFV-Unternehmungen und in der Westschweiz die Eldora und die Novae Restauration zu den Partnerbetrieben, welche in den von ihnen betriebenen oder hauseigenen Restaurants das Mehrwegsystem von reCIRCLE anbieten.

Das Sortiment

Die reCIRCLE-BOXen gibt es in fünf verschiedenen Grössen – mit tiefem oder hohem Rand, für Menüs, Salate oder Suppen. Alle BOXen sind stapelbar, gut belüftet und haben einen passenden, gut schliessenden Deckel. Zusätzlich bietet reCIRCLE ein innovatives Besteck – reCIRCLE SPIFE – und neu einen isolierenden Becher, der reCIRCLE-ISY (erhältlich in drei Grössen: 90 ml, 300 ml, 500).

www.recircle.ch

 

Der Mehrwegbecher ISY ist ab Mai 2021 bei ISY-Partnerbetrieben erhältlich

Das Berner Start-up reCIRCLE AG entwickelt innovative Mehrwegverpackungen für die Ausserhaus-Verpflegung. Fünf verschiedene, wiederverwendbare BOXen für Mahlzeiten «to go» und ein Mehrwegbesteck bilden die aktuelle Produktpalette. Neu lanciert wird der «ISY», ein transparenter und isolierender Mehrwegbecher für warme und kalte Getränke sowie Smoothies, Glacé, Müesli, Joghurt oder Dips.

Im letzten Jahr hat Takeaway einen Boom erlebt. Ob das Restaurant, die Bäckerei im Quartier, der Foodtruck – sie alle benötigen eine hygienische Verpackung für ihre Mahlzeiten. «Täglich werden enorme Mengen Einwegverpackungsabfall produziert. Und hier setzen die Mehrwegbehälter von reCIRCLE an», erläutert CEO und Gründerin von reCIRCLE, Jeannette Morath. 

Der Kaffee «to go» im Mehrwegbecher

Jüngster Zuwachs im Sortiment von reCIRCLE ist ein eigens entwickelter, stylisher Becher für Getränke und Essen «to go». Der neue Mehrwegbecher ISY ist transparent, doppelwandig, isolierend und erhältlich in drei Grössen (90 ml, 300 ml und 500 ml). Er ist aus Tritan, einem sehr robusten und langlebigen Kunststoff. Der auberginefarbene Deckel gehört, wie bei der reCIRCLE-BOX, fix zum «ISY» dazu und ist aus Polypropylen. Der Becher eignet sich hervorragend für Heiss- und Kaltgetränke, aber auch für Suppen, Müesli, Glacé oder Saucen. Er kostet 5 Franken. Wie die reCIRCLE-BOXen, kann er jederzeit bei einem Partnerbetrieb von reCIRCLE bezogen, zurückgegeben oder ausgetauscht werden. reCIRCLE-BOX-Partnerbetriebe und reCIRCLE-ISY-Partnerbetriebe sind auf der Karte auf der Website und in der App eingezeichnet. Dazu Jeannette Morath: «Wir möchten alle Schweizer Gastro- und Lebensmittelbetriebe ansprechen, welche Essen und Getränke to go anbieten. Im Rahmen einer Frühlingsaktion können Betriebe während drei Monaten den Einsatz des Bechers kostenlos testen». Ein Novum in der fünfjährigen Firmengeschichte. 

Lausanne die erste Schweizer Stadt ohne Einwegbecher

Lausanne führt als erste Schweizer Stadt den Mehrwegbecher ein, da sie sich mit der Initiative RestoBox bis Ende Jahr zum Ziel setzt, Einwegplastik in der Ausser-Haus-Verpflegung zu verbannen. Noch in diesem Jahr will Lausanne die Schweizer Stadt ohne die allgegenwärtigen Einwegbecher werden. 

Der Mehrwegbecher ISY

Der reCIRCLE-ISY kostet 5 Franken und kann bei allen reCIRCLE-ISY-Partnerbetrieben bezogen, ausgetauscht und wieder zurückgegeben werden. Die Partnerbetriebe sind hier aufgelistet. Der «ISY» ist aus Tritan, einem sehr robusten und langlebigen Kunststoff. Der auberginefarbene Deckel gehört, wie bei der reCIRCLE-BOX, fix dazu und ist aus PP.

Über reCIRCLE

Im August 2016 startete das neu gegründete Start-Up reCIRCLE mit insgesamt 24 Partnerbetrieben im Netzwerk. Fünf Jahre nach Markteintritt machen bereits 1500 Unternehmen, davon rund zwei Drittel Restaurants mit Takeaway-Angebot und rund ein Drittel Mensen und Mitarbeiterrestaurants im Netzwerk mit. So gehören auch bereits zahlreiche Gastronomie-Grossunternehmen wie die Coop Gastronomie, SV Group, Compass Group (Schweiz), die ZFV-Unternehmungen und in der Westschweiz die Eldora und die Novae Restauration zu den Partnerbetrieben, welche in den von ihnen betriebenen oder hauseigenen Restaurants das Mehrwegsystem von reCIRCLE anbieten.

Das Sortiment

Die reCIRCLE-BOXen gibt es in fünf verschiedenen Grössen – mit tiefem oder hohen Rand, für Menüs, Salate oder Suppen. Alle BOXen sind stapelbar, gut belüftet und haben einen passenden, gut schliessenden Deckel. Zusätzlich bietet reCIRCLE ein innovatives Besteck – reCIRCLE SPIFE – und neu einen isolierenden Becher, der reCIRCLE-ISY (erhätlich in drei Grössen 90 ml, 300 ml, 500 ml). 

Das Geschäftsmodell – Kosten- und Ressourcenschonung

Das Konzept von reCIRCLE ist simpel und durchdacht: Die Kund:innen nehmen für ihr Takeaway eines der wiederverwendbaren reCIRCLE Produkte. Nach der Verpflegung aus der BOX geben sie diese einfach bei den teilnehmenden Partnern von reCIRCLEab oder behalten die Produkte zur erneuten Verwendung. Eine BOX kostet 10 Franken, der Becher «ISY» 5 Franken. Die designgeschützten, hygienischen und kreislauffähigen BOXen gibt es in fünf unterschiedlichen Grössen, den «ISY» in drei Grössen (90 ml, 300 ml und 500 ml). Alle Produkte sind stapelbar, gut belüftet und jeweils mit passendem, gut schliessendem Deckel. Aktuell gehören knapp 1500 Betriebe in der Schweiz, vom Fine-Dining-Restaurant über den Kebabstand und den Foodtruck im Quartier bis zu Systemgastronomie-Unternehmen der Bewegung an. Produziert werden die Produkte in der Schweiz – seit 2020 klimaneutral.

www.recircle.ch

Bild 1 links: Mit dem Mikro-Wasserstrahlschneidverfahren hergestellte Musterteile (Foto: Klaus Vollrath)

Bild 2 rechts: „Mit unseren Maschinen ist das Mikro-Wasserstrahlschneiden mit Genauigkeiten bis 10 µm bei Schlitzbreiten bis herab zu 0,2 mm sicher beherrschbar“ Walter Maurer (Foto: Matthias Kuert)

Bild 3: Die Grundeinheiten der Microwaterjet-Systeme werden von einem renommierten Schweizer Unternehmen des Präzisionsmaschinenbaus im Auftrag hergestellt (Foto: Klaus Vollrath)

Zehnmal so genau wie bisher
Mikro-Wasserstrahlschneiden – Machbarkeiten und Grenzen

Das Wasserstrahlschneiden hat den entscheidenden Vorteil, dass es im Unterschied zum Laser, Gas- oder Plasmabrenner „kalt“ arbeitet. Deshalb eignet es sich ganz besonders für empfindliche Werkstoffe von Edelstahl über Titan und Keramik bis zu Kunststoffen oder Verbunden. Als Alternative zu den marktüblichen Systemen für industrielle Einsatzfelder mit weniger strengen Toleranzforderungen wurde eine Mikro-Wasserstrahlschneidtechnologie entwickelt, die höhere Genauigkeitsanforderungen z.B. aus der Uhrenherstellung, der Medizintechnik oder der Mikromechanik erfüllen kann.

„Startschuss zur Entwicklung einer gänzlich neuen Generation von Hochpräzisionsanlagen für das Wasserstrahlschneiden war eine 2001 einsetzende Krise“, erinnert sich Walter Maurer, Inhaber der Fa. Waterjet AG in Aarwangen (Schweiz). Bis dahin war das mittelständische Unternehmen ganz normaler Wasserstrahlschneid-Dienstleister für eine Vielzahl von Auftraggebern: Industrie- und Handwerksbetriebe, Forschungseinrichtungen oder auch Künstler und Architekten. Als die 2001 einsetzende mehrjährige Krise die Umsätze um bis zu 30 % einbrechen ließ, musste eine neue Zukunftsstrategie her. Statt sich einzuigeln, Kosten zu kappen oder gar eine Verkleinerung der Firma ins Auge zu fassen, beschloss Waterjet stattdessen, den Stier bei den Hörnern zu packen und sämtliche Reserven in ein Entwicklungsprojekt zu stecken. Damit sollte eine eigene Linie neuartiger Wasserstrahl-Schneidanlagen entwickelt werden, die um den Faktor 10 genauer sein sollten als die bisher am Markt angebotene Technologie. Zu lange hatte sich Walter Maurer darüber geärgert, dass gerade die besonders lukrativen Anfragen nicht ausgeführt werden konnten, weil die geforderten Genauigkeiten mit den vorhandenen Anlagen nicht erreichbar waren. Mit den neuen Anlagen sollten künftig anspruchsvolle und lukrative Märkte wie die Uhrenindustrie oder die Medizintechnik bedient werden.

Kleiner, leichter und präziser – die Forderungen der Zukunft

„In der Industrie gibt es einen langfristigen Trend zu Lösungen, die kleiner und leichter sind und weniger Material und Ressourcen benötigen als bisher“, erläutert W. Maurer. Naturgemäß steigen dadurch auch die Präzisionsanforderungen bei der Bearbeitung. Das gilt für so gut wie alle Bearbeitungsverfahren und damit auch für das Wasserstrahlschneiden, das bevorzugt bei empfindlichen Werkstoffen wie Edelstählen, Titan, Keramiken, Kunststoffen, Glas, Stein oder Holz zum Einsatz kommt. Die bisherigen Anlagen, die zumeist mit Düsendurchmessern von 0,8 mm arbeiten, wurden vor allem mit Blick auf möglichst hohe Schneidleistung entwickelt. Die damit hergestellten Teile erreichen daher in der Regel lediglich Maßtoleranzen in der Größenordnung von ± 0,1 mm. Waterjet begann in dieser Stunde Null mit einer CNC-gesteuerten Achsmechanik, deren Wegmesssystem eine Auflösung von ± 6 µm hatte, und experimentierte darauf mit feineren Düsendurchmessern von 0,5 bis 0,17 mm.

Eine sehr komplexe Prozesskette

„Wir kamen dann recht schnell dahinter, dass es bei weitem nicht ausreichte, einfach nur die Abmessungen des Strahls nach unten und Weggenauigkeiten der Maschine nach oben zu trimmen“, verrät W. Maurer. Das Wasserstrahlschneiden ist ein komplexer Prozess, in dem Fluiddynamik, Mechanik, Mineralogie und pneumatische sowie mechanische Fördertechnik auf sehr vielfältige Weise zusammenwirken. Entscheidend ist hierbei das Strömungsverhalten des Strahls nach dem Passieren der Austrittsdüse, wenn er in der Mischkammer und danach im Fokussierrohr die zugeführten Schneidstoffpartikel aufnimmt und in Richtung Werkstück beschleunigt. Eine wichtige Rolle spielen die Größe der Mineralpartikel sowie ihre Form. Dabei gilt, dass sie umso wirksamer schneiden, je eckiger und scharfkantiger sie sind. Weiteres Kriterium ist ihre Verteilung im Strahl: Hohe Schneidleistung wird am besten erreicht, wenn die Partikel in der Mitte des Wasserstrahls beschleunigt werden. Werden sie dagegen eher am Umfang des Strahls mitgerissen, dann bilden sie den Durchmesser des Fokussierrohrs auf dem Werkstück besser ab. Das verringert zwar geringfügig die Schneidleistung, erhöht aber im Gegenzug die Kantenschärfe, wobei auch die Rauigkeit der Trennfläche verringert wird.

Aktueller Stand der Technik

„In die Erforschung dieser Zusammenhänge haben wir zusammen mit universitären Partnern sehr viel Zeit, Geld und Mühen investiert“, sagt W. Maurer. Die aktuell vierte Generation (F4) der selbst entwickelten Wasserstrahlschneidmaschinen basiert auf einem Maschinengestell, dessen Achsen eine Positionsgenauigkeit von ± 0,5 µm erreichen. Der ebenfalls mehrfach überarbeitete Strahlkopf kann je nach Randbedingungen bei einem Durchmesser von 0,2 mm eine radiale Genauigkeit des Strahldurchmessers von bis zu ± 1,5 µm erreichen, so dass die nominelle Endgenauigkeit bis zu ± 2 µm betragen kann. Je nach Material und Schnittbreite sind Schnittflächenrauheiten bis herab zu Ra 0,5 µm erreichbar. Damit konnte das selbstgesteckte Ziel, die Genauigkeit der herkömmlichen Anlagentechnologie um den Faktor 10 zu übertreffen, erreicht werden. Eine wesentliche Rolle spielt auch die Steuerung, die selbst entwickelte Funktionalitäten wie eine Korrektur von Rundheitsabweichungen des Strahls sowie eine Kontrollmöglichkeit für den Strahlmitteldurchsatz beinhaltet.

Knowhow entscheidend

„Mit unseren Maschinen ist das Mikro-Wasserstrahlschneiden mit Genauigkeiten bis 10 µm bei Schlitzbreiten bis herab zu 0,2 mm sicher beherrschbar“, weiß W. Maurer. Aufgrund der zahlreichen Parameter und Randbedingungen erfordere das Einfahren neuer Prozesse jedoch Personal mit Erfahrung, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit. Deshalb legt Waterjet größten Wert auf die Bereitstellung umfassender Unterstützungsleistungen für seine Kunden, ganz unabhängig davon, ob es lediglich um Schneid-Dienstleistungen oder um den Kauf von Maschinen geht. Die Bandbreite bei der Ausführung von Schneidaufträgen reicht vom Forschungsprototyp über die Kleinserie bis zur Großserie. Falls der Kunde eine eigene Produktion aufbauen möchte, wird die erforderliche Anlage entweder als Einzelmaschine oder auf Wunsch auch mit erforderlicher Automation geliefert. Je nach Vereinbarung wird dabei auch das komplette Einfahren des Produktionsprozesses bis zur Serientauglichkeit abgedeckt. Entscheidend ist hierbei, dass man dem Kunden in jeder Situation mit dem gesamten im Hause angesammelten Knowhow zur Seite steht. Dabei kümmert man sich um alle Aufgabenstellungen von der Beratung bei neuen Produktentwicklungen bis zur Bereitstellung von Reservekapazität bei Pannen oder Engpässen. Die kontinuierlich im eigenen Hause betriebene Forschung gewährleistet hierbei, dass dieser Service stets auf dem neuesten Stand der Technik ist.

Wieweit wird die Miniaturisierung noch gehen?

„Von Kunden werden wir öfters gefragt, ob bzw. wann es denn mit der Miniaturisierung des Wasserstrahlschneidens noch einen weiteren Schritt geben werde“, setzt W. Maurer hinzu. Selbstverständlich forsche man in dieser Richtung weiter und habe bereits entsprechende Komponenten entwickelt. Die Hürden seien allerdings hoch, da hierfür erheblich feineres Abrasivmaterial erforderlich sei. Größtes Handicap sei die dadurch deutlich geringere Abtragsrate, da die kleineren Abrasivpartikel entsprechend weniger kinetische Energie übertragen können. Ein wenig erinnere ihn dies an die Situation bei der Miniaturisierung der Laserbearbeitung. Mit sogenannten Femtosekundenlasern lassen sich wesentlich feinere Bearbeitungen durchführen als mit den heute in der Industrie üblichen Systemen, doch seien auch hier die Abtragsraten so gering, dass der Markt für entsprechende Anwendungen außerordentlich begrenzt sei. Ob und wann es einen Marktdurchbruch für eine Ultramikro-Wasserstrahlschneidtechnologie geben werde, lasse sich derzeit noch nicht abschätzen.

www.waterjet.ch

 

Steigende Holzpreise sind eine Herausforderung für die Transport- und Palettenlogistik

Der bereits im Jahr 2020 zu verzeichnende Anstieg der Holzpreise setzt sich im Jahr 2021 unverändert fort. Nachdem zunächst die COVID-19-Pandemie zu einem Rückgang der Holzlieferungen aus Skandinavien und Osteuropa geführt hat, bewirkt nun die drastisch gestiegene Nachfrage aus Nordamerika und Asien eine weitere Verknappung der qualitativ hochwertigen Nadelhölzer (Fichte, Tanne und Kiefer), welche für die Produktion von EPAL-Paletten verwendet werden. Die Verknappung des Palettenholzes führt teilweise zu Lieferverzögerungen und lässt die Preise für Palettenholz nahezu wöchentlich steigen, was sich unmittelbar auf die Preise für EPAL-Paletten auswirkt. Die Hersteller von EPAL-Paletten sind darum bemüht, in ständigem Kontakt mit den Lieferanten von Palettenholz und mit ihren Kunden die Lieferung von EPAL-Paletten zu gewährleisten und die wachsende Nachfrage der Transport- und Warenlogistik nach tauschfähigen EPAL-Paletten zu erfüllen. „In dieser schwierigen Marktsituation sind die langjährigen Vertragsbeziehungen zwischen den Herstellern von EPAL-Paletten und ihren Lieferanten und Kunden von besonderer Bedeutung“, so Suzane Giurlando, Geschäftsführerin von EPAL Deutschland. „Das gegenseitige Verständnis für die aktuelle Marktsituation – Anstieg der Holz- und Palettenpreise und Planungssicherheit der Transport- und Palettenlogistik bei konjunktureller Erholung – ist die Grundlage für die erfolgreiche Bewältigung der Herausforderungen durch die gegenwärtige Holzverknappung.“ Die weltweit große Nachfrage nach Holz zeigt noch einmal die Bedeutung des EPAL Europaletten-Tauschpools für die Warenund Transportlogistik. Der Einsatz von qualitativ hochwertigen EPAL-Paletten ist die Basis für die mehrfache Verwendung über einen Zeitraum von durchschnittlich 6-7 Jahren. Mit der qualitätsgesicherten Reparatur von EPAL-Paletten durch die lizenzierten Reparaturbetriebe der EPAL kann die Einsatzdauer zusätzlich verlängert werden. Beides entlastet den Holz- und Palettenmarkt und trägt wesentlich dazu bei, die steigende Nachfrage von Unternehmen aus Handel, Produktion und Logistik nach hochwertigen Ladungsträgern zu erfüllen. „Wenn es um standardisierte Holz-Ladungsträger geht, sind tauschfähige EPAL Europaletten in Zeiten von Holz- und Palettenverknappung ein zentraler Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen. Holz ist zu wertvoll, um es nur einmal zu verwenden“ erklärt Suzane Giurlando und weist auf die Kampagne von EPAL Deutschland zur Förderung des offenen EPAL Europaletten-Tauschpools hin („MEHR ALS EIN WEG“ – „MORE THAN ONE WAY“). 

Über die European Pallet Association e.V.:

Die European Pallet Association e.V. (EPAL) sichert mit über 600 Mio. EPAL Europaletten und 20 Mio. Gitterboxen im weltweit größten offenen Tauschpool den Warenfluss in der Logistikwelt. 1991 als Dachverband der lizenzierten Hersteller und Reparateure von EPAL-Ladungsträgern gegründet, ist die EPAL weltweit verantwortlich für deren gleichbleibende Qualität. EPAL-Paletten werden aus nachhaltig angebautem, CO2 neutralem Holz hergestellt, sind reparabel, recyclingfähig und reduzieren durch ihre hohe Verfügbarkeit die Transportwege. Als eingetragener Verein verfolgt die EPAL keine wirtschaftlichen Interessen und trifft alle Entscheidungen im Interesse ihrer Industrie-, Handels- und Logistikpartner. Die EPAL wird in über 30 Ländern durch 14 Nationalkomitees vertreten, die sich der nationalen Umsetzung der EPAL-Ziele verpflichtet haben.

Über EPAL Deutschland:

EPAL wird in Deutschland vertreten durch die Gütegemeinschaft Paletten e.V. und ist das deutsche Nationalkomitee der European Pallet Association e.V. (EPAL). Sie vertritt mit der Qualitätssicherung von EPAL Europaletten und EPAL Gitterboxen den Zeichenrechtsinhaber.

www.ekom.de

Konsequente Umsetzung der Elektro-Strategie von Mercedes-Benz Vans:
Nächste Generation des Mercedes-Benz eSprinter wird in drei Sprinterwerken gebaut

  • Nächste Generation eSprinter wird ab dem zweiten Halbjahr 2023 sukzessive in Charleston, Düsseldorf und Ludwigsfelde produziert
  • Investitionen in Höhe von jeweils rund 50 Mio. € in die drei Standorte
  • Erschliessung neuer Märkte mit der nächsten Generation eSprinter mit Fokus auf USA und Kanada
  • Mit der nächsten Generation des eSprinter setzt Mercedes-Benz Vans seine Strategie konsequent um und unterstreicht seinen Führungsanspruch ‚Lead in Electric Drive‘

 

Mercedes-Benz Vans hat die nächste Generation des eSprinter auf Basis der neu entwickelten Electric Versatility Platform angekündigt. Mit dieser will das Unternehmen weitere Kundensegmente und Märkte - unter anderem die USA und Kanada – erschliessen. Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter haben sich nun geeinigt, dass die nächste Generation des eSprinter in insgesamt drei Mercedes-Benz Vans Werken gebaut werden wird. Es handelt sich dabei um die Sprinterwerke in Charleston, South Carolina, USA, Düsseldorf und Ludwigsfelde. Die notwendigen Umbaumassnahmen sowie die Qualifizierungsmassnahmen für das Personal sind in Vorbereitung.

„Die Zukunft der Mobilität ist auch im Transportsektor insbesondere auf der letzten Meile elektrisch. Unser Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge wächst daher stetig. Wir haben unsere Strategie konsequent darauf ausgerichtet und unterstreichen mit der strategischen Säule ‚Lead in Electric Drive‘ unseren Führungsanspruch bei der Elektromobilität im Transportersegment“, sagt Marcus Breitschwerdt, Leiter Mercedes-Benz Vans. „Mit unserer neu entwickelten Electric Versatility Platform bauen wir unsere Position bei den gewerblichen Baureihen deutlich aus und stellen dabei eine marktnahe Produktion sicher, in dem wir die nächste Generation des eSprinter sowohl in Deutschland als auch in den USA produzieren. Insgesamt investieren wir rund 350 Mio. € in die nächste Generation des eSprinter.“

„Wir haben uns entschieden, die nächste Generation des Mercedes-Benz eSprinter auf insgesamt drei Standorte in unserem starken globalen Produktionsnetzwerk auszuweiten und so optimal Synergien zu schaffen. Wir profitieren von unserer Expertise, die wir bereits bei der Fertigung von elektrischen und konventionell angetriebenen Transportern auf einer Linie in unserem Werk in Düsseldorf sehr erfolgreich aufgebaut haben. So können wir künftig schnell den stetig steigenden Bedarf an elektrisch angetriebenen Vans erfüllen und dank unserer intelligenten und flexiblen Produktion sehr genau auf die Anforderungen der unterschiedlichen Märkte reagieren sowie unsere Kapazitäten optimal nutzen“, sagt Dr. Ingo Ettischer, Leiter Produktion Mercedes-Benz Vans. „Für die Anpassung der Produktion in den drei Werken werden wir jeweils rund 50 Mio. € investieren. Wir starten mit der Produktion des eSprinter ab dem zweiten Halbjahr 2023 sukzessive an allen drei Standorten.“

Nachhaltige Produktion ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur CO2-Neutralität. Bereits ab 2022 werden die eigenen Mercedes-Benz Pkw- und Van-Werke entsprechend der Ziele der Ambition 2039 weltweit CO2-neutral produzieren. Um diese Ziele zu erreichen, werden Emissionen, die in der Mercedes-Benz Fahrzeug-Produktion und bei der Energieversorgung der Werke anfallen, wo möglich ganz vermieden beziehungsweise konsequent reduziert. Ettischer: „Wir verfolgen bei Mercedes-Benz Vans eine CO2-neutrale Produktion und werden ab 2022 in allen eigenen Werken nur noch Grünstrom nutzen.“

Schon heute wird in Düsseldorf der eSprinter gemeinsam auf einer Linie mit konventionell angetriebenen Sprinter Modellen gebaut. Das Prinzip der Fertigung beider Antriebsvarianten wird auch in den Werken in Charleston und Ludwigfelde umgesetzt werden. So kann künftig sehr genau auf die jeweiligen Marktbedürfnisse reagiert werden. Die nächste Generation des eSprinter wird neben der bisher erhältlichen Variante als Kastenwagen auch als offenes Baumuster produziert werden und somit als Grundfahrzeug für unter anderem Krankenwagen, Reisemobile oder Kühltransporter dienen.

www.mercedes-benz.ch

Flexibler, sicherer, produktiver – und komplett automatisch

Sie werden nie krank, machen keine Fehler und arbeiten unermüdlich rund um die Uhr: Die Vorteile von automatisierten Flurförderzeugen liegen auf der Hand. Bei Linde Material Handling gibt es jetzt umfangreiche Updates: Der Schubmaststapler Linde R-MATIC ist in zweiter Generation verfügbar, mit dem Hochhubwagen Linde L-MATIC HD gibt es ein zusätzliches Modell. In die Weiterentwicklung der Schubmaststapler sind Erfahrungen aus Projekten mit über 50 Fahrzeugen eingeflossen. Die daraus entstandenen Leistungsdaten sorgen für mehr Produktivität, Sicherheit sowie Flexibilität.

Palettenlager spielen als Materialpuffer sowohl in industriellen Fertigungsprozessen als auch in Distributionszentren eine zentrale Rolle. Das Ein- und Auslagern im Hochregal ist üblicherweise ein standardisierter Prozess mit hohem Wiederholungsgrad. Dabei gilt: Je schmaler die Abstände zwischen den Regalreihen und je exakter die Positionierung der einzelnen Paletten, desto effizienter das Lager. Genau das macht Palettenlager zum idealen Einsatzfeld für automatisierte Geräte wie den Schubmaststapler Linde R-MATIC und den Hochhubwagen Linde L-MATIC HD. 

Denn die neuen Linde-Fahrzeuge arbeiten auf engem Raum und mit hoher Präzision: Mit einer Länge von 2.520 Millimetern und einer Breite von 1.565 Millimetern ist der Linde
R-MATIC (bei einer Tragfähigkeit von 1,6 Tonnen) EMEA-weit der einzige automatisierte Schubmaststapler in Hybrid-Ausführung, der in Arbeitsgängen von bis zu 2,90 Meter Breite manövrieren kann. Softwaregesteuert lagert das Gerät Paletten selbst in Hubhöhen von mehr als elf Metern mit sehr hoher Genauigkeit ein. „Bauweise, Manövrierbarkeit, Lasthandling und Präzision der automatisierten Flurförderzeuge sind für die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems entscheidend“, sagt Alexandra Mertel, Product Manager Automation & Intralogistics Solutions bei Linde Material Handling, „denn diese Kriterien sind dafür verantwortlich, dass die Paletten exakt auf den vorgesehenen Stellplätzen abgesetzt und verbesserte Pick-and-Drop-Zyklen realisiert werden können.“

Mithilfe der infrastrukturfreien Laser-Navigation steuern die Fahrzeuge dynamisch durch das Lager; ihre Aufträge erhalten sie über die zentrale Steuereinheit direkt aus dem Warehouse-Management-System. 

Einen spürbaren Produktivitätsschub erhalten die Geräte durch die autokalibrierende 3-D-Kamera mit neuer Softwaregeneration. Sie erkennt nicht nur die Abmasse der Palette um ein Vielfaches besser, sondern schaut auch tiefer in die Palette hinein, wodurch das Aufnehmen und Absetzen wesentlich präziser erfolgt – sowohl auf dem Boden als auch auf Rollenbahnen oder im Regal. Gleichzeitig sind die automatisierten Geräte in der Lage, eine grössere Vielfalt an Paletten zu transportieren. Dafür sorgen exklusiv für Linde Material Handling entwickelte Algorithmen zur relativen Bilderkennung, die in umfangreichen Tests validiert wurden. 

Wie bei Linde Material Handling ohnehin Standard, genügen auch die automatisierten Geräte höchsten Sicherheitsansprüchen. Dazu gehören vier in das Fahrzeug integrierte Scanner in Bodennähe, die ein 360-Grad-Sicherheitsfeld um das Fahrzeug erzeugen und permanent auf Hindernisse screenen. Ebenfalls zur Standardausstattung gehören: zusätzliche Notausschalter, der bekannte Linde Blue Spot sowie das Assistenzsystem Dynamic Mast Control, das in hohen Hubhöhen wertvolle Hilfe leistet. Optional verfügbar sind: ein Sensor, der überhängende Lasten detektiert, und eine zweite, obere 

3-D-Kamera, die Zeitersparnis bei Lasthandling generieren kann. 

Auch die beiden Modelle des Linde L-MATIC HD mit 1,6 und 2,0 Tonnen Tragfähigkeit verfügen über eine rund um das Fahrzeug herum wirkende Sicherheitsausstattung mit seitlichen Stossfängern, serienmässigen sowie optionalen Scannern, Notausschaltern sowie optischen und akustischen Warnsystemen. Die Lasterkennung erfolgt ebenfalls mit der innovativen 3-D-Kamera. 

Schubmaststapler und Hochhubwagen sind als Hybridlösung konzipiert, sodass der Bediener jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen und in den manuellen Modus umschalten kann. Neu ist zudem die Möglichkeit, die Geräte autonom zu laden. Ausgestattet mit schnellladefähigen Batterien fahren die automatisierten Flurförderzeuge selbstständig zur Ladestation und werden dort geladen. 

„Neben der passenden Technik spielt bei Automatisierungsprojekten auch das Beratungs-Know-how des Anbieters eine massgebliche Rolle“, sagt Produktmanagerin Alexandra Mertel. Denn um eine für den jeweiligen Kunden passende Lösung zu finden, müssen in der Planungsphase zahlreiche Parameter abgeklopft werden. „Wir müssen zuerst die Vorstellungen des Kunden genau verstehen. Danach wird das System entwickelt und die Geräte werden exakt konfiguriert.“ Spezialisten von Linde Material Handling arbeiten dabei eng mit unterschiedlichen Abteilungen auf Kundenseite (z. B. Einkauf, Logistik, Engineering) zusammen. „Dafür haben wir ein eigenes Realisierungsteam aufgebaut, das für eine zuverlässige Inbetriebnahme der Fahrzeuge sorgt. Auf diese Weise können wir unsere Kunden umfassend betreuen“, betont Mertel.

Linde Material Handling Schweiz AG

Die Linde Material Handling Schweiz AG, ein Unternehmen der KION Group, ist ein weltweit führender Hersteller von Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten sowie Anbieter von Dienstleistungen und Lösungen für die Intralogistik. Mit einem Vertriebs- und Servicenetzwerk in mehr als 100 Ländern ist das Unternehmen in allen wichtigen Regionen der Welt vertreten. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die Operating Unit Linde MH EMEA (Europa, Nahost, Afrika) einen Umsatz von rund 3,3 Milliarden Euro und beschäftigte rund 11.600 Mitarbeiter. Weltweit wurden 2018 mehr als 135.000 Fahrzeuge der Marke Linde verkauft. Mit mehr als 170 Mitarbeitern an 4 Standorten, Dietlikon, Oensingen, Yverdon und S. Antonino, in der Schweiz greift die Linde Schweiz auf tiefgehende Erfahrungen zurück, wenn es um Lösungen für Transport- und Logistikaufgaben geht.

www.linde-mh.ch

Nachhaltigkeit spielt auch bei Pharmaverpackungen eine wichtige Rolle

In der öffentlichen Debatte dreht sich alles um Plastikverpackungen. Sie sollten am liebsten abgeschafft werden, so meint man. Auch der Pharmabereich ist von dieser Debatte betroffen. Doch sind Alternativen zu Kunststoff wirklich nachhaltiger? Gleichzeitig wird die Bevölkerung in Deutschland und der Schweiz immer älter, somit nehmen auch die Anforderungen an die Benutzerfreundlichkeit von Verpackungen zu. Um diese und weitere Themen ging es beim diesjährigen APV/SVI-Pharmaverpackungsforum am 24./25. November. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Konferenz erstmals virtuell durchgeführt.

Alternativen zu Kunststoff sind nicht zwangsläufig nachhaltiger

Bereits im Eingangsreferat wurde klar, dass Alternativen zu Kunststoff nicht automatisch umweltfreundlicher sind. Martina Wyrsch von der Tiefgrün GmbH und Dr. Fredy Dinkel, Carbotech GmbH, machten darin deutlich: Beim Thema Nachhaltigkeit reicht es nicht, den Blick allein auf das Verpackungsmaterial zu richten, denn die Verpackung macht nur 1 bis 2% der Umweltbelastung aus im Vergleich zu Inhalt, Herstellung und Transport. Zielführender sei es deshalb, der Verschwendung von Medikamenten vorzubeugen und ein Packmaterial zu wählen, mit dem das Medikament optimal geschützt sowie seine richtige Anwendung ermöglicht wird.

Auch Katrin Tscherner von der Antalis Verpackungen GmbH wies auf die wichtigen Funktionen der Verpackung hin, vor allem den Schutz des Packgutes. Es werden immer mehr Recyclingmaterialien eingesetzt. Vielen Verbrauchern sei aber nicht bewusst, dass z.B. bei Recyclingkarton meist Frischfasern dazu gemischt werden müssen, da die Fasern sonst zu kurz werden und die Stabilität fehlt. Biofolien haben nicht die gleichen Eigenschaften wie konventionelle Folien, deshalb muss oft die doppelte Menge verwendet werden, um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Ausserdem kommen die Rohstoffe bislang meist aus Südamerika. Doch die Entwicklung gehe weiter, eine Lösung könnten milchsäurebasierte Folien sein, erklärte Tscherner. Sie warnte vor so genanntem Greenwashing, das einem Material eine bessere Umweltfreundlichkeit zuschreibt als es tatsächlich bietet. Die „3R“ - Reduce, Reuse und Recycle - seien wichtige Parameter, um in einer ganzheitlichen Betrachtung entlang der Supply Chain die ideale Verpackungslösung zu finden und Ressourcen einzusparen.

Verpackungsmaschinen unterstützen diesen Prozess. Thomas Fricke von IMA berichtete über die Entwicklungen in seinem Unternehmen, die über die Jahre stets den Einsatz umweltfreundlicherer Verpackungsmaterialien ermöglicht haben.

Prozesse optimieren, Kosten reduzieren

Ein wichtiger Kostenfaktor für Pharmaunternehmen ist eine reibungslose Produktion, was optimierte Prozesse voraussetzt. Martin Maier von Merck sprach daher über den kontinuierlichen Verbesserungsprozess in der Rüstoptimierung. Die Mitarbeiter sollten in diesen Prozess eingebunden sein, denn vor allem erfahrene Mitarbeiter können wertvolle Hinweise geben, wo Verbesserungen möglich sind. Wichtig sei zudem, die Abläufe zu üben und zu standardisieren, damit man nicht in alte Muster zurückfällt. Jürgen Schuh von der SIKO GmbH stellte in seinem Vortrag die Möglichkeiten einer sicheren und intelligenten Formatverstellung bei pharmazeutischen Maschinen vor. Containment Systeme schützen das Produkt und das Personal, erklärte Christian Link von der Uhlmann Pacsysteme GmbH & Co. KG. Mehrheitlich werden die Systeme für den Personalschutz eingesetzt und verhindern, dass die Mitarbeiter mit API (Active Pharmaceutical Ingedrients) kontaminiert werden, z.B. durch geschlossene Systeme, gecoatete Produkte oder Absaugsysteme für erzeugten Staub. Link betonte, es sei wichtig, erst einmal den Status Quo festzustellen und anhand der Messungen dann die passende Maschinenlösung zu finden. In der Regel seien dies Unikate.

Verpackungen unterstützen Senioren und Kinder bei der Einnahme von Medikamenten

Bis im Jahr 2050 werden fast 40% der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein. Für Dr. Gundolf Meyer-Hentschel zeigt dies ganz klar, dass die Benutzerfreundlichkeit und Convenience von Verpackungen höchste Priorität hat. Das Meyer-Hentschel-Institut zeichnet deshalb Verpackungslösungen aus, die besonders gut lesbar, leicht zu öffnen, anwendbar, wiederverschliessbar und leicht zu entsorgen sind.  „Höflich“ nennt er das, denn sie machen das Leben einfacher und bequemer.

Dr. Elke Sternberger Rützel von Harro Höfliger Verpackungsmaschinen stellte einen Trinkhalm vor, der ursprünglich für die Verabreichung von Antibiotika an Kinder entwickelt wurde. Er könnte in Zukunft Kindern, Senioren und Menschen mit Schluckbeschwerden helfen, ihre Medikamente leichter und präziser dosiert einzunehmen. Vorteil ist, dass das in Pulverform in einer kleinen Kapsel im Trinkhalm enthaltene Medikament mit verschiedenen Getränken eingenommen werden kann. Das Pulver löst sich erst im Körper auf und die Anwendung ist sehr einfach. Im nächsten Jahr soll der Trinkhalm in England eingeführt werden und könnte auch für Deutschland und die Schweiz interessant sein.

Mithilfe von patientenindividuell verblisterten Arzneimitteln werden derzeit vor allem Mitarbeitende in Krankenhäusern und Altenheimen entlastet, berichtete Roland Heller von der Blister Center Aschaffenburg GmbH. Dieser Service, bei dem die Medikamente eines Patienten entsprechend ihrem Einnahmezeitpunkt sortiert verpackt werden, stellt hohe Anforderungen an die Verpackung. Denn die kleinen Beutel müssen zahlreiche Anforderungen erfüllen, um die richtige Zuordnung und Einnahme zu gewährleisten. Was in Aschaffenburg im grossen Rahmen geschieht, gibt es in den skandinavischen Ländern bereits im Kleinformat in Form von so genannten Smart Medication Dispensern. Das sind kleine Geräte, die dem Patienten oder der betreuenden Pflegeperson die Blister ausgeben und an die Einnahme erinnern.

Digitalisierung unterstützt Prozesse und sorgt für Sicherheit und Anwenderfreundlichkeit 

Einen Blick in die Zukunft warf Elmar Maus von der Constantia Flexibles International GmbH. Er sprach über die Verbindung von Verpackungen mit der virtuellen Welt. So seien im Pharmaziebereich beispielsweise Chatbots einsetzbar, die standardisiert oder mit künstlicher Intelligenz Fragen zu Medikamenten beantworten. Mit einem Digital Diary können die Fortschritte der Behandlung dokumentiert werden und so die Besprechungen mit dem Arzt oder Apotheker unterstützen. Beipackzettel können in digitaler Form benutzerfreundlicher sein, indem sich beispielsweise die Schriftgrösse ändern lässt, Spracheinstellungen vorgenommen oder gezielt nach Begriffen gesucht werden kann.

Yannick Deiss und Peter Salzmann von der Salted GmbH zeigten, wie anhand von Database Publishing Publikationen wie Broschüren, Beipackzettel oder Beilagen innerhalb von Sekunden korrekt erstellt werden können. Gerade im Pharmabereich komme es auf Schnelligkeit und Prozesssicherheit an. Sie stellten ein Projekt vor, in dem sie ein datenbankbasiertes Layout für einen Beipackzettel erstellt haben, der in 35 Sprachen produziert wird und der an die korrekte Übersetzung und einheitliche Darstellung extrem hohe Anforderungen stellt. Liquide Layouts sorgen bei einer anderen Firma dafür, dass die rund 6000 verschiedenen Umverpackungen variabel bespielt werden können. Wo eine Mitarbeiterin früher zwischen 35 und 60 Minuten für die Anpassung des Layouts benötigte, sind heute nur noch 2 Sekunden nötig.

SAVE THE DATE: Am 17./18. November 2021 findet das nächste APV/SVI-Pharmaverpackungsforum statt.

 

Grafik  1: Unsere Vorgehensmethode nach SpedAn

Grafik 2: Beispiel eines Europäischen Netzwerks mit starker Kostenoptimierung

Grafik 3: Beispiel eines Schweizerischen Netzwerks mit sehr hoher Serviceoptimierung

Distribution ein notwendiges Übel?

Nein, Distribution ist eine Chance zu brillieren. Die Notwendigkeit ist eine logische Konsequenz unserer hohen Ansprüche sowie der allgemeinen Arbeitsteilung. Eine gut organisierte Distribution mit entsprechenden Herstellmengen, -orten und Fahrtenbündelung verhilft auch vielen Produkten zu einer gesamthaft verbesserten Umweltbilanz bei konkurrenzfähigen Preisen.

Stellenwert der Distribution

Der Stellenwert einer konzeptionell optimalen Distribution wird noch immer häufig unterschätzt. Bei vielen Mitarbeitenden im Verkauf und auch im höheren Management wird die Distribution als notwendiges Übel gesehen, welche nur die eigenen Margen reduziert. Chancen, welche die Distribution bietet, werden unterschätzt: Da sich physische Produkte leicht von Konkurrenten kopieren lassen, gilt es sich in der Distribution mit integriertem Service zu differenzieren.

Eine gute Distribution kann auf zwei Arten umgesetzt werden. Mit dem ersten Weg wird die Distribution über das bestehende Netzwerk eines oder mehrerer Logistikdienstleiter abgeschlossen. Hierbei gilt es, aus dem entsprechenden Angebot der möglichen Anbieter die relevanten Bausteine richtig zu verknüpfen (2PL, 3PL oder 4PL). Mit dem zweiten Weg - dem Weg einer spezifischen und smarten Optimierung - ist die Distribution ein integraler Bestandteil des Kundenservices. Sie ist damit nicht nur eine Differenzierung im Markt, sondern ist auch vor Ort beim Kunden eine wichtige Visitenkarte Ihres Unternehmens. In diesem Fall darf sie auch etwas mehr kosten. Grosse Distributionsgebiete sind öfters auch eine Kombination von beiden Wegen. Die langen Distanzen erfolgen dann kostenoptimiert durch einen Logistikdienstleister und die «Letzte Meile» mit Kundenkontakt durch eine eigene oder spezialisierte Organisation.

Vorgehen zur Optimierung

Allgemein gilt: eine Distribution kann auf Kosten, Geschwindigkeit, Added Services oder auf eine Kombination daraus ausgerichtet werden. Der grösste Kostenblock steckt i.d.R. in der richtigen Clusterung bzw. der Netzauslegung. Dabei gilt zu beachten, dass Netzknoten immer einen fixen Kostenblock darstellen, während Transporte kostenvariabel gestaltet werden können. Die Geschwindigkeit muss durch Routen mit entsprechend hoher Frequenz und einem Minimum an Zwischenhandling optimiert werden. Die Added Services sind hingegen aus der Firmenstrategie und den Servicelevels abzuleiten. Das konkrete und messbare Festlegen sowie das anschliessende Vermarkten der Servicelevels werden leider noch nicht flächendeckend angewendet. Deshalb gehen wir bei entsprechenden Beratungsaufträgen immer alle drei Optimierungsstränge in der Kombination an.

Für die Added Services bzw. die Servicelevels haben wir in den letzten 25 Jahren entsprechende Checklisten erstellt, um unsere Kunden schnell und nachhaltig zu unterstützen. Servicelevels sind weit mehr als Lieferzeit und Verfügbarkeit. Wir prüfen 28 Dimensionen jeweils mit unterschiedlichen Ausprägungen und dies in zwei Workshops à ½ Arbeitstag. Natürlich verfügen wir auch über die Planungstools zur Netzwerkauslegung und Optimierung. Für nationale und internationale Fremdvergaben in der Distribution haben wir eine erprobte modulare Ausschreibungsvorlage. Weiter verfügen wir über vertiefte Kenntnis der aktuellen Marktpreise sowie viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit externen Logistik-Dienstleistern. Das gesamte Standartvorgehen ist in einem von uns entwickelten Tool namens SpedAn konsolidiert. Dieses Tool wird seit über 20 Jahren laufend aktualisiert und weiterentwickelt.

Fazit

Unterschätzen Sie den Stellenwert der Distribution nicht. Darin sollte viel Kreativität investiert werden, auch wenn sie im Alltag nur auffällt, wenn sie nicht funktioniert. Im Rahmen einer Überprüfung oder Konzeption gilt es, auf viele Fragen passende Antworten zu finden: Service- und Kostensicherheit, selbst oder fremd, Marktentwicklungen (Wasserstoff-Fahrzeuge, Verfügbarkeit Chauffeure), politische Entwicklung (Lenkungsabgaben, Kabotage), Umfeld (Verkehrsentwicklung, Nachfrageentwicklung), sinnvoller Modalsplit (Bahn, Drohnen) und vieles mehr.

Ohne Distribution funktioniert unser Gesellschaftssystem nicht. In jeder Distribution besteht Optimierungspotential. Gerade in unsicheren Zeiten wie heute, kann es sich fast kein Unternehmen leisten, bestehende Potenziale nicht auszuschöpfen. Passen Sie auf, dass nicht Ihr Wettbewerber schneller und konsequenter ist als Sie. Viel Erfolg!

 

Dr. Peter Acél, 1959, CEO der Dr. Acél & Partner AG, CMC-zertifizierter Unternehmensberater. Seine Kompetenzfelder sind: Logistikstrategien, Produktionsoptimierung, Fabrikplanung und Betriebsorganisation.

Studium Maschinenbau, Abschluss als Dr. sc. techn. ETH. Seit 1996 ist er Teilhaber und Gründer der Dr. Acél & Partner AG. Weiter hat er seit 1993 an der ETH Zürich diverse Lehraufträge: Betriebliche Simulation, Arbeitsplatzgestaltung und Fabrikplanung.

Dr. Peter Acél ist zudem technischer und wissenschaftlicher Gerichtsexperte und Autor von mehreren Publikationen zu Logistik, industrieller Produktion und Unternehmensführung.

Die Dr. Acél & Partner AG ist eine internationale Unternehmensberatung in Zürich. Das Team bilden 12 Mitarbeitende sowie ein Netzwerk aus rund 500 Beratern weltweit. Ihre Kernkompetenz ist die Optimierung der Operations mit Logistik, Produktion und Administration. Zu den rund 300 internationalen Kunden in über 850 Projekten dieses offiziellen Nachfolgeunternehmens der Stiftung BWI/ETH Zürich zählen seit 1996 Firmen aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Verwaltung.

Anmeldung für den Swiss Packaging Award 2021 beginnt

Neuer Sonderpreis rückt Kreislaufwirtschaft stärker in den Fokus

Mit der Ausschreibung des Swiss Packaging Award 2021 lanciert das Schweizerische Verpackungsinstitut SVI den neuen Sonderpreis Kreislaufwirtschaft. Für den Sonderpreis kann jede Verpackung angemeldet werden, die auch in einer der sechs Hauptkategorien Nachhaltigkeit, Convenience, Design, Marketing, Konstruktion und Technik an den Start geht. Anmeldung bis zum 15. Januar 2021 unter www.swisspackagingaward.ch möglich.

Thema Kreislaufwirtschaft stärker im Fokus   

Mit der Einführung des Sonderpreises Kreislaufwirtschaft trägt das SVI der aktuellen und zukünftig immer wichtiger werdenden Entwicklung von kreislauffähigen Verpackungen Rechnung. „Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand. Allerdings sind nachhaltige Verpackungen nicht zwingend kreislauffähig“, erklärt SVI-Geschäftsführer Andreas Zopfi. „Ein minimaler Materialeinsatz, wie er beispielsweise durch Verbundmaterialien bei Lebensmittelverpackungen möglich ist, kann zwar (noch) nicht recycelt werden, hat aber eine sehr gute Ökobilanz“, so Zopfi weiter. Mit der Einführung des Sonderpreises wolle man der Fachjury deshalb die Möglichkeit geben, verschiedenen Ansätzen gerecht zu werden.

Wer kann teilnehmen?  
 

Zugelassen sind innovative Verpackungen, Packhilfsmittel, Displays (warentragende Systeme, Präsentationselemente) sowie Verpackungs- und Abpacksysteme, die von schweizerischen Firmen respektive Personen entwickelt, designt, hergestellt oder vertrieben werden oder von ausländischen Firmen bzw. Personen, die ihre Einsendung auf dem schweizerischen Markt eingeführt haben. Pro Einsender können mehrere Verpackungen eingereicht werden.

Nachwuchstalente sind ebenfalls aufgerufen, ihre Verpackungsideen beim Swiss Packaging Award anzumelden: Für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende ist die Teilnahme kostenlos. Sie werden in der entsprechenden Kategorie von der Jury bewertet. Voraussetzung ist, dass die Produkte nicht am Markt eingeführt sind. „Wir suchen die Verpackungsentwickler der Zukunft. Wieso also nicht eine Projektarbeit in der Ausbildung, Schule oder Hochschule auf die Teilnahme am Swiss Packaging Award ausrichten?“, sagt Andreas Zopfi.

9 Awards gibt es zu gewinnen    

Der Swiss Packaging Award wird in den Kategorien Nachhaltigkeit, Convenience, Design, Marketing, Technik und Konstruktion vergeben. Hinzu kommen der Nachwuchspreis, der Sonderpreis Kreislaufwirtschaft sowie der Publikumspreis als Sonderwertungen. Zum Wettbewerb sind Verpackungen aller Materialien zugelassen. Der Fokus liegt dabei auf der Förderung und Auszeichnung ganzheitlicher Verpackungslösungen, unabhängig vom Packstoff. Pro Kategorie werden von einer 16-köpfigen Fachjury in einem zwei Tage dauernden Jurierungsprozess bis zu drei Verpackungen nominiert, aus der ein Gewinner erkoren wird.

Konsumenten wählen den Publikumssieger online    

Wer den Publikumspreis bekommt, entscheidet nicht die Fachjury, sondern die Verbraucherinnen und Verbraucher: Mittels E-Voting wählen sie ihre beliebteste Verpackung des Jahres. Eine ganz besondere Auszeichnung für die teilnehmenden Unternehmen!

Warum teilnehmen?    

Der Swiss Packaging Award steht für innovative und zukunftsweisende Verpackungslösungen in der Schweiz. Die Teilnehmenden profitieren von der Möglichkeit, sich als Unternehmen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Ein Sieg oder eine Nominierung bringt dem Unternehmen hohe Aufmerksamkeit, bestätigt die eigene Leistung und motiviert die Mitarbeitenden. Alle prämierten und nominierten Verpackungen sowie die daran beteiligten Firmen oder Personen dürfen das offizielle Signet des Swiss Packaging Awards verwenden. Die Gewinner qualifizieren sich zudem automatisch für die World Star Packaging Awards, dem internationalen Verpackungswettbewerb der World Packaging Organization (WPO).

Zeitlicher Ablauf Swiss Packaging Award 2021

10.11.2020 – 15.01.2021  Anmeldung zum Swiss Packaging Award 2021
15.02.2021 – 15.04.2021  Publikumspreis 2021 – Abstimmung
25.02.2021 – 26.02.2021  Jurierungstage
Mai/Juni 2021  Preisverleihung Swiss Packaging Award (der genaue Termin wird noch bekannt gegeben)

Ansprechpartnerin ist Susanne Köhler

koehler@svi-verpackung.ch

+41 31 550 59 45

Über das Schweizerische Verpackungsinstitut (SVI):

Das Schweizerische Verpackungsinstitut SVI, gegründet 1963 mit Sitz in Bern, ist die packstoffneutrale Dachorganisation der schweizerischen Verpackungswirtschaft. Das SVI repräsentiert den gesamten «life cycle» der Verpackung und fungiert als Partner zwischen Behörden, Medien, Konsumenten und Verpackungswirtschaft. Durch seine packstoffneutrale Ausrichtung fördert das SVI ganzheitliche Verpackungslösungen. Ziel ist es, die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Verpackungswirtschaft zu stärken und nach aussen zu präsentieren. Als Kommunikationsplattform unterstützt das SVI die Weiterentwicklung des Verpackungswesens sowie den Erfahrungsaustausch zwischen seinen Mitgliedern und fördert die berufliche Weiterbildung. Jährlich vergibt das SVI den Swiss Packaging Award, den Preis für die innovativsten Verpackungen in der Schweiz.

 

Nachhaltigere Verpackungsmaterialien sollten die Abfallproblematik entschärfen. Bild: pixabay

Industrie fördert Hochschulforschung für nachhaltige Verpackungsmaterialien

SIG kündigte an, im Rahmen einer gemeinsamen Initiative mit Nestlé, Logitech und anderen Industriepartnern die wegweisende Forschung an der EPFL (Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne, Schweiz) zu nachhaltigeren Materialien zu unterstützen, um Umweltprobleme mit Plastikabfällen zu reduzieren.

«Nachhaltige Produktinnovation steht im Mittelpunkt des Way Beyond Good von SIG, der das Ziel verfolgt, mehr für Gesellschaft und Umwelt zu tun als in Anspruch zu nehmen», sagt Klaus Andresen, Senior Vice President Global Technology bei SIG. «Wir bieten unseren Kunden bereits heute einige der nachhaltigsten aseptischen Verpackungslösungen an, die es auf dem Markt gibt. Aber wir wollen noch weiter gehen. Deshalb arbeiten wir mit Nestlé und anderen zusammen, um Fortschritte auf dem Weg zu nachhaltigen Verpackungsmaterialien der Zukunft voranzutreiben», so Andresen.

Forschung zu nachhaltigen Materialien vorantreiben

Gemeinsam haben sich die Unternehmen verpflichtet, über 10 Jahre 5 Millionen Schweizer Franken zur Verfügung zu stellen. Mit dieser Förderung wird am EPFL-Institut Materialforschung ein neuer Lehrstuhl für nachhaltige Materialforschung unterstützt.

Der Lehrstuhl unter der Leitung eines Tenure-Track-Assistenzprofessors wird die Entwicklung und Umsetzung eines neuen Forschungsprogramms über nachhaltige Materialien an der EPFL verantworten, einer der dynamischsten und kosmopolitischsten Wissenschafts- und Technologieinstitutionen Europas.

Die Kernbereiche der Forschung werden sich mit kritischen Fragen befassen, wie beispielsweise den gesamten Umweltauswirkungen von Materialien, der Erforschung biobasierter, biologisch abbaubarer und wiederverwertbarer Materialien, einschliesslich hochleistungsfähiger Barrierematerialien auf Papierbasis, die dazu beitragen könnten, Umweltprobleme bei Plastikverpackungen anzugehen.

Stefan Palzer, Nestlé Chief Technology Officer: "Die Bekämpfung der Umweltverschmutzung durch Plastik hat für Nestlé eine hohe Priorität. Wir sind weiterhin bestrebt, neue Ansätze für die Wiederverwendung von Verpackungen zu erproben und gleichzeitig neue Recyclingtechnologien und nachhaltige Verpackungsmaterialien zu evaluieren. Die Entwicklung hochleistungsfähiger, umweltfreundlicher Materialien erfordert ein grundlegendes Verständnis der Materialstrukturen und -eigenschaften. Deshalb investieren wir gemeinsam mit unseren Innovationspartnern in die nachhaltige Materialforschung an der EPFL."

Kunden mit nachhaltigen Lösungen unterstützen

Getränkekartons sind vollständig recycelbar und haben einen geringeren ökologischen Fussabdruck als viele Verpackungsalternativen für lange haltbare Lebensmittel und Getränke wie Milch, Saft oder Suppen. Sie werden hauptsächlich aus Karton aus erneuerbarem Rohstoff Holz hergestellt. In den meisten Fällen werden kleine Mengen an Polymeren und Aluminium als Barriereschichten und zum Schutz flüssiger Lebensmittel sowie für die Verschlüsse benötigt.

SIG bietet bereits eine innovative, aluminiumfreie aseptische Verpackung für Milchprodukte an (combibloc EcoPlus) sowie das SIGNATURE PACK, bei dem über einen Massenbilanzausgleich sichergestellt ist, dass die für die Kartonpackung verwendeten Polymere zu 100% in Verbindung zu erneuerbaren, holzbasierten Rohstoffen stehen. Das Unternehmen arbeitet nun daran, eine aseptische Verpackung aus 100 % erneuerbaren Materialien – ohne Massenausgleich und ohne Aluminium – herzustellen, die für eine Reihe von Produkten verwendet werden kann, darunter auch für Säfte, die empfindlicher auf Licht und Sauerstoff reagieren.

Die Unterstützung der Forschung zu nachhaltigeren, hochleistungsfähigen Barrierematerialien wird SIG helfen, Fortschritte in Richtung dieses Ziels voranzutreiben. Das Unternehmen arbeitet partnerschaftlich mit Kunden zusammen, um Lebensmittel auf sichere, nachhaltige und bezahlbare Weise zu den Verbrauchern in aller Welt zu bringen.

www.sig.biz

 

Mit der neuen Industrieroboter-Simulation von drag and bot können CAD-Modelle genutzt werden, um die Machbarkeit der Applikation innerhalb weniger Minuten abzuschätzen. Bild: drag and bot

Die weltweit erste Industrieroboter-Simulation in der Cloud

Mit der neuen, kostenlosen Robotersimulation von drag&bot wird die Planung von Automatisierungslösungen für Fabriken deutlich einfacher. So können CAD-Modelle von Zelle und Greifer genutzt werden, um Machbarkeit, Erreichbarkeit und Taktzeit der Applikation innerhalb weniger Minuten abzuschätzen.

Das Stuttgarter Unternehmen drag and bot hat mit der «drag&bot SIMULATION» die erste, rein cloud-basierte Simulationsumgebung für Industrieroboter geschaffen. In der benutzerfreundlichen Web-Anwendung können in einer 3D-Umgebung verschiedene Roboter mit eigenen CAD-Modellen der Roboterzelle sowie der Objekte zum Handling und spezifischen Greifern zu einer vollständigen Arbeitsumgebung kombiniert werden. So entsteht ein «Digital Twin» der Roboteranwendung, der sich ganz einfach nach dem Drag-and-Drop-Prinzip programmieren lässt. Mit Hilfe der drag&bot SIMULATION können produzierende Unternehmen neue Automatisierungslösungen jetzt deutlich schneller und kostenlos evaluieren.

Schneller Einstieg ohne spezifisches Roboter-Know-how

Nach der kostenlosen Registrierung erhält der Nutzer seine Zugangsdaten zur Simulation per Mail.  Für die ersten Schritte stehen verständliche Online-Tutorials zur Verfügung, so dass kein spezifisches Roboter-Know-how oder umfangreiche Schulung für den Start notwendig ist. Mit nur wenigen Klicks kann man aus verschiedenen Funktionsblöcken vollständige Roboterprogramme inklusive Spezialfunktionen wie z. B. Fehlerbehandlung zusammensetzen. Eigene CAD-Umgebungen lassen sich einfach in die Simulation hochladen und verwenden. Jedes Programm kann mit verschiedenen Roboter-Marken und -Modellen hinsichtlich der Erreichbarkeit und Taktzeit getestet, und so die passende Hardware bestimmt werden. Fertige Roboterprogramme stehen anschliessend zum Download zur Verfügung und können dann mit der Produktionsversion von drag&bot direkt am realen Roboter verwendet werden. 

Umsetzung mit internen Ressourcen: Do-It-Yourself-Robotics

Nach der Evaluation mit der «drag&bot SIMULATION» können produzierende Unternehmen mit der entsprechenden Software «drag&bot PRODUCTION» ihre Roboterzelle mit internen Ressourcen selbstständig umsetzen. Durch Plug&Play Schnittstellen zu Hardware wie z. B. Greifern, Kraft-Momenten-Sensoren, Kameras, Vision-, Feeder-, SPS-Systemen uvm. gelingt die Integration in wenigen Minuten – auch ohne IT-Wissen. Für die Programmstruktur kann auf das bereits vorhandene Programm aus der drag&bot SIMULATION zurückgegriffen werden. Reale Wegpunkte und Bahnen werden dem Roboter per Teachpanel des Roboters, intuitiven drag&bot Teach-Pendant oder z. B. einer 6D-Maus beigebracht. Nach Inbetriebnahme können Werker und Produktionsmitarbeiter mit Hilfe des individualisierbaren Cockpit Panels die wichtigsten KPIs der Anlage sehen und bei Umrüstung oder Fehlern direkt und flexibel mit dem Roboter interagieren. Aufgrund der damit verbundenen Flexibilität und schnellen Rentabilität setzen mehr und mehr Fabriken auf die eigenständige Automatisierung mit Robotern.

Bereits im Einsatz in vielen verschiedenen Industrien

Nahezu alle gängigen Roboterapplikationen lassen sich mit drag&bot flexibler als bisher möglich realisieren. Die Software ist inzwischen mit Robotern von allen gängigen Herstellern in Europa kompatibel – unter anderem seit kurzem auch mit den Robotern von Epson, Yaskawa und Stäubli. Neben Automotive und Anlagenbau setzen zunehmend Branchen wie die Metallverarbeitung und Elektronikfertigung auf drag&bot. 

Über drag and bot

Die drag and bot GmbH wurde im Dezember 2017 von Martin Naumann, Pablo Quilez, Witalij Siebert und Daniel Seebauer in Stuttgart gegründet und ermöglicht eine neue Form der Roboterprogrammierung. Die Funktionen sowie die Programmabläufe des Roboters können einfach über ein Baukasten-System via Drag-and-Drop definiert werden – unabhängig vom Hersteller und ohne Programmierkenntnisse. Die Automatisierungslösung wird bereits von internationalen Produktions- und Industrieunternehmen aus den Branchen Automotive, Elektrotechnik, Maschinenbau und Automatisierungstechnik eingesetzt. 

www.dragandbot.com

 

Bild: Easyfairs

«EMPACK 2020» und «Logistics & Distribution 2020»:

«Messen stimulieren die Nachfrage und unterstützen die Wirtschaft»

Die nationalen Leitmessen «EMPACK 2020» und «Logistics & Distribution 2020» bleiben ein wichtiger Baustein in der Schweizer Verpackungs- und Logistikbranche. Der Termin für den Branchenevent wurde wegen der Covid-19-Prävention in den Herbst verschoben und findet nun vom 18. bis 19. November in Zürich statt. Es herrscht dazu grosse Erleichterung in der Branche, dass der Bundesrat Grossveranstaltungen ab 1. Oktober wieder erlaubt hat. Über Sicherheitskonzepte und aktuelle Massnahmen informieren Debora Holdener, Event Content Manager und Daniel Nussbaumer, Head of Events vom Messeveranstalter Easyfairs Switzerland GmbH im Interview.

Wie ist aktuell die Stimmung bei Ihnen im Team mit Blick auf den wichtigsten und einzigen Grossevent der Schweizer Verpackungs- und Logistikbranche? 

Daniel Nussbaumer: Die Vorfreude darauf, dass es bald wieder losgeht, ist jetzt bei uns allen spürbar. Denn eine Messe ist immer das Endprodukt einer langen Vorbereitungszeit und so auch ein bisschen Belohnung für die Arbeit. Darum ist es wichtig, dass diese Messen stattfinden können und wir am Schluss einen erfolgreichen Event haben. 

Wie stehen die Zeichen für die Durchführung der Messen im November? 

Debora Holdener: Die Zeichen stehen sehr gut. Die Messen in dem von uns geplanten Format gelten ja nicht als Grossveranstaltungen, deswegen obliegen sie auch nicht dem allgemeinen Veranstaltungsverbot, Wir werden natürlich alle erforderlichen Massnahmen zum Gesundheitsschutz umsetzen, damit sich alle Beteiligten sicher fühlen können. Insofern wird das in diesem Jahr sicherlich eine besondere Situation sein. 

Wie wichtig sind die beiden Fachmessen für die Verpackungs- und Logistikbranche – auch mit Blick darauf, die Wirtschaft auf allen Ebenen zu unterstützen?

Daniel Nussbaumer: Es ist aus unserer Sicht sehr wichtig, die Wirtschaft tatkräftig zu unterstützen. Messen können dazu beitragen, die Nachfrage zu stimulieren und die Branchen wieder zusammenzubringen. Das sind wichtige Bausteine für einen Schritt in die Zukunft. 

Wie sehen die Schutzkonzepte aus und welche Vorsorge wird für den Gesundheitsschutz von Ausstellern und Messebesuchern getroffen? 

Debora Holdener: Es werden selbstverständlich alle erforderlichen Hygienemassnahmen gemäss BAG und den Behörden umgesetzt. Wir werden also zum Beispiel Desinfektionsmittel für die Hygiene der Hände bereitstellen, auf Einhaltung der Distanzregeln achten ebenso wie auf die regelmässige Reinigung der Gemeinschaftsflächen in den Networking-Zonen, Café-Bars etc. Ebenso gilt Maskenpflicht für Aussteller, Besucher sowie Mitarbeitende. Darüber hinaus wird das Tragen von Handschuhen während der Messen empfohlen. Es wird eine kontaktlose Registrierung vor Ort umgesetzt. Wir haben ausserdem eine Zählanlage im Eingangs- und Ausgangsbereich installiert, um die maximale Besucherauslastung gewährleisten zu können. 

Während der Veranstaltungen wird ein Einbahnstrassensystem in den Gängen den Mindestabstand gewährleisten. Wir stellen ausserdem den Ausstellern für beide Messetage ein Hygienepaket zur Verfügung, das Masken, Gel für die Hände, Einmalhandschuhe sowie ein Oberflächenspray beinhaltet. 

In Arbeit ist zudem eine Art Contact Tracing, wobei wir darauf achten werden, dass die Besucher bei den Ausstellern unsere Smart Batch-Technologie verwenden, so dass wir nach der Veranstaltung im Falle eines Virusausbruchs mögliche Infizierte informieren können. 

Daniel Nussbaumer: Mit unseren Massnahmen gehen wir weiter, als es das BAG oder die Behörden des Kantons vorschreiben. Die Maskenpflicht wäre eigentlich nicht Bedingung für die Durchführung einer Messe. Easyfairs hat sich jedoch weltweit entschieden, mit gutem Beispiel voranzugehen und die Regeln enger zu definieren zugunsten der Sicherheit aller. 

Wie können angesichts der Corona-Massnahmen angemessen Business-Kontakte geknüpft werden?

Debora Holdener: Generell können wir den Bereich «Connect» mit gezielter Vernetzung dieses Jahr auf der Messe wohl leider nur begrenzt umsetzen. Es wird jedoch Networking Lounges im kleineren Rahmen geben. Und wir wollen die Jobs Corner installieren. Dort haben die Besucher die Möglichkeit, sich über offene Stellen zu informieren und können sich gegebenenfalls direkt bewerben. Wir werden zudem unsere Aussteller und Besucher mit Getränken und Speisen während beider Messetage kostenlos verpflegen und so den Austausch fördern. 

Welche Reaktionen erhalten Sie derzeit von Besuchern? 

Daniel Nussbaumer: Wir haben international unsere registrierten Besucher befragt, wie ihre Einstellung in dieser Zeit gegenüber Messen ist. Dabei konnten wir feststellen, dass ein grosses Bedürfnis nach Messen vorhanden ist. Die Menschen sehnen sich wieder nach persönlichem Austausch. 

Was ist in der Vorbereitung anders als im Vergleich zu bisherigen Messen?

Daniel Nussbaumer: Wir mussten uns dieses Mal mit vielen sicherheitstechnischen Fragen auseinandersetzen. Und die Zusammenarbeit im Team war anders, weil wir alles vom Home-Office aus organisiert haben. Insgesamt bin ich sehr positiv überrascht, wie gut das geklappt hat und wie schnell wir uns dank unserer IT-Lösungen einrichten konnten. 

Debora Holdener: Wir werden die umfangreichen Vorbereitungen mit verschiedenen Kommunikationsmassnahmen begleiten, unter anderem mit Webinaren und Online-Kampagnen, um Informationen an Aussteller und Besucher weiterzugeben. 

Wie arbeitet Easyfairs in dieser besonderen Zeit generell mit Ausstellern, Kooperationspartnern & Verbänden zusammen?

Daniel Nussbaumer: Die Rückmeldungen unserer Aussteller zum Messetermin im November sind durchweg positiv. Viele sind sehr erleichtert und auch dankbar, dass wir dieses Jahr eine Messe durchführen. Viele sehen die November-Veranstaltung als eine Chance, um etwaige finanzielle Einbussen wieder auszugleichen. 

Der Rückhalt der Kooperationspartner und Verbände ist ebenfalls sehr positiv. Viele freuen sich auf die Veranstaltung im November. Wir werden hier unter anderem vom GS1 Switzerland im Logistics- und Distributions-Bereich wie aber auch vom Schweizerischen Verpackungsinstitut im EMPACK-Bereich sehr gut unterstützt. 

Werden Sie ebenfalls Teil des Netzwerks und unterstreichen Sie Ihre Rolle in der Industrie. Als Aussteller profitieren Sie an der EMPACK 2020 und an der Logistics & Distribution 2020 vom 18. bis 19. November in Zürichvon einer Marktpräsenz in ihrer effizientesten Form. Den Zugang dazu bieten All-inclusive-Standpakete und zusätzliche Präsentationsmöglichkeiten. Als Besucher bietet sich Ihnen die Chance, in die Zukunft der beiden Industriezweige zu blicken. Sichern Sie sich dazu Ihren kostenlosen Messeeintritt mit dem Gutschein-Code «2237» auf der Website der EMPACK 2020 oder der Logistics & Distribution 2020.

www.empack-zuerich.ch

www.logistics-distribution.ch

 

Weltweit hat der Logistikdienstleister Neovia Logistics jetzt 185 Smart Glasses im Einsatz und verfügt damit über die weltweit grösste Datenbrillenflotte in der Intralogistik. Bild: Picavi / Neovia Logistics

Logistikdienstleister Neovia setzt auf Pick-by-Vision 

Picavi installiert weltweit grösste Datenbrillenflotte in der Intralogistik

Neovia Logistics setzt zur Kommissionierung in seinem US-amerikanischen Zentrallager in Greenwood, Indiana, ab sofort 85 Smartglasses von Picavi ein. Darüber hinaus hat Neovia 100 zusätzliche Datenbrillen für weitere weltweite Standorte bestellt. Mit dieser Installation verfügt der 3PL-Dienstleister jetzt über die weltweit grösste Datenbrillenflotte in der Intralogistik. Mit dem Picavi Cockpit, einer neuen smarten Anwendung innerhalb des Picavi-Ökosystems, erzielt Neovia weitere Effizienzsteigerungen. Das Unternehmen wickelt mit den Lösungen von Picavi die Logistik aller Motorradkomponenten sowie das Merchandising eines international renommierten Motorradherstellers ab.

Neovia, ein weltweit tätiger und führender Logistikdienstleister, arbeitet bereits seit 2019 mit den Smart Glasses von Picavi. Mit der jüngsten Erweiterung der Datenbrillenflotte setzt das Unternehmen jetzt bei der Kommissionierung komplett auf den Hands-Free-Ansatz der Pick-by-Vision-Brillen. Darüber hinaus hat Neovia eine weltweite Standortlizenz erworben, die es ermöglicht, die Brillen künftig an allen Nevovia-Standorten zu nutzen. Bereits kurz nach der Implementierungsphase konnte der Logistikdienstleister seine Arbeitseffizienz um 15 Prozent steigern. «Mit der Einführung der Pick-by-Vision-Lösung haben wir eine deutliche Produktivitätssteigerung bei unserer Kommissionierung festgestellt», sagt Larry Olson, Director Global Business Technology Solutions. «Die einfache visuelle Führung bringt uns bei der Einarbeitung eine Zeitersparnis von bis zu 60 Prozent und hat dazu beigetragen, die Genauigkeit der versendeten Aufträge deutlich zu verbessern.» 

Picavi Cockpit führt die Anwender durch den Prozess

Für die Administration der gesamten Datenbrillenflotte setzt Neovia auf das Picavi Cockpit. Die neue Business Intelligence-Lösung verfügt über Features für die Generierung von Smart Data sowie die Administration und Wartung der Pick-by-Vision-Brillen. Mit dem darin integrierten Mobile Device Management wird unter anderem die Schulung neuer Mitarbeiter deutlich erleichtert. Durch die Funktion Screen Cast lässt sich die Echtzeitanzeige der Brille auf einen Monitor oder ein Tablet projizieren. So können die Ausbilder, insbesondere für neue Mitarbeiter, die Arbeitsschritte noch besser veranschaulichen. Darüber hinaus nutzt Neovia auch die Smart-Data-Funktion Analytics. Über Sensoren an den Smart Glasses werden Anwendungsparameter und KPIs gesammelt und dann im Picavi Cockpit gewinnbringend optimiert. Mit dem neuen Tool konnte Neovia weitere Optimierungspotenziale erkennen und setzt die intelligenten Datenbrillen jetzt noch effizienter ein.

Pick-by-Vision international immer gefragter

Der Auftrag von Neovia an Picavi unterstreicht die immer stärker wachsende Nachfrage nach der Pick-by-Vision-Lösung im nordamerikanischen Logistiksektor. Das 2013 gegründete deutsche Logistik-Start-up hat dieser Entwicklung bereits im vergangenen Jahr mit der Gründung des US-amerikanischen Tochterunternehmens Picavi U.S. Inc. Rechnung getragen. Damit wurde die kundenspezifische Betreuung vor Ort intensiviert und das Business Development vomeigenen Standort in Chicago, Illinois, aus intensiviert. 

Über Picavi GmbH

Picavi wurde 2013 gegründet und bietet seit 2015 seine Pick-by-Vision-Lösung der Lagerwirtschaft marktreif an. Der Firmensitz des Unternehmens befindet sich in der Technologieregion Aachen. Zahlreiche grosse, international agierende Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen setzen Picavi bereits im Tagesgeschäft ein.

Ein umfangreiches Netzwerk aus Dienstleistungs-, Integrations-, Technologie- und Vertriebskooperationen unterstützt die 30 Mitarbeiter bei ihrer Tätigkeit für die Kunden. Picavi zählt zu den engen Partnern von Glass. Der Datenbrillenhersteller ist mit dem Modell Glass Enterprise Edition 2 seit Frühjahr 2019 auf dem Markt. Für die stetige Verbesserung der Brille setzen beide Unternehmen auf einen konstanten Wissensaustausch, der Synergien aus der Verbindung der jeweiligen Kernkompetenz schafft.

www.picavi.com

Anstieg der Beekeeper-Nutzerzahlen seit Anfang März nach Branchen. Bild: Beekeeper GmbH

Rund 50 Prozent Zuwachs bei der Nutzung von Mitarbeiter-Apps in Gesundheitsbranche und Logistik

Beekeeper unterstützt Unternehmen mit einem Krisenkommunikations-Kit, das innerhalb von 48 Stunden für alle Mitarbeiter einsatzfähig ist. Denn die Mitarbeiter-Apps spielen in der Corona-Krise eine grosse Rolle für die interne Kommunikation. Das zeigt eine weltweite Auswertung der Beekeeper AG zum Nutzungsverhalten ihrer Kunden in den ersten drei Märzwochen dieses Jahres: Die Nutzerzahlen bei Logistikunternehmen sind um 51 Prozent angestiegen. Mit einem Plus von 48 Prozent folgen Einrichtungen der Gesundheitsbranche wie Krankenhäuser, Rettungsdienste, Pflegeheime und der Spitex.
In der industriellen Produktion sowie in Politik und Verwaltung nahm die Nutzung der App um fast 32 Prozent zu. Auch bei Finanzdienstleistungen, in Non-Profit-Organisationen, bei Versorgungsunternehmen und im Bildungsbereich gibt es mit jeweils über 20 Prozent deutliche Zuwächse. Branchenübergreifend gab es seit Anfang März wöchentlich durchschnittlich 18 Prozent mehr Nutzer. Betrachtet man einzelne Länder, so zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Schwere des Coronavirus-Ausbruchs und der Nutzung der Mitarbeiter-App: Die stärksten Anstiege gab es in Italien am 26. Februar, in Frankreich und Spanien am 11. März, in der Schweiz und Deutschland am 16. März und in den Vereinigten Staaten am 18. März. Beekeeper hat auf die gestiegenen Nachfrage in kürzester Zeit reagiert: Ab sofort ist der Roll-out der Mitarbeiter-Plattform in einer speziell für die Krise entwickelten Emergency-Version innerhalb von 48 Stunden möglich. 

Cristian Grossmann, CEO von Beekeeper: „ Unsere Auswertung zeigt, dass Unternehmen auf der ganzen Welt unser Angebot annehmen: Die Nutzung steigt seit Anfang März stark an. Wir sehen, dass interne Kommunikations-Apps seit Ausbruch des Coronavirus immer wichtiger wird. Logistik, Krankenhäuser und Regierung stehen unter besonderem Druck, damit Lieferketten, das Gesundheitssystem und die Verwaltung auch unter diesen aussergewöhnlichen Umständen weiterhin funktionieren. Unsere Lösung spielt offensichtlich eine grosse Rolle dabei, die aktuellen Herausforderungen an Krisenkommunikation zu bewältigen. Darum geben wir jetzt alles, dass Unternehmen mit unserer Mitarbeiter-App so schnell wie möglich einsatzfähig sind.“

In der Krise: Personalbedarf ist hochdynamisch

Nicht nur der Staat, auch jedes einzelne Unternehmen muss sich auf Krisen vorbereiten. Der internen Kommunikation kommt hierbei eine entscheidende Rolle zu. „Eine gut durchdachte Kommunikationsstrategie ist unverzichtbar. Nur so können Unternehmen sich im Ernstfall darauf fokussieren, das Geschäft weiterzuführen“, betont Cristian Grossmann. Eine reibungslose und schnelle interne Kommunikation, die jeden Mitarbeiter sofort an jedem Ort erreicht, ist deshalb unverzichtbar. In einer In einer Krisensituation wie dieser wie dieser ist der Bedarf an Personal und aktuellen Informationen in systemrelevanten Bereichen hochdynamisch. Daher ist es wichtig, dass Unternehmen bereits vor der Krise einen für ihre individuellen Anforderungen passenden Kommunikationskanal festlegen. So übermittelt eine App für die interne Kommunikation und Zusammenarbeit beispielsweise in Krankenhäusern kurzfristige Änderungen der Dienstpläne und andere wichtige Informationen in Echtzeit gezielt an die richtigen Mitarbeiter. Und das unabhängig davon, wo sie sich aktuell aufhalten – auf Krankenstationen, in Supermärkten, auf Baustellen, in der Fabrik oder in Rufbereitschaft zu Hause. 

Kantonsspital Baden: Wichtiger Informationskanal für die Infektiologie

Im Kantonsspital Baden (KSB) hilft Beekeeper den über 2‘000 Mitarbeitern bereits dabei, die Herausforderungen durch das Virus zu bewältigen: „Im KSB hat sich die Beekeeper-App inzwischen zum wichtigsten Informationskanal für unsere Mitarbeitenden entwickelt. In der Bewältigung der Herausforderungen mit dem Coronavirus in einem grossen Krankenhaus wie dem KSB hat die App ihr Stärken erneut und eindrücklich bewiesen. Tagesaktuell informiert die leitende Ärztin Infektiologie über alle wichtigen Aspekte im Umgang mit der Situation – dies schafft Sicherheit für alle direkt betroffenen Berufsgruppen. Dass dies von den Mitarbeitenden sehr geschätzt wird, zeigen die überproportional vielen Likes, welche die Posts zum Coronavirus regelmässig erhalten“, sagt Stefan Wey, Stv. Leiter Marketing und Kommunikation.

Das Wir-Gefühl stärken in Zeiten von Social Distancing

Gerade in Zeiten von Social Distancing und Homeoffice ist es neben dem stetigen Informationsfluss wichtig, den Zusammenhalt im Unternehmen zu stärken und die digitalen Möglichkeiten des Mitarbeiter-Engagements zu nutzen. Für Sandra Traxler-Indermühle, Verwaltungsratspräsidentin und Vorsitzende der Geschäftsleitung bei Indermühle Gruppe, ein wichtiger Aspekt in Krisenzeiten: „Die Indermühle Gruppe ist eng mit ihren Teams verbunden und kommuniziert begeistert mit Beekeeper. Mit dieser App stellen wir nicht nur den Informationsfluss rund um die Uhr sicher, sondern leben auch ganz stark das Wir-Gefühl, das es gerade in Zeiten wie diesen so sehr braucht.“

Checkliste: Kommunikationsstrategie in Krisenzeiten

Unternehmen sollten:

  • in normalen Zeiten bereits einen Krisenstab definieren, der im Ernstfall greift und die Situation in regelmässigen Zeitabständen evaluiert und bei Bedarf Massnahmen ergreift

  • einen Q&A-Katalog mit wichtigen Fragen und Antworten erstellen, um mögliche Unsicherheiten unter den Mitarbeitern zu verhindern

  • eine rechtzeitige Kommunikation sicherstellen, das heisst, die Mitarbeiter immer so frühzeitig wie möglich informieren

  • eine Plattform implementieren, die unternehmensweit für interne Kommunikation genutzt wird und sofort einsatzfähig ist, so dass die Mitarbeiter im Falle einer Krise sofort wissen, wo sie wichtige Informationen erhalten 

Weitere Informationen

Checkliste zur Krisenkommunikation:
https://www.beekeeper.io/de/checkliste-zur-krisenkommunikation

Schnell einsatzbereit: Krisenkommunikations-Kit von Beekeeper
https://www.beekeeper.io/de/beekeeper-krisenkommunikation

Über Beekeeper

Die Beekeeper AG, mit Hauptsitz in Zürich und einer GmbH in Berlin, ist führender Anbieter einer mobilen Mitarbeiter-Plattform zur Digitalisierung der internen und operativen Kommunikation. Mit seiner Lösung macht das Unternehmen den weltweit über zwei Milliarden Non-Desk Mitarbeitern den Arbeitsplatz mobil zugänglich. Die Kommunikation erfolgt via Privat- oder Gruppenchats sowie über Streams. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der mobilen Abwicklung operativer Prozesse, wie beispielsweise Schichtplanung oder Lohnabrechnungsversand.
Seit 2012 unterstützt Beekeeper mit seiner Lösung vorwiegend Firmen aus dem Energiesektor, der Produktion und dem Gesundheitswesen. Die Mitarbeiter-App verbindet jedes einzelne Teammitglied mit dem gesamten Unternehmen – in Echtzeit über mobile Endgeräte, den Desktop oder Bildschirme. Drittsysteme lassen sich über den Beekeeper Marketplace einfach und sicher mit der Lösung integrieren. Inzwischen beschäftigt Beekeeper über 150 Mitarbeiter an sechs Standorten weltweit. Zu den Kunden in der Schweiz gehören Kantonsspital Baden, Spitex, ISS Schweiz, Ricola, Globus, Rivella oder Franz Carl Weber.

www.beekeeper.io

 

Bild: SPAR

Über Kopf montiert für mehr Platz in der Halle

Rund 100 elektrische Flurförderzeuge sorgen im Schweizer Zentrallager der SPAR Gruppe in St. Gallen dafür, dass die rund 8.800 verschiedenen Artikel im Sortiment zuverlässig an Filialen und Partner im ganzen Land versendet werden können. Um die Verfügbarkeit und Effizienz der Flotte zu erhöhen, setzt die Handelskette auf die Batterieladetechnik von Fronius: Eine maßgeschneiderte Ladeinfrastruktur ermöglicht es SPAR, wertvollen Platz in der Halle einzusparen und gleichzeitig die Betriebskosten für die Stapler deutlich zu reduzieren.

SPAR ist der weltweit größte freiwillige Zusammenschluss von Händlern in einem Franchise-System. Die Geschäfte, Groß- und Supermärkte treten zwar unter gleichem Namen und mit einheitlichem Logo auf, sind aber eigenständige Gesellschaften. Unter dem Emblem der Tanne sind die SPAR-Märkte mittlerweile in 49 Ländern auf vier Kontinenten bekannt – auch in der Schweiz. Die Wurzeln der Handelskette reichen hier tief – bis zurück ins Jahr 1761: Damals gründeten die Vorgänger der heutigen SPAR Gruppe in St. Gallen ein „Spezereigeschäft“, das unter anderem Kaffee, Tee, Schokoladen, Gewürze, Importwaren und weitere Artikel des täglichen Bedarfs anbot. 1944 wurde der florierende Kolonialwarenhandel um Früchte und Gemüse ergänzt, 1967 kamen auch Frischprodukte hinzu. 1989 schließlich erfolgte mit Unterzeichnung des Franchise-Vertrags die Gründung der Schweizer SPAR Gruppe, die heute als Holding mit drei operativen Unternehmen auftritt: Der SPAR Handels AG, der TopCC AG und der SPAR Management AG. Das Filialnetz umfasst inzwischen 185 Nachbarschafts- und Convenience-Märkte sowie elf TopCC Abholmärkte für Gastronomen, Geschäftskunden, Vereine und öffentliche Einrichtungen.
Beliefert werden diese aus dem Zentrallager der SPAR Gruppe, das sich auch heute noch in St. Gallen befindet. Mit dem Kolonialwarengeschäft von damals hat das hochmoderne Logistikzentrum natürlich nicht mehr viel zu tun: Auf einer Fläche von 33.000 Quadratmetern lagern hier rund 8.800 verschiedene Artikel mit einem Gesamtwert von etwa 26 Millionen Schweizer Franken. Mehr als 600.000 Rollcontainer verlassen jährlich die Hallen und werden per LKW zu den Filialen und Partnern im ganzen Land transportiert. Innerbetrieblich sorgt eine Flotte von 100 elektrischen Flurförderzeugen für einen schnellen und effizienten Warenfluss. Da bei SPAR im Schichtbetrieb gearbeitet wird, müssen Stapler und Batterien für lange Einsatzzeiten ausgelegt sein. Wechselbatterien nutzt das Unternehmen nicht.
Bis vor kurzem verwendete SPAR zum Laden der Antriebsbatterien hauptsächlich Geräte mit 50-Hertz-Technologie. Die massiven Apparate beanspruchten eine Menge Platz, weswegen sie in einem separaten Raum im Untergeschoss untergebracht waren. „Diese Lösung war allerdings ziemlich umständlich“, erinnert sich Daniel Stohr, Bereichsleiter Warehouse. „Jeder Stapler musste einzeln per Lastenaufzug in den Laderaum gebracht und dort angeschlossen werden – bei so einer großen Flotte kommt da ein ganz schöner Zeitaufwand zusammen. Auch die Betriebs- und Wartungskosten für den Aufzug waren durch die ständige Auslastung erheblich.“ 
Die Verantwortlichen bei SPAR beschlossen deshalb, die Ladeinfrastruktur zu modernisieren. Auf einer Logistik-Fachmesse war das Unternehmen auf die österreichische Firma Fronius aufmerksam geworden: Fronius entwickelt für seine Kunden maßgeschneiderte Komplettsysteme rund um das Laden von Antriebsbatterien – immer mit dem Ziel, Energie und Kosten einzusparen und die Prozesse in der Intralogistik zu optimieren. „Gemeinsam haben wir zuerst einmal die Ist-Situation bei SPAR genau unter die Lupe genommen und daraufhin Lösungsvorschläge erarbeitet, um die Abläufe in der täglichen Arbeit zu verbessern“, erklärt Reto Baumgartner, Vertrieb Batterieladesysteme bei Fronius Schweiz. „Diese haben wir mit dem Kunden abgestimmt und schließlich zusammen umgesetzt.“

Platzsparend und normgerecht montiert

Die wichtigste Änderung bestand darin, die Batterieladetechnik aus dem Unter- ins Erdgeschoss zu verlegen, in den Arbeitsbereich der Staplerflotte. Dafür sind die Selectiva-Ladegeräte von Fronius prädestiniert: Sie sind wesentlich kleiner und leichter als die bisher verwendeten 50-Hertz-Geräte und lassen sich dadurch flexibel und platzsparend montieren. Fronius richtete bei SPAR mehrere dezentrale Ladebereiche ein, die für die Staplerfahrer einfach zu erreichen sind. Die Ladegeräte sind beispielsweise an der Wand angebracht – oder in einem Fall sogar über Kopf in die Stahlbaukonstruktion eines Hochregallagers integriert. Ein Federzug sorgt dafür, dass die Ladekabel nicht auf dem Boden liegen, wenn keine Batterie angeschlossen ist. „Bei allen Varianten haben wir selbstverständlich darauf geachtet, dass sämtliche Sicherheitsvorschriften und Normen eingehalten werden“, berichtet Baumgartner.
Zugute kommt den Mitarbeitern bei SPAR auch die externe Start-Stopp-Funktion der Ladegeräte. Denn damit müssen sie zum Laden der Batterien lediglich das Kabel anschließen – Einstellungen direkt am Gerät sind nicht erforderlich. Die Selectiva-Geräte erkennen automatisch Spannung, Kapazität und Zustand der angehängten Batterie und passen die Ladekennlinie entsprechend an. Ein Pilotkontakt im Stecker verhindert zudem, dass es bei einem vorzeitigen Trennen des Ladekabels zu einer Funkenbildung kommt – „schließlich kann beim Laden von Bleibatterien hochexplosives Knallgas freigesetzt werden“, schildert Baumgartner. Die Fronius-Technologie sorgt jedoch für maximale Sicherheit in den Lagerhallen – und gleichzeitig für eine einfache und fehlerfreie Bedienung.

Schonende Ladung erhält Kapazität der Batterien

Mit ihrem Ri-Ladeprozess versorgen die Selectiva-Geräte die Antriebsbatterien zudem besonders schonend und effizient mit Energie. Sie erfassen den Innenwiderstand (Ri) der Akkus, der von verschiedenen Faktoren wie deren Alter, Temperatur und Ladezustand abhängt – damit erhält jede Batterie genau die Ladung, die sie gerade benötigt. Das reduziert die schädliche Erwärmung auf ein Minimum, erhält die Kapazität der Batterien und verlängert ihre Lebensdauer. Gleichzeitig sind die Ladezeiten jetzt deutlich kürzer als vorher. „Die Verfügbarkeit unserer Flotte hat sich dadurch merklich erhöht“, erzählt Thomas Broder, Abteilungsleiter Technik Logistik bei SPAR. „Die Stapler müssen seltener die Ladestationen anfahren und sind auch schneller wieder einsatzbereit.
“Ein weiterer positiver Effekt sind die niedrigeren Betriebskosten. Zum einen ist der Energieverbrauch für das Laden der Flurförderzeuge mit den neuen Selectiva-Geräten bis zu 30 Prozent geringer. Zum anderen konnten Fronius und SPAR die Lebensdauer der Antriebsbatterien um rund ein Drittel verlängern – damit müssen die teuren Akkus seltener erneuert werden. Auch der Wasserverbrauch ist durch den schonenden Ladeprozess gesunken, was wiederum den Wartungsaufwand reduziert. „Die neue Ladeinfrastruktur ermöglicht uns deutliche Einsparungen“, zeigt sich Warehouse-Leiter Daniel Stohr zufrieden. „Darüber hinaus haben wir wertvollen Platz gewonnen.“

Kompetente Beratung von Anfang an

Insgesamt 35 Selectiva-Ladegeräte sind im Zentrallager von SPAR mittlerweile im Einsatz. Mit dem Ergebnis sind die Verantwortlichen rundum zufrieden – genau wie mit der Zusammenarbeit mit Fronius. „Wir wurden von Anfang an kompetent, konstruktiv und erfolgsorientiert beraten“, lobt Stohr. „Besonders positiv war für uns, dass wir von der Planung über die Umsetzung bis zum Betrieb einen festen Ansprechpartner hatten – das hat die Umstellung für uns sehr erleichtert.“ Auch dass Fronius individuell auf die Gegebenheiten bei SPAR eingegangen ist und eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt hat, ist für den Warehouse-Leiter eine Erwähnung wert. „Ich bin überzeugt, dass mit dieser guten Erfahrung Fronius auch bei künftigen Projekten unsere erste Wahl sein wird.“

www.spar.ch

Bild: Post

Experten stellen der Post und Matternet ein gutes Zeugnis aus – Drohnen heben wieder ab

Ab dem 27. Januar transportieren die Drohnen der Schweizerischen Post wieder Laborproben. Als erster Standort nimmt der Tessiner Spitalverbund den Betrieb wieder auf. Dies, nachdem die Post ihre Drohnen seit Mai 2019 am Boden hielt und die Sicherheitsprozesse des Drohnenbetriebs von unabhängigen Aviatik-Experten durchleuchten liess. Nach Abschluss ihrer Untersuchungen bescheinigen die Experten der Post und dem Drohnenentwickler Matternet ein hohes Sicherheitsniveau. Die Experten geben vier Empfehlungen ab. Die Post und Matternet haben bereits begonnen, sie umzusetzen.

Die Post und der Drohnenentwickler Matternet transportieren ab dem 27. Januar 2020 wieder regelmässig Laborproben mit einer Drohne. Der Tessiner Spitalverbund EOC in Lugano nimmt als erster Standort in der Schweiz den Flugbetrieb wieder auf. Mit der Drohne sind wichtige Laborproben in Lugano bis zu 45 Minuten schneller am Ziel als mit dem Autokurier.

Die Post und Matternet hatten nach zwei Vorfällen im Jahr 2019 beschlossen, die Drohnen in der ganzen Schweiz am Boden zu halten. Die Post rief einen unabhängigen Expertenrat von erfahrenen Aviatikspezialisten ins Leben. Dieser hat den Betrieb und die Sicherheitsprozesse in den vergangenen rund 5 Monaten kritisch überprüft. Die Experten erhielten umfassend Einblick in die Prozesse und Dokumente von Matternet.

Experten attestieren hohes Sicherheitsniveau

Im Dezember 2019 hat der Expertenrat seine Untersuchungen abgeschlossen. Er stellt der Post und Matternet grundsätzlich ein gutes Zeugnis aus: «Wir attestieren der Post und Matternet einen hohen Sicherheitsstandard und ein starkes Sicherheitsbewusstsein. Die untersuchten Prozesse waren bereits vor den Zwischenfällen auf einem hohen Niveau. Es liegen keine Bedenken vor, die gegen die Wiederaufnahme des Flugbetriebs sprechen», sagt Prof. Michel Guillaume, Leiter des Zentrums für Aviatik der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Mitglied des Expertenrats. 

Experten geben Verbesserungsvorschläge ab

Um die Sicherheit weiter zu stärken, geben die Experten vier Empfehlungen ab: 

- Matternet soll die Vorgaben des BAZL und der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (SUST) umsetzen, die nach dem Vorfall vom 9. Mai 2019 ausgesprochen wurden. Diese Anpassungen sind bereits erfolgt. Zusätzlich hat Matternet in den letzten Monaten weitere Verbesserungen an der Drohne vorgenommen. Zum Beispiel wurde das Flugsystem angepasst. Die Drohne bleibt bei Wind nun noch stabiler. Die umgesetzten Massnahmen reichen über die Sicherheitsempfehlungen des BAZL und der SUST hinaus.


- Die Post und Matternet sollen bis Ende März 2020 eine unabhängige Aufsichtsfunktion über die sicherheitsrelevanten Prozesse etablieren. 

- Die Post soll noch mehr Einfluss auf den Drohnenbetrieb nehmen. Beispielsweise soll sie gegenüber Matternet ein Informations- und Auditrecht etablieren.

- Matternet soll die eigenen bestehenden Sicherheitsprozesse weiter stärken, etwa durch die Rekrutierung eines Head of Safety, wie es in der kommerziellen Luftfahrt üblich ist. 

Die Post und Matternet haben bereits Schritte eingeleitet, um diese Empfehlungen umzusetzen. So wird beispielsweise der Expertenrat die Post im Thema Drohnen weiterhin unabhängig beraten. 

Fallschirmlandung als zentrale Sicherheitsmassnahme

Auch wenn die Sicherheitsvorkehrungen hoch sind, in der Fliegerei gibt es kein Nullrisiko. Um das Restrisiko so gering wie möglich zu halten, leitet die Drohne kontrollierte Fallschirmlandungen ein, wenn sie von definierten Normalwerten abweicht. «Diese Kriterien sind klar definiert. Zum Beispiel ist der Flugkorridor, in dem sich die Drohne bewegen darf, Teil eines Sicherheitskonzepts, das zusammen mit dem BAZL ausgearbeitet wurde. Fallschirmlandungen sind deshalb ein zentraler Sicherheitsmechanismus, gehören zum Betrieb und werden auch künftig vorkommen», sagt Prof. Michel Guillaume. 

Die Post begeht in der unbemannten Transportfliegerei neue Wege: Matternet und die Post etablieren gemeinsam mit den zuständigen Behörden und Kunden Standards und tragen so zur Weiterentwicklung der Technologie in der Schweiz bei. Die angepasste Drohne hat seit Mai 2019 über 2’000 Testflüge in der Schweiz absolviert. Dabei legte sie über 17 000 Kilometer zurück. Dies entspricht mehr als 13 000 Flügen zwischen den beiden Spitälern in Lugano. 

www.post.ch

EML - Erste schweizerische Fachzeitschrift für das Material-Management

Bild: Ford

CES 2020 in Las Vegas: Ford zeigt humanoiden Roboter Digit zur Erforschung zukünftiger Liefer- und Lagerlogistik

Das amerikanische Unternehmen Agility Robotics bringt Digit auf den Markt, einen kollaborativen Roboter mit Armen und Beinen. Ford wird als erster Kunde gleich zwei dieser Roboter erwerben. Die bereits bestehende Partnerschaft zwischen Agility Robotics und Ford soll Möglichkeiten erkunden, wie Nutzfahrzeugkunden, einschließlich autonomer Fahrzeugunternehmen, die Lagerhaltung und Warenlieferung effizienter und erschwinglicher gestalten können. 

Wichtige Anwendungen für die weitere Forschung sind die Lagerlogistik und die Lieferung auf den letzten 15 Metern bis zur Haustür. Die Tests werden sich auch darauf konzentrieren, wie Ford-Nutzfahrzeuge und Digit dank fortschrittlicher Konnektivitäts-Technologie miteinander und mit ihrer Umgebung interagieren. Zum Beispiel lässt sich cloudbasiertes Kartenmaterial, das von Ford-Fahrzeugen mit Digit geteilt wird, fortlaufend aktualisieren, sodass nicht derselbe Informationstyp immer wieder neu erstellt werden muss. Als lernfähiger Roboter eignet sich Digit ideal für Paketzustellungsdienste und kann über die vernetzten Kommunikationskanäle im Bedarfsfall bei unerwarteten Ereignissen sogar um Hilfe bitten. 

"Da der Online-Handel weiterhin wächst, glauben wir, dass Roboter unseren gewerblichen Kunden helfen können, indem sie die Lieferungen effizienter und für uns alle erschwinglicher machen", sagte Ken Washington, Vice President, Ford Research and Advanced Engineering and Chief Technology Officer. "Wir haben im Zuge der Arbeit mit Agility Robotics viel gelernt, jetzt können wir unsere Forschungsarbeit mit kommerziell einsetzbaren Robotern beschleunigen." 

Seit der erste Prototyp des Digit im Mai letzten Jahres gezeigt wurde, hat Agility Robotics ihn ausgiebig getestet, das Design verfeinert und Funktionen hinzugefügt, um für die Produktion und den Verkauf an Kunden bereit zu sein. Zu den Upgrades und Verbesserungen gehören fortschrittlichere Füße, die es dem Roboter ermöglichen, auf einem Fuß zu balancieren und Hindernisse zu meistern, sowie neue Sensoren und eine leistungsstärkere Computerhardware. 

"Wir freuen uns über die technischen Fähigkeiten und die verbesserte Beinmobilität von Digit", sagte Dr. Jonathan Hurst, CTO von Agility Robotics. "Videos zeigen hervorragende Ergebnisse unter Laborbedingungen. Nun ist dieser Roboter bereit, um in die echte Welt hinauszugehen und praktische Anwendungsfälle zu erforschen." 

Von August 2017 bis Juli 2019 verkaufte Agility Robotics seinen bahnbrechenden Roboter Cassie als zweibeinige Forschungsplattform, in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 wurde die Produktion auf den moderneren Digit umgestellt. 

"Digit ist ein wichtiger Meilenstein für unser Unternehmen", sagte Dr. Damion Shelton, CEO von Agility Robotics. "Zum ersten Mal wird ein solcher Roboter für Kundenanwendungen in einer Vielzahl von Branchen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich verfügbar sein. Wir freuen uns darauf, in den kommenden Monaten unsere Arbeit sowohl bei logistischen als auch bei nicht logistischen Aufgaben zu präsentieren." 

Der humanoide Roboter wurde für den aufrechten Gang entwickelt, so dass er die gleiche Umgebung wie ein Mensch durchqueren kann. Das einzigartige Design ermöglicht es Digit außerdem, sich zusammenzufalten, um einfach im hinteren Teil eines Fahrzeugs gelagert zu werden, bis der Roboter tatsächlich zum Einsatz kommt. Sobald ein Fahrzeug am Ziel angekommen ist, kann Digit ein Paket aus dem Fahrzeug holen und die letzten Schritte im Auslieferungsprozess selbsttätig durchführen. Wenn er auf ein unerwartetes Hindernis stößt, kann der Roboter ein Bild zurück an das Fahrzeug senden, um zusätzliche Rechenleistung zu nutzen. Das Fahrzeug könnte diese Informationen sogar in die Cloud senden und Hilfe von anderen Systemen anfordern, damit Digit neu navigieren kann. Das geringe Gewicht von Digit trägt auch dazu bei, dass seine Akkus eine lange Laufzeit haben, was für kontinuierlich arbeitende Lieferunternehmen unerlässlich ist. 

Zwei Prototypen des Roboters Digit werden vom 7. bis 10. Januar in Las Vegas auf dem Ford-Stand der Consumer Electronics Show (CES) 2020 zu sehen sein. 

Mehr Informationen zur Partnerschaft von Ford und Agility Robotics finden Sie unter https://www.agilityrobotics.com/ford-partnership

Bild: Designwerk 

Elektrische Müllfahrzeuge für Basel kommen von Futuricum

Elektrische Recyclingfahrzeuge sind nicht nur leise und abgasfrei, sondern auch ökonomisch. Über die gesamte Lebensdauer gerechnet sind sie gleich teuer wie ihre dieselbetriebenen Pendants. Zu diesem Resultat kommt das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt nach einer öffentlichen Ausschreibung. Der Auftrag für die Lieferung von zwölf Fahrzeugen geht an die Schweizer Nutzfahrzeugmarke Futuricum.

Dem Stadtkanton Basel kommt in der Elektromobilität eine schweizweit einzigartige Vorreiterrolle zu. Gemäss dem kantonalen Gesamtkonzept Elektromobilität, wird auch das Tiefbauamt innerhalb der nächsten fünf Jahren 90 Prozent seiner Fahrzeuge – vom Kleinfahrzeug- bis zum Lastkraftwagen – elektrisch betreiben. Nun erreichen 20 grosse Müllfahrzeuge des Tiefbauamts allmählich das Ende ihrer Lebensdauer. Für den Ersatz der ersten zwölf Fahrzeuge und die Beschaffung von Ladestationen hat der Grosse Rat im letzten Jahr rund 19 Millionen Franken gesprochen.

Rheinstädter überrascht von Einsparungen

Für die Beschaffung hat das zuständige Departement im April 2019 eine internationale Ausschreibung über vollelektrische 3-Achser Müllfahrzeuge gestartet. An der Ausschreibung hat sich auch die Winterthurer Unternehmung Designwerk Products AG mit ihrer Nutzfahrzeugmarke Futuricum beteiligt. Mit der Vertragsunterzeichnung vom 22. Januar 2020 erhielt diese nun den Zuschlag für die Lieferung der ausgeschriebenen Fahrzeuge. Die Kosten für die Beschaffung und den Betrieb sorgten dabei in Basel für eine Überraschung: Entgegen den Erwartungen ist der Kauf für den Stadtkanton rund 30 Prozent, beziehungsweise 3.5 Millionen günstiger als erwartet.

Über den gesamten Lebenszyklus von Anschaffung, Unterhalt und Betrieb betrachtet sind die elektrischen Fahrzeuge nahezu gleich teuer wie Dieselfahrzeuge. Die initialen Investitionen sind zwar höher, bei den Betriebskosten können hingegen rund 80% eingespart werden. Im Gegensatz zu Dieselfahrzeugen verursachen die E-LKW keine lokalen Schadstoffemissionen und leisten einen Beitrag zur Lärmreduktion in der Innenstadt.

Erste Lieferungen noch im Jahr 2020

Die ersten zwei Fahrzeuge sollen bis Ende 2020 in Basel eintreffen. Zehn weitere werden gestaffelt bis Mitte 2021 geliefert. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um das Modell Collect 26E. Designwerk baut dieses auf Basis eines Fahrzeugs der Baureihe FM der Partnerunternehmung Volvo Trucks. Die Aufbauten stammen von der Contena-Ochsner AG, wobei auch diese elektrisch betrieben werden. Die elektrischen Kehrichtfahrzeuge werden an sechs Standorten der Stadtreinigung sowie in der Werkstatt des Tiefbauamts über Nacht aufgeladen. In Basel tanken die Fahrzeuge zu hundert Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen.

www.designwerk.com

Bild: SENSOR+TEST

Eine ganz besondere Symbiose: SMSI Conference und SENSOR+TEST 2020

Die Erfolgsgeschichte der wissenschaftlichen Konferenzen im Bereich der Sensorik und Messtechnik zur SENSOR+TEST reicht mehr als 30 Jahre zurück. Vom 22.-25. Juni 2020 wird nun mit der SMSI 2020 – Sensor and Measurement Science International Conference die nächste Stufe erklommen. Nationale und internationale Wissenschaftler, Entwickler und Experten schätzen dabei besonders die Symbiose mit der parallel stattfindenden Messe, auf der sie ihren Innovationsdialog ideal fortsetzen können.

Seit vielen Jahren wird das weltweit führende Forum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik SENSOR+TEST (www.sensor-test.de) von unterschiedlichen, hochkarätigen Kongressen begleitet. Zu nennen sind hier u.a. die AMA Kongresse SENSOR und IRS2, die Fachtagung Sensoren und Messsysteme sowie die ettc European Test and Telemetry Conference. Die zahlreichen Teilnehmer schätzen, neben den spannenden Vorträgen aus Forschung und Entwicklung, vor allem auch die Nähe zur parallel stattfindenden Leitmesse. Dort können sie sich die wichtigsten Neuheiten und Entwicklungen live vor Ort anschauen, mit Experten in den Innovationsdialog treten und neue Partnerschaften gründen.

Das Jahr 2020 ist für die SENSOR+TEST (23. bis 25. Juni) ein ganz besonderes, wird sie doch von einem neuen hochwertigen Kongress begleitet: SMSI - Sensor and Measurement Science International Conference.

Diese feiert 2020 ihre Premiere und wird bereits am Vortag der Messe (22. Juni) mit Tutorials, der Eröffnung mit Verleihung des AMA Innovationspreises und einem ersten Networking für die Teilnehmer beginnen, bevor es dann vom 23.-25. Juni 2020 in die drei Themenblöcke „Sensors and Instrumentation“, „Measurement Science“ und „System of Units and Metrological Infrastructure“ geht.

Das neue Format hat es in sich, denn es vernetzt nationale und internationale Vertreter aus Forschung, Wissenschaft, Industrie und staatlichen Institutionen. Die SMSI Conference bietet eine Plattform für den Austausch der neuesten Forschungsergebnisse. Anbieter wie Anwender werden fundierte Einblicke erhalten, die sie dann, nur ein paar Schritte entfernt, auf der SENSOR+TEST in den Messehallen 1, 2 und 3C mit den Experten der Aussteller diskutieren können.

„Mit der SMSI Conference wird die SENSOR+TEST ihren Erfolg bei Kongressen nicht nur fortsetzen, sondern zusammen mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft sowie aus den nationalen und internationalen Messinstituten zu einer der weltweit und wissenschaftlich führenden Veranstaltungen entwickeln“, ist Prof. Dr. Gerald Gerlach, Vorsitzender des Kongressausschusses, überzeugt.

Noch bis zum 31. Januar 2020 können interessierte Autoren und Wissenschaftler ihre Beiträge unter www.smsi-conference.com/call-for-papers einreichen.

www.sensor-test.de

Einladung zum Netzwerkanlass am 21.11.

«Seidenstrasse – One Belt, One Road: Herausforderungen und Chancen für Schweizer Unternehmen»: Unter diesem Titel lädt Sulser Transport am Donnerstag, 21. November 2019 zu einem Netzwerkanlass. Los geht es um 18.00 Uhr in der Event-Gastronomie «Spedition» (Merker-Areal), Bruggerstrasse 37, 5400 Baden. Alle Leser sind herzlich eingeladen. Anmeldung unter undefinedmarketing(at)sulsergroup.ch oder Tel. 044 847 46 45 – die Platzzahl ist beschränkt! Anmeldeschluss ist der 15. November 2019.

undefinedMehr erfahren

 

Betriebseinrichtungen und Lager: Aufbewahrungsmöglichkeiten für Werkzeug

Eine durchdachte Lagerung des Werkzeugs in Betriebseinrichtungen dient nicht nur der Übersicht, sondern auch der Rechtssicherheit. Materialien und Werkzeuge sollen griffbereit sein und stets funktionieren. Besonders bei empfindlichen Geräten ist daher eine sachgerechte Aufbewahrung wichtig. Daher stellt sich die Frage nach der optimalen Einrichtung des Lagers für sämtliche Anforderungen.

Lagerung in Betriebseinrichtungen: Bestimmungen und Prüfpflichten

Wichtige Bestimmungen zur Lagerung in Betriebseinrichtungen finden sich zum einen in der SN EN 15635 und zum anderen in den BGR 234 (Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, BG-Regeln, ehemals ZH1/428). Hinsichtlich der Lagerung von Werkzeug und Materialien sind Arbeitgeber in der Schweiz zu regelmässigen Inspektionen verpflichtet. Mindestens alle 12 Monate muss eine dazu qualifizierte Person Lager- und Regalanlagen überprüfen.

Hierbei legt die Norm SN EN 15635 die Grenzwerte für die Gefährdungsbeurteilung fest und definiert Art und Umfang der Kontrollen. Nach dieser Norm sowie den BGR 234 sind Regalanlagen im Sinne der Sicherheit der Mitarbeiter sowie der Kunden regelmässig zu prüfen. Ebenso zielt die Überprüfung auf die Reduktion des Risikos von Sachschäden an den Materialien und Einrichtungen.

Die Bestimmungen sind vor dem Hintergrund erlassen worden, dass bereits scheinbar leichte Beschädigungen der Regalrahmen die Tragfähigkeit massiv reduzieren können. Damit steigt die Unfallgefahr erheblich an. Probleme wie Verdrehungen oder Stauchungen an Regalsystemen können ohne Inspektion unentdeckt bleiben und zum erheblichen Problem für die Arbeitssicherheit werden. Um mögliche Unfälle zu vermeiden, dienen die regelmässigen Inspektionen der Gewährleistung der Sicherheit. Im Wortlaut sind gemäss SN EN 15635 Überprüfungen in Abständen von nicht mehr als 12 Monaten von fachkundigen Personen durchzuführen. Diese führen Sichtkontrollen auf Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien nach der Norm vor. Ebenso überprüfen sie die Lagereinrichtungen auf erkennbare Schäden, Fehler oder Deformationen. Bei Regalanlagen erfolgt ein Abgleich der Belastungsschilder. Am Ende der Kontrolle steht ein schriftlicher Bericht inklusive Vorschlägen (Inspektionsprotokoll) sowie im Idealfall die Inspektionsplakette.

Empfindliche Werkzeuge und ihre Aufbewahrung

Empfindliche Messgeräte und andere Werkzeuge bedürfen besonderer Sorgfalt in der Lagerung und Aufbewahrung. Dies gilt insbesondere für Präzisionsinstrumente. Eine nachlässige Lagerung kann zu falschen Messergebnissen oder sonstigen Schäden an den Instrumenten führen. Besondere Aufmerksamkeit ist bei aufwändigen elektronischen Geräten und Bauteilen geboten. Auch alle Arten von Messwerkzeuge müssen im Sinne korrekter Ergebnisse sorgfältig aufbewahrt werden. So gilt es etwa bei Wasserwaagen darauf zu achten, dass sie frei von Schmutz sind. Nur unter dieser Voraussetzung ist eine exakte Messung überhaupt möglich.

Weiterhin gilt für Metalle im Allgemeinen besondere Vorsicht. Werkzeuge oder Bauteile aus Metall sind vor Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen, damit sie nicht korrodieren. Die Bildung von Rost oder Grünspan ist meist ein Ergebnis unsachgemässer Lagerung. Insbesondere eine zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Oxidation. Diese schränkt nicht nur die Funktion ein, sondern kann durch das porös werdende Material eine Gefahr für die Sicherheit darstellen.

Lässt sich die Luftfeuchtigkeit nicht senken, ist eine andere Aufbewahrungsart der Metall-Bauteile in Betracht zu ziehen. Eine Alternative ist etwa ein verschliessbarer Metallschrank. Weiterhin ist gerade bei metallenen Teilen darauf zu achten, dass überstehende Ecken und Kanten keine Gefahrenquelle darstellen.

Betriebseinrichtungen und die Aufbewahrung des Werkzeugs

Allgemein stehen bei der Einrichtung von Werkzeuglagern und Betriebseinrichtungen die Funktionalität sowie die Sicherheit im Fokus. Besonders in grösseren Werkstätten und Montageeinrichtungen sollte das wesentliche Arbeitsmaterial stets griffbereit sein. Werkzeuge, Bauteile und Zubehörsind an den Stellen aufzubewahren, wo sie tatsächlich benötigt werden. Bestimmte Werkzeuge sind in bestimmten Arbeitsschritten erforderlich. Daher empfiehlt es sich, sie in entsprechenden Aufbewahrungsmöglichkeiten und in der richtigen Reihenfolge zu lagern.

Bei der Ausstattung der Betriebsstätte mit Lager- und Aufbewahrungsmöglichkeiten, sollten zunächst konkrete Bedürfnisse analysiert werden. Zur Grundausstattung gehören Werkzeugschränke, Regalsysteme oder Lochwände. Spezielle Gegenstände für die Lagereinrichtung wie Behälter oder Transportkisten werden vom B2B-Versandhandel gaerner angeboten. Über die Wahl der Ausstattung hinaus ist es wichtig, den Inhalt der Schränke und Regale regelmässig zu überprüfen. Werkzeug und Material müssen den jeweils aktuellen Anforderungen genügen.

Organisation eines Werkzeuglagers

Auf vielerlei Art lassen sich Lager und darin befindliche Werkzeuge platzsparend organisieren und aufbewahren. Eine funktionale Grundlage sind durchdachte Werkzeugschränke. Am richtigen Ort platziert, haben Beschäftigte das erforderliche Werkzeug stets zur Hand. Weiterhin haben abschliessbare Werkzeugschränke den Vorteil, dass auch empfindliche und teure Werkzeuge einen sicheren Platz darin finden.

Eine praktische Ergänzung sind Lochwand-Systeme. Entnommene Werkzeuge lassen sich für den konkreten Einsatz über die Lochwände am Einsatzort bereitstellen. Lochwände ermöglichen eine freie Wahl der Aufbewahrung, sodass sich Werkzeuge jeweils bezogen auf den aktuellen Arbeitsschritt dort zwischenlagern lassen. Sie können entweder fest installiert oder frei beweglich sein. Eignet sich der Ort nicht zur Anbringung, gibt es Alternativen in Form von Schubkästen oder anderen Ablagen, die ebenso eine strukturierte Ablage der Werkzeuge ermöglichen.

Dort, wo es besonders auf Mobilität ankommt, erweisen sich Werkstattwagen als vorteilhaft. Gerade in grossen Montagehallen müssen Beschäftigte häufig an mehreren Orten bestimmte Arbeitsschritte verrichten. Werkstattwagen lassen sich zwischen den Einsatzorten frei hin- und herbewegen. Auch in kleineren Betriebseinrichtungen können Werkstattwagen aufgrund ihrer kompakten Grösse vorteilhaft sein. Dort können sie bei ausreichender Bestückung grössere Regal- oder Schranksysteme ersetzen.

Noch platzsparender sind Werkzeugkoffer und -trolleys. Diese eignen sich auch für den Ausseneinsatz sowie auf Reisen. Bei der Auswahl gilt es, auf ausreichend Platz für das benötigte Werkzeug zu achten. Es sollten spezielle Fächer für die benötigten Geräte und Materialien vorhanden sein. Es empfiehlt sich, Werkzeugkoffer bereits vorab so zu bestücken, wie es der jeweilige Arbeitseinsatz erfordert. Mitarbeiter führen im Idealfall nur genau das Werkzeug mit sich, das auch benötigt wird und verzichten auf das überflüssige Gewicht. Im Sinne der Übersicht können für verschiedene Einsatzorte oder Arbeitsschritte mehrere Werkzeugtaschen oder -koffer ausgestattet werden.

Regal- und Schranksysteme für alle Einsatzbereiche

Bei der Lagereinrichtung erweisen sich Schränke und Regalsysteme als vorteilhaft zur Aufbewahrung verschiedener Materialien und Werkzeuge. Hierbei sind die Anforderungen der aufbewahrten Dinge zu berücksichtigen, insbesondere die Lastgrenzen. Regale erfordern im Sinne der Sicherheit und zur Einhaltung rechtlicher Bestimmungen eine hinreichende Stabilität. Dem hohen Gewicht vieler Werkzeuge müssen die Regale standhalten. In Abhängigkeit der Erfordernisse können Schwerlastregale erforderlich sein, die dank spezieller Traversen und Stützrahmen ein hohes Maß an Steifigkeit und Sicherheit bieten.

Regal- und Schranksysteme lassen sich individuell kombinieren. Auch Erweiterungen sind bei den meisten Systemen problemlos möglich. Wachsen die Anforderungen und mit ihnen die Betriebsausstattung, so wächst das Regalsystem mit.

 

 

 

«Cobots – Problemlöser für KMUs?»

 

Cobots oder Kollaborative Roboter beschäftigen die Forschung und die Fachleute in den verschiedensten Branchen der Industrie. An der automation & electronics vom 5. bis 6. Juni in Zürich nimmt das Thema eine zentrale Rolle in der Diskussion unter den Fachleuten auf dem Gebiet der Automatisierung ein. Die FHNW in Brugg-Windisch ist einer von über 100 Ausstellern und präsentiert an der Messe unter anderem ein eigenes Cobot-Projekt. Im Trendinterview erklärt Prof. Dr. Thomas Besselmann, was die Besucher erwartet und wie sich kollaborative Roboter im Alltag bewähren.

Mit der Entwicklung von Cobots sind derzeit grosse Erwartungen verknüpft. Welche Rolle nimmt sie in der wissenschaftlichen Arbeit an Ihrem Institut ein?

Thomas Besselmann: Unser Institut beschäftigt sich mit unterschiedlichen Aspekten der Automatisierung. Wir nutzen unsere Expertise, um für KMU passende Lösungen für ihre Probleme bei der Automatisierung zu entwickeln. Die Robotik verstehen wir dabei als Werkzeug, um Prozesse zu automatisieren. In der Robotik steht umsatzmässig nach wie vor die Sparte der klassischen Industrieroboter im Vordergrund. Uns interessiert die Frage, in welchen Situationen Cobots einen Vorteil gegenüber den Industrierobotern haben. Um diese Frage zu untersuchen, haben wir etwa vor 15 Monaten einen Cobot Typ «Panda» von Franka Emika angeschafft, der unter anderem in einer Bachelor-Arbeit verwendet wurde. Dieses Jahr zeigen wir einen Messestand mit diesem Cobot an der automation & electronics.

Wie arbeitet es sich mit einem Cobot?

Das Modell, für das wir uns entschieden haben, lässt sich sehr einfach steuern. Die Bewegungen werden per App über den Webbrowser programmiert. Es ist keine Zeile Code notwendig, um diesen Roboter bedienen zu können. Er kann also nicht nur von Programmierern benutzt werden, sondern auch von Produktionsmitarbeitern. Das halte ich für noch wichtiger als die Sicherheitsstandards, auf die im Zusammenhang mit Cobots verwiesen wird. Häufig beobachten wir bei Industriepartnern, dass sie einen kollaborativen Roboter kaufen, ihn jedoch getrennt von den Mitarbeitern einsetzen. Der Grund, warum sie trotzdem keinen Industrieroboter nutzen, ist häufig, dass der Cobot einfacher zu programmieren ist.

Für welche Anwendungen ist der Cobot prädestiniert?

Kollaborative Roboter eignen sich für einfache Aufgaben, die häufiger umprogrammiert werden müssen. Das bedeutet im Wesentlichen, dass sie nicht mehrere tausend Mal die gleiche Bewegung ausführen, sondern vielleicht nur hundert Mal. Für kleinere Losgrössen, mit denen es KMU zu tun haben, sind Cobots auf jeden Fall interessant. Sie können auch mal über Nacht laufen und am nächsten Tag eine komplett neue Aufgabe erledigen. Die häufige Umprogrammierung ist mit dem klassischen Industrieroboter nicht amortisierbar. Pick&Place-Anwendungen und die Handhabung von Werkstücken sind im Grunde die hauptsächlichen Anwendungsgebiete. Häufiges wird hier eine tiefere Genauigkeit toleriert. Hingegen ist es zum Beispiel bei Schweissarbeiten sehr wichtig, dass die Bahn genau abgefahren wird. Dort wie auch bei der Geschwindigkeit sind dann wieder die Industrieroboter im Vorteil.

Welche Komponenten stellen sicher, dass sich Mitarbeiter und Cobot nicht in die Quere kommen?

Der Cobot Typ «Panda» von Franka Emika verfügt an jedem Gelenk über Drehmoment-Sensoren. Diese Sensoren messen die Belastung der Gelenke. Wenn der Cobot beispielsweise eine Person berührt, baut sich in den Gelenken Druck auf, was wiederum von den Drehmoment-Sensoren aufgezeichnet wird, und der Roboter hält an. So kann sichergestellt werden, dass die Kollaboration immer sicher vonstattengeht. Ausser dem Drehmoment-Sensor gibt es noch weitere Sicherheitskonzepte wie z.B. Kamerasysteme, die optisch überprüfen ob sich etwas im Arbeitsbereich befindet.

Digitalisierung, Vernetzung und IoT sind die grossen Trendthemen. Wie trägt ihr Projekt mit dem Cobot dazu bei, diese Entwicklungen in KMU zu unterstützen?

Unser Projekt ist in der Automatisierung hilfreich, die ein Teilaspekt der Digitalisierung ist. Ein grosser Vorteil der Cobots ist, dass sie dazu beitragen, die Produktion mit kleineren Losgrössen flexibler zu gestalten. Hersteller in allen Sparten müssen darauf reagieren, dass ihre Kunden immer adaptivere Lösungen wünschen, was dazu führt, dass die Losgrössen kleiner werden. Darüber hinaus sehen wir bei der Zusammenarbeit mit unseren Industriepartnern zwei weitere gewünschte Anforderungen. Die eine ist die Automatisierung von einfachen sich wiederholenden Prozessen. Die zweite ist das Vereinfachen von Aufgaben. Die Industrie will wie erwähnt häufig Roboter, die einfacher zu programmieren sind.

Wie beurteilen Sie die Umsetzung der Trendthemen in der Automatisierung in der Schweiz?

Ich bin beeindruckt, wie weit die Schweizer Firmen auf diesem Gebiet sind und wie innovationsfreudig und auch durchsetzungsstark sie auf dem Markt agieren. Die Unternehmen gehen auch mal mutige Wege.

Cobots wecken andererseits auch Vorbehalte. Zum Beispiel, wie viele Arbeitsplätze durch die Entwicklung überflüssig werden – braucht es in zehn Jahren noch Menschen, die arbeiten?

Das ist eine sehr interessante Frage. Der Ökonom John Maynard Keynes sagte 1930 voraus, dass im Zuge der technischen Entwicklung der Reichtum der Menschen grösser wird und dass die Leute aufgrund des geschaffenen Wohlstands Jahr für Jahr weniger arbeiten müssen. Bis Ende der siebziger Jahre stimmte diese Vorhersage, aber seitdem hat sich das Blatt gewendet und die Arbeitszeiten begannen wieder zu steigen. Jetzt kann man sich natürlich fragen, wo wir falsch abgebogen sind, denn dieser Trend hält an. Und es ist wirklich eine wichtige Frage, wo die Gesellschaft da eigentlich hintreibt. Ich persönlich würde es begrüssen, wenn die Menschen es sich leisten könnten, weniger zu arbeiten. Ich glaube, das ist ein Ziel, das wir verfolgen sollten.

Kürzlich «moderierte» eine Roboterdame eine Bühnenshow in Asien…

Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, was durch die Arbeit eines spezialisierten Forscherteams erreicht werden kann. Jedoch sollte man diese Ergebnisse eher als Leuchtturmprojekte sehen. Die in der industriellen Praxis eingesetzten Roboter unterscheiden sich sehr stark von den in den Medien gerne gezeigten sozialen Roboter. Und auch die sozialen Roboter, die man gegenwärtig kaufen kann, reichen lange nicht an die Fähigkeiten heran, die von den Forschergruppen mit viel Aufwand erreicht werden.

Wie beurteilen Sie den Arbeitsmarkt für Programmierer und Spezialisten?

Unsere Absolventen haben hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt, die Berufsaussichten für Systemtechniker und Automationsspezialisten sind nach wie vor sehr gut. Das ist nicht grossartig anders als vor 20 Jahren, denke ich.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie an die automation & electronics?

Wir freuen uns sehr auf die Teilnahme. Natürlich wollen wir mit unserem Auftritt grundsätzlich Begeisterung wecken für die Technik. Wir werden gerade junge Leute ansprechen und denken, dass das am besten durch die Interaktion mit einem kollaborativen Roboter geht. Dieser wird eine Pick&Place-Anwendung vorführen, die beispielsweise darin bestehen könnte, dass er dem Besucher eine Visitenkarte überreicht. Daneben können wir uns an der Messe auch mit unseren Kollegen aus der Praxis austauschen. Wir sehen die automation & electronics als grossartige Möglichkeit, Kontakte zu sammeln und bestehende zu stärken. Die verschiedenen Branchen an der Messe erhalten einen guten Eindruck, wer wir sind.

Registrieren Sie sich noch heute mit dem Gutschein-Code «3081» für die automation & electronics 2019 und sichern Sie sich Ihr kostenloses Eintrittsticket zum Eintritt in die Welt der Automation, Digitalisierung und des Internet of Things.

www.automation-electronics.ch

Der neue Verpackungskatalog ist da!

Schweizer Verpackungskatalog 2019 als Printversion zum Vorzugspreis bestellen

Der neue Verpackungskatalog 2019 ist ab sofort erhältlich. Auch in der 73. Ausgabe widmet sich das bewährte Schweizer Branchen-Jahrbuch dem Verpacken in all seinen Facetten. Der aktuelle Katalog kann als hochwertige Printversion zum Vorzugspeis von CHF 39 inklusive Versandkosten bestellt werden.

Seit drei Generationen begleitet der Schweizer Verpackungskatalog Fach- und Führungskräfte bei der Auswahl ihrer Partner für Lösungen rund um die Verpackung. Der übersichtliche Aufbau der Verzeichnisse führt zielgenau zu den Anbietern, die redaktionellen Beiträge beschreiben die aktuellen Trends und zeigen Produkte, Systemlösungen und Beispiele aus der Praxis. Damit ist der Katalog Wegweiser, Ratgeber und Fachmagazin in einem: ein Kompendium mit Langzeitwirkung und hohem Nutzwert.

Die nächste Ausgabe des Schweizer Verpackungskatalogs erscheint Anfang 2020.

Bestellung und Kontakt:

Laupper AG
Postfach 631
4410 Liestal
Tel. 061 338 16 16

undefinedverpackungskatalog(at)laupper.ch